Gebäude

Denkmalbehörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Günther Wertz

Teilnehmende Denkmäler und Programmpunkte im Stadtbezirk Hörde

Karte

Hörder Burg
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Willi Garth

Hörde

(10) Hörder Burg

Hörder Burgplatz 1, 44263 Dortmund, Ortsteil: Hörde
Haltestelle: Bf. Do-Hörde, Fußweg ca. 7 min

Der„KulturSpur“ kann man an und in der Hörder Burg in jedem Winkel folgen. Hörde wird erstmals 1198 mit dem Ritter Albert von Hörde aktenkundig, der vermutlich die erste Burg errichten ließ. Teile dieser ersten Burg legten Archäolog*innen 2007/2008 frei. Für den Erhalt der Burgreste als Freilichtmuseum machte sich der Hörder Heimatverein stark. Grabungsfunde wie Schuhe, Schmuck, Geräte und Geschirr sind seitdem im Museum für Kunst und Kulturgeschichte sowie im Hörder Heimatmuseum zu bewun-dern.

Im 13. Jahrhundert wurden die „Märker“ Burgbesitzer. Graf Eberhard von der Mark baute die Burg um und erweiterte sie. Als der Industriepionier Piepenstock im 19. Jahrhundert nebenan ein Eisenwerk bauen ließ, wurde der „Schlosstyl“ Verwaltungssitz mit umfangreichen Umbauten und Erweiterungen. Dabei wurde Altes verdeckt und Neues geschaffen, das bei der Freilegung ab 2008 „Ein Fall für den Denkmalschutz“ wurde. Der Westflügel, auch Vorburg genannt, wurde 1922 fertiggestellt. In ihm ist das Hörder Heimatmuseum zu Hause, das seit 20 Jahren besteht und für das der Heimatverein 2021 mit dem Dortmunder Heimatpreis ausgezeichnet wurde.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–17.00 Uhr
Das Hörder Heimatmuseum ist geöffnet.

11.00–14.00 Uhr
Ausstellung „100 Jahre Vorburg“ in der Eingangshalle der Sparkassenakademie.

11.00, 12.00 und 13.00 Uhr
Baugeschichtliche Führungen zum Thema „Sanierung unter Denkmalschutzauflagen“ mit Willi Garth und Heike Regener vom Hörder Heimatverein sowie Martin Kucin, Architekt (FH), Mitarbeiter bei Schamp & Schmalöer, Treffpunkt jeweils 15 min vor Beginn der Führung am Eingang der Sparkassenakademie.

Anmeldung erforderlich bei der Denkmalbehörde unter Tel. 0231 50-27106 vom 29.08. bis 09.09.2022 (bis 11.00 Uhr).

Spenden sind willkommen.

Im Inneren der Alten Kirche Wellinghofen sind Ausmalungen und der Taufstein aus dem Mittelalter erhalten.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Im Auftrag der Denkmalbehörde Dortmund: Günther Wertz

Hörde

(11) Alte Kirche Wellinghofen

An der Kirche 1, 44265 Dortmund, Ortsteil: Wellinghofen
Haltestellen: Do-Wellinghofen, Fußweg ca. 2 min; Limburger Postweg, Fußweg ca. 1 min

Die romanische Kirche hat eine bewegte Geschichte: Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde auf dem Fundament eines Vorgängerbaus aus dem 9. Jahrhundert erbaut, dessen Spuren im Rahmen von Restaurierungsarbeiten in den Jahren 1977–79 entdeckt wurden. Bemerkenswert ist, dass große Teile der mittelalterlichen Ausmalung der Kirche und der mittelalterliche Taufstein (vor 1150) erhalten sind. Weitere Schätze sind eine Bronzeglocke aus dem 13. Jahrhundert, historische Grabsteine der Familie Romberg sowie die Orgel von Johann Georg Alberti aus dem Jahr 1709. Aus neuerer Zeit stammen die farblich zurückhaltenden Kirchenfenster von Wilhelm Buschulte, ein mo-dernes Altarkreuz und ein kunstvoll geschmiedeter Fürbitt-Leuchter (beide 2012). Leider nagt der Zahn der Zeit an der Alten Kirche: Das Holzwerk im Turm, die Dachdeckung und die Turmfassade sind sanierungsbedürftig und umfangreiche Reparaturmaßnahmen sind nötig, um diese Kirche mit ihren Schätzen zu erhalten.

Programm vor Ort am Sonntag

12.00–17.00 Uhr
Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.

12.00–16.00 Uhr
Zu jeder vollen Stunde:
Führung mit Schwerpunkt auf die Baugeschichte und das Entdecken der historischen und modernen Schätze der Alten Kirche, Dauer ca. 30 min, Treffpunkt: am Eingang.

16.00 Uhr
Rallye „Die Schätze unserer Alten Kirche und ihre Schäden. Eine Spurensuche“ – ein Angebot besonders für Familien mit Kindern, Dauer ca. 1 Std, Treffpunkt am Eingang.

Spenden für die Restaurierung der Kirche sind willkommen.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich, kinderfreundlich

Veranstalter*innen: Ev. Kirchengemeinde Wellinghofen und Arbeitskreis „Offene Alte Kirche“

Außenansicht St. Peter zu Syburg mit Totenhof
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dieter Menne

Hörde

(12) St. Peter zu Syburg

Syburger Kirchstraße 14, 44265 Dortmund, Ortsteil: Syburg
Haltestelle: Syburg, Fußweg ca. 5 min

Mit der erstmaligen Erwähnung 776 n. Chr. ist die Kirche St. Peter zu Syburg die urkundlich älteste Kirche Westfalens. Im Mittelalter besaß die Kirche eine große Bedeutung als Wallfahrtsort und Ablasskirche.
Um 1100 wurde sie im Westen durch den heute noch vollständig erhaltenen romanischen Turm erweitert. Nach Zerstörung der romanischen Apsis während der französischen Belagerung 1673 errichtete man den Chor 1688 im gotischen Stil völlig neu.
Dass durch eine Bombe im Frühjahr 1945 fast völlig zerstörte Mittelschiff wurde bis 1955 wiederaufgebaut, wodurch der ursprüngliche Wehrkirchencharakter von St. Peter aber fast vollständig verloren ging. Lediglich der Turm erinnert heute noch an diese Funktion und damit an die Anfänge dieser ältesten Kirche auf Dortmunder Stadtgebiet.
In diesem Frühjahr fanden umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen an rund 30 Grabsteinen auf dem Totenhof statt, die das kulturelle Vermächtnis des ehemals zentralen Friedhofs für den Reichshof Westhofen für Jahrzehnte bewahren.

Programm vor Ort am Sonntag

12.00–17.00 Uhr
Offene Kirche. Eine Turmbesichtigung ist während der Öffnung möglich.

13.00 und 15.00 Uhr
Führungen zur Geschichte der Kirche durch Mitglieder des Fördervereins Kirche St. Peter zu Syburg e.V., Dauer ca. 1 Std., Treffpunkt in der Kirche.

Spenden sind willkommen.

Merkmal: Besichtigung vor Ort

Veranstalter: Förderverein Kirche St. Peter zu Syburg e.V.

Die Burgruine Hohensyburg von oben
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund, Denkmalbehörde: Michael Holtkötter

Hörde

(13) Hohensyburg

Hohensyburgstraße, 44265 Dortmund, Ortsteil: Syburg
Haltestelle: Syburg, Fußweg ca. 9 min

Die Hohensyburg im Dortmunder Süden war einst nicht nur Adelssitz der Herren von Sieberg, sondern sicherte auch den Ruhrübergang bei Westhofen. Die ehemals stolze, mittelalterliche Burganlage ist heute nur noch in Teilen erhalten. So finden Besucher*innen noch zwei Bergfriede, Palas (Zweikammersystem), Mauerring und vorgelagerte Wälle vor. Ob die heute noch erhaltenen Anlagenteile allesamt zu dem im Jahr 1100 n. Chr. errichteten Burggebäude stammen, ist nicht geklärt. Quellen belegen den Angriff und die Eroberung durch Karl den Großen von einer als sächsische Burg beschriebenen fast zwölf Hektar großen Vorgängeranlage zum Ende des 8. Jahrhunderts.
Das ca. 150 Meter oberhalb des Zusammenflusses von Ruhr und Lenne gelegene Plateau des Sybergs gilt als Wahrzeichen und Namensgeber des Stadtteils Syburg. Es beherbergt neben der Burgruine viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Westspitze und den zu Ehren des Freiherrn von Vincke, stolzer Besitzer der Anlage von 1810 bis 1844, errichteten Aussichtsturm. Die einzelnen Denkmäler sind Wahrzeichen, Gedenkstätten und Anknüpfungspunkte für viele Geschichtsjahrhunderte und bilden ein einzigartiges Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart. Hier lassen sich zahlreiche Kulturspuren nachverfolgen.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00 und 13.30 Uhr
Rundgang mit Ingmar Luther und Sandra Grunwald (Stadtarchäolog*innen Dortmund), Dauer ca. 1,5 Std.

Treffpunkt: am Parkplatz vor der ev. Kirche St. Peter zu Syburg, Syburger Kirchstraße 14, 44265 Dortmund.

Merkmal: Besichtigung vor Ort

Veranstalterin: Stadt Dortmund, Denkmalbehörde