Gebäude

Denkmalbehörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Günther Wertz

Teilnehmende Denkmäler und Programmpunkteim Stadtbezirk Innenstadt-Nord

Karte

Freigelegte Wandinschriften ehemaliger Insass*innen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadtarchiv Dortmund

Innenstadt-Nord

(20) Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Steinstraße 50, 44147 Dortmund, Ortsteil: Innenstadt-Nord
Haltestelle: Hauptbahnhof (direkt am Nordausgang)

1928 wurde ein großes, im Stil der „Neuen Sachlichkeit“ erbautes Polizeigefängnis als Teil des Gebäudekomplexes der „Steinwache“ an der Steinstraße eröffnet. Ab 1933, während des Nationalsozialismus, wurde es zu einem zentralen Verfolgungsort für die gesamte Region. Vor allem die hier verübte Gestapo-Gewalt, aber auch seine Funktion als Durchgangsstation in die Konzentrationslager führten zu trauriger Berühmtheit.

Nachdem 1958 das Gefängnis aufgegeben worden war, wurde das Haus als Obdachlosenunterkunft genutzt. 1987 schließlich beschloss der Rat der Stadt die Nutzung als Gedenkstätte. 1991 wurde das Gebäude in die Denkmalliste der Stadt Dortmund aufgenommen. 1992 wurde die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache eröffnet und erinnert seitdem an unterschiedlichen Facetten der Zeit des Nationalsozialismus in Dortmund.

Trotz erfolgter Umbaumaßnahmen nach 1958 erinnert vieles im Haus an die Gefängnisgeschichte, nicht zuletzt die restauratorisch freigelegten Wandinschriften ehemaliger Insass*innen.

Programm vor Ort am Sonntag

10.00–17.00 Uhr
Die Mahn- und Gedenkstätte ist geöffnet. Der Eintritt ist frei.

11.00, 13.00 und 15.00 Uhr
Einführungen zum Haus und seiner Geschichte durch pädagogische Mitarbeiter*innen der Steinwache, Dauer ca. 1,5 Std., max. 15 P.

Anmeldung erforderlich, während der Öffnungszeiten, unter Tel. 0231 50-25002.

Merkmal: Besichtigung vor Ort

Veranstalterin: Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Außenansicht des Pumpwerks Evinger Bach
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): EGLV / Klaus Baumers

Innenstadt-Nord

(21) Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach

Münsterstraße 272 (Ecke Beethovenstr.), 44145 Dortmund, Ortsteil: Innenstadt-Nord
Haltestelle: Fredenbaum, Fußweg ca. 4 min

Aufgrund bergbaulicher Senkungen floss der Evinger Bach in den 1920er-Jahren nicht mehr richtig ab. Zunächst verhinderten mehrere Behelfspumpwerke das Versumpfen des umliegenden Geländes, bevor 1953 der Bau der heutigen Anlage erfolgte. Das Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach sorgt neben vielen anderen Pumpwerken der Emschergenossenschaft für „trockene Füße“ in der Region.

Die Anlagen leisten eine Ewigkeitsaufgabe, die sich durch die Konsequenzen des Bergbaus ergibt. Der technische Fortschritt erlaubt es inzwischen, die ehemalige Motorenhalle für andere Zwecke zu nutzen. Im Rahmen von Führungen, in denen die technischen Aspekte des Pumpwerks beleuchtet werden, begeben sich die Gruppen auf die Spuren der Geschichte der Anlage.

Zusätzlich finden auf dem Gelände des Werks Live-Kopfhörer-Konzerte für Kinder und Erwachsene der Soundkünstlerin Mirijam Streibl statt. Jung und Alt sind eingeladen, in die „Emscher-Sounds“ einzutauchen.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–16.00 Uhr
Das Gebäude kann frei besichtigt werden.

11.00–15.00 Uhr
Jeweils zur vollen Stunde baugeschichtliche und technische Führungen durch das Pumpwerk Evinger Bach, geführt durch Mitarbeiter*innen der Emschergenossenschaft, Dauer ca. 20–30 min, Treffpunkt: vorderer Eingangsbereich, max. 20 P.

11.45–15.45 Uhr
Stündlich, jeweils Viertel vor, Live-Kopfhörer-Konzerte „Emscher-Sounds“, eine Klangcollage von Mirijam Streibl, Dauer ca. 15 min, Treffpunkt: hinterer Eingangsbereich, max. 30 P.

Lediglich das Konzert ist barrierefrei zu erreichen.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, Musik, kinderfreundlich, Essen/Getränke erhältlich

Veranstalterin: Veranstalterin: Emschergenossenschaft

Bier-LKW der ehem. Dortmunder Union Brauerei
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Brauerei-Museum Dortmund/Rasche

Innenstadt-Nord

(22) Historisches Maschinenhaus der ehem. Hansa-Brauerei (Brauerei-Museum)

Steigerstraße 16, 44145 Dortmund, Ortsteil: Innenstadt-Nord
Haltestellen: Lortzingstraße, Fußweg ca. 6 min; Brunnenstraße, Fußweg ca. 9 min

Im Jahr 1912 ließ die zehn Jahre zuvor gegründete Dortmunder Hansa-Brauerei ein neues Sudhaus und ein neues Maschinenhaus errichten, womit der Architekt und Ingenieur Emil Moog beauftragt wurde. Sud- und Maschinenhaus der Hansa-Brauerei bilden heute das letzte erhaltene bauliche Zeugnis großindustrieller Bierbrauerei in Dortmund aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.
Während das unter Denkmalschutz stehende Sudhaus seit den 1980er-Jahren als
Veranstaltungsraum genutzt wird, war das alte Maschinenhaus bis vor wenigen Jahren noch in Betrieb. Es beherbergte die Energiezentrale der Brauerei, es wurden Dampf- und Kühlmaschinen betrieben. Zuletzt war es Ort der Kohlensäuregewinnung. Das historische Maschinenhaus mit der 1968 angebauten Maschinenhalle wurde zur neuen Heimat des Dortmunder Brauerei-Museums. 1981 bei der Kronen-Brauerei eingerichtet, zog es 2006 auf das Gelände der Dortmunder Actien-Brauerei im Norden der Stadt.

Programm vor Ort am Sonntag

10.00–17.00 Uhr
Das Museum ist geöffnet. Der Eintritt ist frei.

11.00, 12.30 und 14.00 Uhr
Führung durch das Brauerei-Museum Dortmund mit Bezug zu „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“ mit Gästeführer*innen, Dauer ca. 1 Std., Treffpunkt: am Eingangs-bereich.

15.00 Uhr
Öffentliche Führung durch das Brauerei-Museum mit Gästeführer*innen, Dauer ca. 1,5 Std., Treffpunkt: am Eingangsbereich.

Anmeldung erforderlich bis zum 09.09.2022 unter brauereimuseum-dortmund@radeberger-gruppe.de oder Tel. 0231 8400200.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich

Veranstalterin: Veranstalter: Brauerei-Museum Dortmund

Treppenhaus der ehem. Hauptverwaltung
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Peter Kocbeck

Innenstadt-Nord

(23) Hoesch-Museum

Eberhardstr. 12, 44145 Dortmund, Ortsteil: Innenstadt-Nord
Haltestellen: Westfalenhütte, Fußweg ca. 6 min; Borsigplatz, Fußweg ca. 10 min

Die Kulturspuren der Dortmunder Stahlindustrie und somit 160 Jahre Unternehmens- und Sozialgeschichte zeigt das Hoesch-Museum anhand historischer Exponate und moderner Medienstationen. Die Stahlindustrie prägte die Entwicklung des Ruhrgebiets: Großstädte wuchsen, verbanden Lebensgeschichten zu einer gemeinsamen Identität und machten das Revier zu einer der wichtigsten Industrieregionen Europas.

Die Geschichte der Firma Hoesch als Teil der Dortmunder Stadtgeschichte steht im Mittelpunkt der Dauerausstellung. Neben der Hauptverwaltung und dem Portierhaus, welche 1913/14 von dem Dortmunder Architektenduo Steinbach & Lutter entworfen wurden, stehen seit den 1980er-Jahren auch andere Gebäude des ehem. Eisen- und Stahlwerks Hoesch unter Denkmalschutz.

Die aktuelle Sonderausstellung „Johann Hinger. Landschaften“ (04.09.2022–15.01.2023) zeigt gemalte Ruhrgebietsansichten.

Programm vor Ort am Sonntag

10.00–17.00 Uhr

Das Museum ist geöffnet. Der Eintritt ist frei.

11.00 und 14.00 Uhr

Führungen „Tatort Wiederaufbau und Umnutzung“ am Denkmalensemble, bestehend aus der ehem. Hoesch-Hauptverwaltung, dem sog. Albert Hoesch-Haus und dem ehema-ligen Portierhaus I der Westfalenhütte – dem Ort des Hoesch-Museums – mit Besichtigung der denkmalgeschützten Markentafeln im Portierhaus sowie des Treppenhauses der ehem. Hauptverwaltung. Hauptverwaltung und Albert Hoesch-Haus werden heute von thyssen-krupp Steel Europe genutzt. Der für Privatpersonen selten mögliche Zugang zur ehem. Hoesch-Hauptverwaltung wird freundlicherweise ermöglicht durch thyssenkrupp Steel Europe.

Anmeldung erwünscht bis zum 09.09.2022 unter hoesch-museum@web.de oder Tel. 0231 84-45856.

Merkmal: Besichtigung vor Ort

Veranstalter: Hoesch-Museum Dortmund

Loop und „Echt Nordstadt Herz“ im Hoeschpark
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Carsten Hansen, Borsigplatz VerFühruneg

Innenstadt-Nord

(24) Hoeschpark

Kirchderner Str. 35-43, 44145 Dortmund, Ortsteil: Innenstadt-Nord
Haltestellen: Westfalenhütte, Fußweg ca. 7 min; Hoesch-Park, Fußweg ca. 8 min

Der Hoeschpark – ein sehenswertes, grünes Kleinod im Dortmunder Norden. Lauschen Sie den bunten Geschichten von Eseln, Don Oscarez, dem schönen Alfons und der Lie-beswiese! Der Kurpark des Nordens hat schon oft sein Gesicht gewandelt.

Errichtet ab 1937 als Hoesch-“Werkssportanlage“ im Sinne der nationalsozialistischen Volksgemeinschafts-Ideologie und 1941 eingeweiht, wurde der Park nach dem Zweiten Weltkrieg um das Freibad Stockheide ergänzt und erfüllte damit eine wichtige Funktion als Freizeitort für das Quartier Borsigplatz. Dort, wo einst die Gründer des BVB 09 trainierten und spielten, sind heute die Baseballer der Dortmund Wanderers zuhause, ebenso die Football-Spieler der Dortmunder Giants. Kinder spielen und schaukeln, auf den Plätzen wird gekickt. Beeindruckend zu sehen: Die noch immer verbliebenen Tribünen und die Steilkurven der einstigen Radrennbahn.

Im Park und im angrenzenden Wäldchen reden wir über die aktuellen Neuerungen, die der Hoeschpark mit seinen Sehenswürdigkeiten erfahren hat. Anschließend geht es vorbei an den „sieben Zwergen“ in Richtung Hoesch-Museum, wo die launige Tour endet.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00 Uhr

Rundgang mit Annette Kritzler, Borsigplatz VerFührungen, durch den Park und seine Geschichte mit anschließender Kurztour durch das Borsigplatz-Viertel bis zum Hoesch-Museum, Treffpunkt: am Eingang Hoeschpark, Dauer ca. 2 Std.

Anmeldung erforderlich bis zum 09.09.2022 unter info@borsigplatz-verfuehrungen.de oder Tel. 0231 9818860.

Merkmale: Rundgang/Führung im Freien, barrierefrei zugänglich

Veranstalterin: Stadt Dortmund, Denkmalbehörde

Brückenensemble an der Gronaustraße/Oestermärsch
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Peter Kocbeck

Innenstadt-Nord

(25) Historische Eisenbahnbrücken

Treffpunkt: Haltestelle der U44 Geschwister-Scholl-Straße, 44135 Dortmund, Ortsteil: Innenstadt-Nord
Haltestelle: Geschwister-Scholl-Straße, direkt am Treffpunkt

Der Brückenspaziergang zu den über 100 Jahre alten, genieteten Eisenbahn-Stahlbrücken im Dortmunder Norden beginnt an der gemauerten Eisenbahnbrücke über die Weißenburger Straße. In dieser Form wurden Jahrhunderte lang Brücken gebaut, bis der Stahl kam.

Die folgenden Stahlbrücken aus der Gründerzeit der Dortmunder Eisenbahngeschichte stellen einen historischen Querschnitt der Brückentechnik und der technischen Ent-wicklung des Brückenwesens dar. Der Spaziergang endet an der Weißenburger Straße. Auf diesem Areal errichtete der Ingenieur Carl Backhaus im Jahr 1871 die erste reine Brückenbauanstalt in Dortmund. Backhaus warb den jungen Ingenieur Caspar Heinrich Jucho von der Dortmunder Union ab, welcher nach dem Tod von Backhaus die Firma übernahm. Am nördlichen Teil des Geländes ließ sich August Klönne nieder. Hier befand sich über 100 Jahre lang mit den großen Brückenbaufirmen C. H. Jucho und Aug. Klönne die „Hochburg des Deutschen Stahl- und Brückenbaus“!

Programm vor Ort am Sonntag

15.00 Uhr
Führung mit Peter Kocbeck zum Thema „Historische Brücken in Dortmund“ mit dem Schwerpunkt „Genietete Eisenbahnbrücken im Dortmunder Norden“, Treffpunkt: an der Haltestelle Geschwister-Scholl-Straße der U44, Dauer ca. 1,5 Std.
Zum Abschluss erhalten die Teilnehmer*innen eine schriftliche Zusammenfassung der Führung.

Digitales Programm
Film „Stählerne Meisterwerke in Dortmunds Norden“
Ein Beitrag über die genieteten Stahlbrücken in Dortmund mit deren Historie sowie mit Hintergründen und Beschreibungen.

Merkmale: Rundgang/Führung im Freien, barrierefrei zugänglich

Veranstalter: Peter Kocbeck