Gebäude

Denkmalbehörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Günther Wertz

Teilnehmende Denkmäler und Programmpunkte im Stadtbezirk Hombruch

Karte

Außenansicht der Ev. Patrokluskirche „Klein-Reinoldi“
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Michael Nitzke

Hombruch

(14) Ev. Patrokluskirche „Klein-Reinoldi“

Patroklusweg 19, 44229 Dortmund, Ortsteil: Kirchhörde
Haltestelle: Kirchhörde, Fußweg ca. 4 min

Die Ev. Patrokluskirche in Kirchhördewurde ursprünglich Patroklus von Troyes geweiht. Er lebte ungefähr von 200 bis 259 n. Chr. und war römischer Soldat und Christ. Er wurde von Kaiser Valerian wegen seines standhaften Bekenntnisses enthauptet.

Erzbischof Bruno von Köln brachte die Reliquien des Patroklus 960 zunächst nach Köln, dann 964 nach Soest, wo sie heute im Patroklidom aufbewahrt werden. Vermutlich wurde auf dem Weg dorthin ein Aufenthalt an der Kapelle in Kirchhörde eingelegt. Aus diesem Anlass wurde ihr der heilige Patroklus zum Schutzpatron bestimmt. Die Kirchhörder Kirche war bis 1655 Filialkirche (Nebenkirche) der Dortmunder Reinoldikirche. Später wurde die äußere Gestaltung an St. Reinoldi angepasst, daher nennt man sie auch Klein-Reinoldi.

Die heutige Kirche wurde von 1789 bis 1807 erbaut, da die bisherige Kirche aus dem Jahr 1106/07 baufällig war. Eine Holztafel in der Kanzel weist heute auf das Jahr 1807 hin. Trotzdem lassen sich noch viele ältere Spuren finden: zurzeit ist das älteste Relikt in der Kirche der Taufstein mit der Inschrift „15. Mai 1540“.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–12.30 Uhr
Gottesdienst

12.30–17.00 Uhr
Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.

13.00 und 15.00 Uhr
Turmbesteigung mit Kurzführung, max. 4 P.

14.00 und 16.00 Uhr
Vortrag „St. Patroklus in Kirchhörde“.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich (es ist kein barrierefreies WC vorhanden)

Veranstalterin: Ev. Philippus-Kirchengemeinde Dortmund

Gartenansicht der Villa Gater
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Matthias Köppel

Hombruch

(15) Historischer Spaziergang durch Großholthausen und Löttringhausen

Treffpunkt: Alte Langelohschule, Löttringhauser Straße 237, 44229 Dortmund, Ortsteil: Löttringhausen
Haltestellen: Langeloh, Fußweg ca. 1 min; Bf. Do-Löttringhausen, Fußweg ca. 14 min

In der Gegend von Großholthausen und Löttringhausen gab es über Jahrhunderte nur wenige Bauernhöfe und Kotten.
Mit dem Vorgängerbau der Langelohschule im Jahr 1740 kam es zur ersten baulichen Veränderung im Ort, und die Kinder aus der dünn besiedelten Gegend mussten dort zur Schule gehen. Das Gebäude in seiner heutigen Form stammt aus den 1920er-Jahren.

Durch den Bau der Eisenbahn 1877 änderte sich das Ortsbild grundlegend: Siedlungen entstanden, eine Kirche wurde gebaut und das ländliche Ortsbild verschwand fast vollends.

Auf dem Kommunalfriedhof Großholthausen von 1877 befindet sich neben vielen ein-drucksvollen Grabmälern von Bauernfamilien aus der Umgebung auch das Grab des früheren Dortmunder Oberbürgermeisters Fritz Henßler.

Spuren der bäuerlichen Vergangenheit sind noch heute zu entdecken, zahlreiche Höfe und Kotten bestimmen das Ortsbild. Das älteste Feuerwehrgerätehaus Dortmunds stellt daneben ein gutes Beispiel für die Reformarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts dar.

Auch zwei herrschaftliche Villengebäude, die Villa Gater, 1912 entworfen von dem Ar-chitektenbüro D. & K. Schulze im Auftrag des Kaufmanns Fritz Gater, und die angrenzende Villa Frieg, beide von einer großen Parkanlage umgeben, zählen zu den markanten Sehenswürdigkeiten des Ortsteils, die am Denkmaltag besucht werden.

Programm vor Ort am Sonntag

14.00 Uhr
Historischer Spaziergang beginnend an der ehem. Langelohschule über den Kommunalfriedhof bis zu den Villen mit Marco Prinz, Kunst im öffentlichen Raum, Dauer ca. 1,5 Std.

Anmeldung erforderlich bei der Denkmalbehörde unter Tel. 0231 50-27106 vom 29.08. bis 09.09.2022 (bis 11.00 Uhr).

Merkmal: Rundgang/Führung im Freien

Veranstalterinnen: Stadt Dortmund, Denkmalbehörde und Kunst im öffentlichen Raum

St. Margareta-Kirche in Eichlinghofen
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Im Auftrag der Denkmalbehörde Dortmund: Günther Wertz

Hombruch

(16) Ev. Kirche St. Margareta

Eichlinghofer Str. 5, 44227 Dortmund, Ortsteil: Eichlinghofen
Haltestelle: Eichlinghofen, Fußweg ca. 5 min

Bereits ihre Lage und ihr äußeres Erscheinungsbild sind erste Spuren der jahrhundertealten Geschichte der Kirche St. Margareta. Eingefriedet liegt sie in einer Wallanlage, umrahmt von einem alten Baumbestand. Die Kirche, ursprünglich eine karolingische Saalkapelle, wurde schon früh, nämlich 804, erwähnt. 1372 wurde sie dann zur westfä-lischen Hallenkirche des frühen Typs erweitert.

Auch im Inneren der Kirche sind die Spuren der vergangenen Jahrhunderte noch sichtbar: Im Chorbereich befinden sich im Stil der Nazarener Schule gestaltete, bleiverglaste Fenster aus dem Jahr 1846. Wegen der steigenden Zahl von Gemeindemitgliedern wurde der Kirchenbau in den Jahren 1898/99 durch ein Querschiff erweitert. Zugleich wurde die Orgel aus dem 17. Jahrhundert von der Apsis über dem Altar auf die Empore im Westen der Kirche verlegt. Die Gewölbe, die Orgel sowie die Verglasungen und Gedenktafeln sind Zeitzeugen vergangener Jahre und werden am Denkmaltag genauer unter die Lupe genommen.

Programm vor Ort am Sonntag

13.00–17.00 Uhr
Die Kirche ist geöffnet.

14.00 Uhr
„Zeitreise durch die Jahrhunderte“ – Führung zu Architektur mit Petra Schulz (Kirchenführerin) und Jürgen Hempel vom Kirchenteam, Dauer ca. 45 min.

15.00 Uhr
Spirituelle Kirchenführung mit Petra Schulz (Kirchenführerin) und Jürgen Hempel vom Kirchenteam, Dauer ca. 45 min.

16.00 Uhr
Informationen zu den Gedenktafeln in der Kirche mit Hans Hermann Janssen.

Spenden zum Erhalt der Kirche sind willkommen.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich, Musik, Essen/Getränke erhältlich

Veranstalterin: Ev. Kirchengemeinde Dortmund-Südwest

Mittelalterliche Steinskulptur im Inneren der Kapel
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hans-Walter Dicke

Hombruch

(17) Margarethenkapelle

An der Margarethenkapelle 1, 44227 Dortmund, Ortsteil: Barop
Haltestellen: An der Palmweide, Fußweg ca. 10 min; Klein-Barop, direkt vor der Kapelle

Die Margarethenkapelle wurde im 13. Jahrhundert erbaut und 1348 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Somit gehört sie zu den ältesten Baudenkmälern im Stadtbezirk Hombruch. Namensgeberin ist die Heilige Margaretha. Bis 1655 war die Kapelle eine Filialkirche der Reinoldikirche zu Dortmund. Erst unter brandenburgischer Herrschaft wurde sie zu einer selbstständigen evangelischen Kirche.

Bis 1829 hatte die Gemeinde nur ein altes, kleines und schlechtes Gebäude aus Mauerwerk, mit steinernem Gewölbe und Strohdach, jedoch ohne Turm. 1830 erfolgte der Umbau der Kapelle mit Errichten des Kirchturms und Einbau neuer Glasfenster. Ab 1925 wurde die Kapelle nach einer Renovierung zunächst als Jugendheim genutzt und später, ab 1948, zu einem Kindergarten umgebaut. 1967 folgte schließlich der Teilrückbau, die Renovierung und Wiederherstellung als Gottesdienstraum, bei der ein mittelalterliches Reliquiendöschen gefunden wurde. Zuletzt wurde in den 1990er-Jahren das Mauerwerk saniert sowie zur Jahrtausendwende der Innenraum aufwendig umgestaltet.

Programm vor Ort am Sonntag

14.00–17.00 Uhr
Die Kapelle ist für Besichtigungen geöffnet. Das Reliquiar aus dem 13. Jahrhundert sowie der Abendmahlkelch von 1524 sind ausgestellt.
Je nach Bedarf werden Führungen zur Baugeschichte mit Fakten und Anekdoten angeboten.
Während der Öffnungszeit Kinderprogramm „Wo ist der Mann mit der Zipfelmütze – Geheimnisse aus Stein“ Eine digitale „Schnitzeljagd“ für Kinder und Jugendliche zum Entdecken geheimnisvoller Figuren und Grabmäler.

Angebot von Kaffee, Getränken und Kuchen. Spenden sind willkommen.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich, kinderfreundlich, Essen/Getränke erhältlich

Veranstalterin: Ev. Kirchengemeinde Dortmund-Südwest

Haus Fido Spröde – Gartenansicht
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Joachim Schumacher

Hombruch

(18) Haus Fido Spröde

Carl-von-Ossietzky Straße 8, 44225 Dortmund, Ortsteil: Brünninghausen
Haltestelle: Gersdorffstraße, Fußweg ca. 3 min; Brünninghausen, Fußweg ca. 7 min; Rombergpark, Fußweg ca. 12 min

Eine noch „junge“ Kulturspur in der Dortmunder Architekturlandschaft lässt sich in und an dem kleinen Einfamilienhaus im Dortmunder Süden finden. Das Haus, gelegen am Waldrand der Bolmke, wurde 1954 erbaut und ist ein Werk des namenhaften Architekten Fido Spröde.
Das eigentlich kleine typische Siedlungswohnhaus, ein Haus wie es Kinder zeichnen würden, besticht zum einen durch seine sehr einfache äußere Form mit einem klar durchdachten und wandelbaren Grundriss und zum anderen durch eine eigenwillig anmutende Verschlossenheit zur Straßenseite.
Vor einigen Jahren hatte das Haus einen extremen Sanierungsstau, demzufolge es vielleicht bald abgerissen worden wäre. Auch aufgrund von vermeintlichen Bergwerksschäden und einer gewissen Form von Verwahrlosung wirkte das Haus sehr baufällig.
Die von der Eigentümerfamilie 2018/19 im Sinne der Suffizienz (Einsparen von Materi-al und Energie) durchgeführte Sanierung des Hauses hat bewusst auf große und umfangreiche Eingriffe verzichtet und diese wurden nur dort vorgenommen, wo sie erforderlich waren. Ein Gebäude, welches schon fast 70 Jahre überstanden hat, steht für die nächsten Jahrzehnte bereit. In diesem Jahr hat das Haus bei einem internationalen Wettbewerb die Auszeichnung „Häuser Award 2022“ unter dem Motto „Umgebaute Häuser“ erhalten.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00 und 13.30 Uhr

Führung durch das Haus und den Garten mit dem Architekten Thomas Schmidt, Dauer ca. 1,5 Std.

Anmeldung erforderlich bis zum 09.09.2022 per Email an: mte1@gmx.de.

Merkmal: Besichtigung vor Ort

Veranstalter: Eigentümer Thomas Schmidt

Torhaus im Rombergpark
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Manfred Scharfenberg, Unna

Hombruch

(19) Botanischer Garten Rombergpark

Am Rombergpark 35a, 44225 Dortmund, Ortsteil: Brünninghausen
Haltestelle: Rombergpark, Fußweg ca. 5 min; Do-Tierpark, Fußweg ca. 10 min

200 Jahre Rombergpark! Gisbert von Romberg hatte von 1818 bis 1822 den berühmten Landschaftsarchitekten M. F. Weyhe aus Düsseldorf für die Gestaltung eines englischen Landschaftsparks mit großem Teich und Lindenallee engagiert. Daher ist 2022 ein Jubiläumsjahr. In den letzten 100 Jahren wurde aus diesem edlen Privatpark ein städtischer Botanischer Garten von Weltruf. Davon zeugt z. B. die Zaunanlage mit den beiden nah beieinander liegenden, restaurierten Toren im Nordwesten, wovon eines einst in den Alten Botanischen Garten, das andere in den Landschaftspark führte.
2011 begaben sich Archäolog*innen auf Kulturspur und entdeckten Relikte des gleichfalls im 19. Jahrhunderts gebauten klassizistischen Schlosses Brünninghausen. Das erhaltene, nach dem Krieg wiederinstandgesetzte „Torhaus“ stammt laut der Inschrift aus dem Jahr 1681. Die Stürme im Frühjahr 2022 haben unter Denkmalschutz stehende Bäume im Rombergpark entwurzelt und Lücken hinterlassen. Welche besonderen Herausforderungen dies für die Gestaltung des Parks mit sich bringen, können Sie am Denkmaltag erfahren.

Am Infostand und bei Kurzführungen erhalten Besucher*innen Einblick in die Entstehung von Park und Schloss, und lernen engagierte Mitglieder des Fördervereins kennen.

Programm vor Ort am Sonntag

10.30–16.30 Uhr
Infostand (Nähe Torhaus) der Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Rombergpark e.V.

11.00, 13.00 und 15.00 Uhr
Kurzführungen zum Thema „200 Jahre Rombergpark“ mit Mechthild Becker, Vorstandsmitglied, und weiteren Mitgliedern des Freundeskreises zur Baugeschichte und/oder Parkgestaltung und Pflanzenkunde des Parks, Treffpunkt: Infostand, Dauer ca. 35 min. Ggf. begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung am Infostand.

Spenden sind willkommen.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich

Veranstalter*innen: Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Rombergpark e.V.