Gebäude

Denkmalbehörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Günther Wertz

Teilnehmende Denkmäler und Programmpunkte im Stadtbezirk Innenstadt-West

Karte

St. Petri-Nicolai-Gemeinde, Fabian Dreising
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Innenansicht der Ev. St. Nicolai-Kirche

Innenstadt-West

(30) Ev. St. Nicolai-Kirche

Lindemannstraße 72, 44139 Dortmund, Ortsteil: Kreuzviertel
Haltestelle: Kreuzstraße, Fußweg ca. 3 min

Spuren der 1920er-Jahre in Dortmund: Kaum ein anderer Sakralbau erhitzte so die Gemüter der Dortmunder Bürger*innen wie der Bau der Ev. St. Nicolai-Kirche. Auch in der Fachwelt entbrannten kontroverse Diskussionen über die erste Sichtbetonkirche Deutschlands, erbaut zwischen 1927 und 1930.

Geprägt durch klare Geometrien und dem Verzicht auf Zierrat wurde die Kirche von so manchen missbilligend als „Fabrik“ bezeichnet. Neben dem Aufbruch in einen modernen formalen Ausdruck wurde durch die Verwendung von schalungsrauem Beton, Glas und Stahl eine neue Materialität angekündigt. Auch das ursprüngliche Lichtkonzept im Inne-ren sowie das am Abend leuchtende Neonkreuz verdeutlichten neue Wege in der sakralen Architektur und bildet heute ein „Point de Vue“ im Stadtbild.

Das durch die nahezu vollständig verglasten Seitenwände einfallende Tageslicht sorgt für ein beeindruckendes Lichtspiel im Innenraum der Kirche und lässt diesen zu einem wandelbaren und lebendigen Ort werden, dessen Qualitäten es am Denkmaltag zu entdecken gilt.

Programm vor Ort am Sonntag

10.00 Uhr
Gottesdienst

11.00–16.00 Uhr
Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet, musikalische Darbietungen.

Je nach Bedarf
Kirchenführungen mit Mitgliedern der Gemeinde, max. 20 P.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich Musik

Veranstalterin: Ev. St. Petri-Nicolai-Kirchengemeinde

Platanenallee auf dem Südwestfriedhof
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund, Denkmalbehörde: Lucia Reckwitz

Innenstadt-West

(31) Südwestfriedhof – Ein Friedhof für die Lebenden

Große Heimstraße 119, 44137 Dortmund, Ortsteil: Innenstadt-West
Haltestelle: Kreuzstraße, Fußweg ca. 1 min
Veranstalterin: Stadt Dortmund, Denkmalbehörde

Während der Hochindustrialisierung wuchs die Bevölkerung Dortmunds derart rasant an, dass die Friedhöfe bald überfüllt waren. Zur Entlastung von Ost- und Westfriedhof (heute Westpark) legte man daher den Südwestfriedhof an, der am 29. September 1893 feierlich eingeweiht wurde.

Von seinen ursprünglichen baulichen Anlagen kann man heute noch das Verwalterhaus und das Eingangstor mit Einfriedung sehen. Die übrigen Gebäude wurden 1945 bei einem Bombenangriff zerstört und 1956 ersetzt. 1.200 Bäume wurden auf dem Südwestfriedhof gepflanzt. Die aus 60 Bäumen bestehende Platanenallee ist heute im Verzeichnis der Naturdenkmale in Dortmund eingetragen.

Unter Stadtbaurat Hans Strobel wurde schließlich der imposante Ehrenfriedhof im Westen des Friedhofs angelegt und der Südwestfriedhof als Park für das Stadtviertel nutzbar gemacht.

Während unseres Rundgangs erfahren Sie – neben der Geschichte des Südwestfriedhofs –, was Grabsteine über ihre Zeit verraten und welchen Einfluss der kulturelle Wandel in den 1920er-Jahren auf ihre Gestaltung hatte. Dabei sehen wir uns auch das Mausoleum der Familie Cremer (Thier-Brauerei) an.

Programm vor Ort am Samstag

13.00 und 15.00 Uhr
Führung durch den Südwestfriedhof mit Dr. Lucia Reckwitz von der Denkmalbehörde Dortmund, Dauer ca. 1 Std., Treffpunkt: am Eingangsbereich.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich

Veranstalterin: Stadt Dortmund, Denkmalbehörde

Laufradkran am Museumseingang
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kindermuseum Adlerturm, Hannes Woidich

Innenstadt-West

(32) Kindermuseum Adlerturm – Dortmund im Mittelalter

Der Adlerturm, der auf seiner Turmspitze das namengebende Wappentier trägt, wurde Anfang des 14. Jahrhunderts als einer von 14 Wachtürmen an die schon seit 1200 bestehende Stadtmauer gebaut. Zwar handelt es sich bei dem heute obertägig sichtbaren Adlerturm um einen Nachbau, seine bis in 6,50 Meter Tiefe erhaltenen Fundamente und die untertägig sichtbaren Teilstücke der Stadtmauer sind aber originale mittelalterliche Substanz, die in den 1980er- und 90er-Jahren ausgegraben, restauriert und als Bodendenkmal unter Schutz gestellt wurde.

Mit ihrer eindrucksvollen Stadtbefestigung signalisierte die damalige freie Reichs- und Hansestadt Dortmund ihre Wehrhaftigkeit, mit der sie Willens und in der Lage war, ihren Reichtum und ihre Privilegien zu verteidigen.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–17.00 Uhr
Der Adlerturm ist geöffnet.

11.00 und 15.00 Uhr
„Auf den Spuren des Mittelalters!“ Die Führung für Erwachsene dreht sich um die Fra-ge, aus welchen Gründen und auf welche Weise die Stadtmauer um 1200 erbaut und ab dem 14. Jh. um die Wachtürme erweitert wurde. Dauer ca. 1 Std., max. 15 P.

12.30 und 14.30 Uhr
Laufradkran zum Ausprobieren. Wie eine damalige Hebevorrichtung betrieben wur-de, veranschaulicht der rekonstruierte Laufradkran vor dem Museumseingang, max. 15 P.

13.00 Uhr
„Auf Spurensuche im Adlerturm!“
Kinder- und Familienführung mit Bastelangebot. Ein Skelett wurde gefunden! Ist der Adlerturm etwa Tatort eines früheren Verbrechens? Hier ist Detektivarbeit gefragt. Dauer ca. 1,25 Std., max. 15 P.

Anmeldung bis zum 09.09.2022 erwünscht unter Tel. 0231 50-26028 oder info.mkk@stadtdo.de.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, kinderfreundlich

Veranstalter: Kindermuseum Adlerturm

Ausstellung „Impulse – Baukunst der Industriekultur“
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Detlef Podehl

Innenstadt-West

(33) Baukunstarchiv NRW

Ostwall 7, 44135 Dortmund, Ortsteil: Innenstadt-West
Haltestelle: Reinoldikirche, Fußweg ca. 5 min

Das Baukunstarchiv NRW zeigt eine Fülle von Spuren früherer Nutzungen und Umbauten. Vom Oberbergamt über das städtische Kunst- und Gewerbemuseum und das Museum am Ostwall bis heute: Innen und außen lassen sich aus den baulichen Spuren spannende Episoden der Geschichte des Hauses rekonstruieren. Und auch das Material im Archiv zeigt Spuren seiner Entstehungs- und Nutzungsgeschichte. Kommen Sie mit auf Entdeckungsreise!

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–17.00 Uhr
Geöffnet bei freiem Eintritt.

Ausstellung TEHERAN – TEL AVIV Irmel Kamp – Andreas Rost Experiment International Style 1930-1940. Eine fotografische Begegnung
Teheran und Tel Aviv zwischen 1930 und 1940: ein doppelter Aufbruch in die Moderne mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Teheran die große Unbekannte – Tel Aviv die vermarktete „Bauhausstadt“. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigen Fotoserien von Irmel Kamp und Andreas Rost. Das künstlerische Gipfeltreffen stellt die Frage: Wie umgehen mit dem Erbe des „International style“?
12.00, 14.00 und 16.00 Uhr Führungen zur Ausstellung mit Christos Stremmenos, max. 25 P., Treffpunkt: Reinoldi-Lichthof.

Ausstellung „Impulse – Baukunst der Industriekultur“
In der neuen Dauerausstellung im Baukunstarchiv NRW geht es nicht nur um Industriearchitektur, sondern um die Impulse, die von der im Ruhrgebiet omnipräsenten Industrie auf alle Bauaufgaben sowie von der Baukunst auf die Industriearchitektur ausgingen. Anhand von 24 Bautypen – vom Siedlungshaus zum Förderturm, vom Kanal zum Rathaus – wird der enge Zusammenhang zwischen Baukunst und Industriekultur seit der Mitte des 19. Jahrhunderts dargestellt.
Mit jeweils einem Modell, einer Fotografie von Matthias Koch, Texten und historischen Bildern werden verschiedene Facetten dieser Architekturen beleuchtet, die exempla-risch für das Bauen in der Region stehen. Die Ausstellung wurde vom Baukunstarchiv NRW und dem Regionalverband Ruhr zusammen entwickelt.

11.15, 13.15 und 16.15 Uhr
Führungen zur Ausstellung.

12.30 und 15.30 Uhr
Führungen für Kinder mit Dr. Ruth Hanisch oder Prof. Dr. Wolfgang Sonne, max. 15 P., Treffpunkt: oberer Umlauf.

11.00, 13.00 und 15.00 Uhr
Führungen mit Markus Lehrmann, Geschäftsführer der Baukunstarchiv gGmbH oder Prof. Dr. Wolfgang Sonne, Wissenschaftlicher Leiter des Baukunstarchivs NRW.
In seiner knapp 150-jährigen Geschichte hat das Gebäude einen mehrfachen Nutzungswandel vom Verwaltungs- zum Kulturbau vollzogen, der an vielen Spuren im Haus nachvollziehbar ist., max. 15 P., Treffpunkt: Rotunde im unteren Umlauf.

Fotoausstellung ANABWESENHEIT
Die Zeit während des Pandemie-Lockdowns 2020/21 haben viele Kulturschaffende für eigene, oft ungewöhnliche Projekte genutzt. So auch neun Architekurfotograf*innen, die sämtlich Mitglieder des BVAF – Bundesverband Architekturfotografie e.V. sind. Vom Rotlichtviertel über das Ahr-Hochwasser bis hin zum verlassenen Eifelort zeigen sie, wie sie über das Infektionsgeschehen hinaus die An- oder doch eher Abwesenheit von Menschen im Bildraum mit ihren Arbeiten thematisieren.
Die teilnehmenden Fotograf*innen sind: Mario Brand, Annika Feuss, Axel Hausberg, Jörg Hempel, Jens Kirchner, Hans Jürgen Landes, Constantin Meyer, Lukas Roth, Stefan Schilling.

12.00, 14.00 und 16.00 Uhr
Führungen zur Ausstellung, max. 25 P., Treffpunkt Gartensaal.

Für alle Führungen: Dauer ca. 30 min.,
Anmeldung erforderlich (wird bestätigt) bis zum 08.09.2022 unter Tel. 0231 22250150 oder info@baukunstarchiv.nrw.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich, kinderfreundlich

Innenansicht mit Blick auf den Marienaltar des Conrad von Soest (um 1420)
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Im Auftrag der Denkmalbehörde Dortmund: Günther Wertz

Innenstadt-West

(34) Ev. Stadtkirche St. Marien

Kleppingstraße 5, 44135 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Reinoldikirche, Fußweg ca. 2 min
Veranstalterin: Stiftung Kulturgut und Kirchenmusik der Ev. St. Mariengemeinde,Dortmund

St. Marien ist die älteste erhaltene Innenstadtkirche Dortmunds. Sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet und prägte mit ihrer imposanten Zwillingsturmfassade jahrhundertelang das Stadtbild. 1805 wurde der Nordturm wegen Baufälligkeit abgetragen. Hätte der Abriss vermieden werden können? Wie waren die Umstände der Stadt Dortmund zu jener Zeit? Auch die romanischen und gotischen Objekte im Innenraum wurden im Laufe der Jahrhunderte verändert, übermalt, beschnitten, beklebt oder auch „saniert“, nicht immer zum Besseren. Wir wollen gemeinsam diese Spuren entdecken und aus heutigem Verständnis von Denkmalschutz die damaligen Eingriffe in den Blick nehmen.

Programm vor Ort am Sonntag

10.00–11.15 Uhr
Gottesdienst

11.30–15.00 Uhr
Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.

12.00, 13.00 und 14.00 Uhr
Führungen durch die Kirche mit Schwerpunkt zur baugeschichtlichen Entwicklung und Denkmalschutz mit Monika Radtke, Mitarbeiterin der Stiftung und ehem. Kirchenführerin, Dauer ca. 30 min.

12.35 und 13.35 Uhr
Orgelmusik mit Andreas Mross, Dauer ca. 30 min.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich (es ist kein barrierefreies WC vorhanden), Musik

Veranstalterin: Stiftung Kulturgut und Kirchenmusik der Ev. St. Mariengemeinde, Dort-mund

Die neue Mühleisen Orgel in St. Reinoldi
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stephan Schütze

Innenstadt-West

(35) Ev. Stadtkirche St. Reinold

Ostenhellweg 2, 44135 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Reinoldikirche, Fußweg ca. 3 min

Folgen Sie dem diesjährigen Motto der KulturSpur und betrachten Sie Dortmunds zentralstes Wahrzeichen, die Reinoldikirche, mit anderen Augen. Begeben Sie sich auf eine Spurensuche, die vom Beginn der Gotik über den Barock bis hin zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg führt. Details wie Baunähte, Brüche oder Fehlstellen werden lesbar. Wer genau hinsieht findet noch Spuren der Farbfassung an den Säulen sowie Putzreste an den Wänden. Vieles ist weitaus jünger als es aussieht. Unter höchstem künstlerischen Anspruch und handwerklicher Präzision gelang es unter der Leitung des Architekten Herwarth Schulte, den im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirchbau behutsam neu zu interpretieren und zugleich zu bewahren. Der wieder aufgerichtete barocke Turmhelm steht genauso in Einklang mit der historischen Architektur und der mittelalterlichen Ausstattung, wie die bis 1968 gefertigte Farbverglasung von Hans Gottfried von Stockhausen oder der jüngst vollendete Bau der neuen Mühleisen Orgel.

Programm vor Ort am Sonntag

13.00 Uhr–16.30 Uhr

Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.

14.00 und 15.00 Uhr

Führung „Gotik, Barock und Wiederaufbau - Eine Spurensuche“ mit Uwe Schrader, Treffpunkt in der Kirche unter der Hauptorgel.

17.00 Uhr

Festliches Konzert für Bläser und Orgel mit dem Bläserkreis an St. Reinoldi unter Leitung von Sigrid Raschke und Kantor Christian Drengk (Orgel). Werke von Bach, Saint-Saëns und Strauß füllen die Reinoldikirche mit festlichen Klängen. Die neue Orgel erklingt mal sanft und ruhig, mal brausend und majestätisch – sowohl allein als auch im Zusammenspiel mit dem Bläserkreis.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich

Veranstalterin: Ev. Stadtkirche St. Reinoldi Dortmund

Die ehem. Stadtsparkasse(heute Museum für Kunst und Kulturgeschichte), 1968
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund, Denkmalbehörde: Werner Kleffmann

Innenstadt-West

(36) Museum für Kunst und Kulturgeschichte (ehem. Sparkasse)

Hansastraße 3, 44137 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Kampstraße, Fußweg ca. 3 min

Das heutige Gebäude des Museums für Kunst und Kulturgeschichte hat eine wechselvolle Geschichte. Aufgrund der rasanten Entwicklung Dortmunds zur Industriestadt traf der Vorstand der Sparkasse 1921 den Beschluss, ein erstes eigenes Bankgebäude in Dortmund zu errichten. Beauftragt wurde der Architekt Hugo Steinbach. Nachdem die Sparkasse in den 1960er-Jahren ein neues Verwaltungsgebäude bezogen hatte, entspann sich eine engagiert geführte öffentliche Diskussion über Erhalt oder Abbruch des alten Bankgebäudes. 1977 beschloss der Rat, das ins Schloss Cappenberg ausgelagerte Museum für Kunst und Kulturgeschichte in das Gebäude der ehemaligen Sparkasse und damit in die Stadt zurückzuholen. Der Umbau durch die Architekten Lehmann und Partner dauerte fünf Jahre und 1983 war aus der Sparkasse ein Museum geworden. Vom Ursprungsbau sind jene Elemente erhalten, die den Denkmalwert des Gebäudes ausmachen: Fassade und Rotunde.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–18.00 Uhr
Das Museum ist geöffnet. Der Eintritt ist frei.

12.00 Uhr
Führung „Von der Sparkasse zum Museum.“ – Eine Tandemführung mit Jens Stöcker (Direktor des MKK) und Kristina Walker (Immobilienmanagement der Stadt Dortmund). Museumsdirektor und Architektin begeben sich gemeinsam auf die Suche nach Spuren der verschiedenen Bauphasen und den Denkmalwert erhaltener Elemente. Die Führung beleuchtet die Bauphasen und Entwicklungen des Gebäudes an der Hansastraße 3 und zeigt auf, was von der früheren Architektur des ehemaligen Sparkassengebäudes noch zu sehen ist. Daneben wird thematisiert, inwieweit das erste Museumskonzept noch erkennbar ist und wie das Museum in seine Zukunft schaut. Treffpunkt: Platz von Amiens, am „Chip“, Dauer ca. 45 min.

Anmeldung erforderlich unter Tel. (0231) 50 260 28 oder info.mkk@stadtdo.de bis 09.09.2022 (bis 11.00 Uhr).

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich

Veranstalter: Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Außenansicht Ev. Stadtkirche St. Petri
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Rüdiger Glahs

Innenstadt-West

(37) Ev. Stadtkirche St. Petri

Petrikirchhof, 44137 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Kampstraße, Fußweg ca. 3 min; Hauptbahnhof, Fußweg ca. 4 min

Von den vier mittelalterlichen Stadtkirchen liegt St. Petri im Westteil der Dortmunder Innenstadt. Sie wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts (1322) als gotische Hallenkirche erbaut, die heute – trotz bewegter Geschichte mit vielen Zerstörungen – in ihrem ursprünglichen Baustil wiederhergestellt ist. Aus der Entstehungszeit ist allerdings kaum etwas erhalten. Erdbeben, Stürme und Blitzeinschläge haben im Laufe der Geschichte immer wieder Schäden an Turm und Mittelschiff verursacht.

Bei dem Luftangriff auf Dortmund am 23. Mai 1943 wurde St. Petri sogar bis auf ihre Grundmauern zerstört. Zwischen 1954 und 1966 erfolgte der Wiederaufbau. Doch komplett und Teil der Dortmunder Stadtsilhouette ist die Stadtkirche erst seit 1981 mit dem Aufsatz eines neuen Turmhelms. 2019 erhielt dieser eine dünne Schutzschicht mit Schlämmputz. Zurzeit wird die Stadtkirche innen saniert.

Programm vor Ort am Sonntag

14.00 und 16.00 Uhr

Führungen „Der Turm der Petrikirche – Höhen und Tiefen“ mit Kirchenführerinnen

der Ev. Stadtkirche St. Petri. Sie erfahren etwas aus der Baugeschichte des Turms, die Teil der Stadtgeschichte Dortmunds ist. Zudem diskutieren wir die Funktion von Stadtkirchen. Neugierigen geben wir gern einen Einblick in die Innensanierung der Petrikirche, Dauer ca. 1 Std., Treffpunkt: am Turmeingang.

Merkmal: Besichtigung vor Ort

Veranstalterin: Ev. Stadtkirche St. Petri

Luftbild mit den Türmen der vier Innenstadtkirchen, 2022
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund: Vermessung- und Katasteramt, Juni 2022

Innenstadt-West

(38) Von Turm zu Turm – detektivische Spuren suchen an den Innenstadtkirchen (für Kinder)

Treffpunkt: Ev. Stadtkirche St. Petri, Westenhellweg 75, 44137 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Kampstraße, Fußweg, ca. 3 min, Hauptbahnhof, Fußweg ca. 4 min

Besondere Baudenkmale gibt es in fast allen Dortmunder Stadtteilen zu entdecken. In der City lassen sich jedoch ganz besondere Zeugnisse der Dortmunder Baukultur aufspüren, zu denen die vier Innenstadtkirchen St. Petri, Propsteikirche, St. Reinoldi und St. Marien zählen. Diese kulturgeschichtlich besonderen Gebäude prägten schon das mittelalterliche Dortmund. Mit dem Bau der Kirchen wurde im frühen 12. Jahrhundert begonnen und bis heute erfolg(t)en immer wieder Veränderungen. In diesen vier Kirchen finden wir Spuren des Mittelalters und der Moderne, aber auch der Gegenwart. Diese wollen wir mit Kindern am Tag des offenen Denkmals spielerisch entdecken.

Innerhalb einer StadtPilgerTour besichtigen wir St. Petri, Propsteikirche, St. Reinoldi und St. Marien. Hier werden die Kinder zu kleinen Forscher*innen. Detektivische Spurensuche inklusive Befragung besonderer Menschen ermöglichen es, die Kirchenbauten genau zu ergründen. Hierfür gehen wir auch hoch hinauf, tief hinab und suchen besondere Plätze auf. So entschlüsseln wir die Geheimnisse der Bauwerke und kommen vergangenen Ereignissen auf die Spur. Darüber hinaus erfahren die Kinder etwas über die Veränderungen der vier Kirchen im Laufe ihrer Geschichte.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00 und 14.00 Uhr

StadtPilgerTour und Denkmalpflege für Kinder mit Dr. Johanna Beate Lohff (StadtPilgerTouren, Ev. Kirchenkreis Dortmund) und Ralf Herbrich (Leiter der Denkmalbehörde der Stadt Dortmund). Dauer: ca. 2 Std., Treffpunkt: Pilgermuschel an der Kirche St. Petri, max. 10 Kinder zwischen dem 6. und 8. Lebensjahr und jeweils ein Erwachsener.

Anmeldung erforderlich bei der Denkmalbehörde unter Tel. 0231 50-27106 vom 29.08. bis 09.09.2022 (bis 11.00 Uhr).

Merkmal: Besichtigung vor Ort, kinderfreundlich

Veranstalter*innen: Stadt Dortmund, Denkmalbehörde und StadtPilgerTouren, Ev. Kirchenkreis Dortmund

Stadtansicht – Turm von St. Reinoldi und St. Marien
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stephan Schütze

Innenstadt-West

(39) Route Mittelalter Ruhr: In der Dortmunder Innenstadt

Treffpunkt: Ev. Stadtkirche St. Petri, Westenhellweg 75, 44137 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Kampstraße, Fußweg, ca. 3 min; Hauptbahnhof, Fußweg ca. 4 min

Die reiche mittelalterliche Geschichte der freien Reichsstadt und Hansestadt Dortmund ist in der heutigen Innenstadt zunächst allein in den vier Innenstadtkirchen bezeugt. Sie tragen die Überlieferung als Bauten mit ihren Ausstattungen, die bis in das Mittelalter zurückreichen. Doch zugleich finden sich „unter den Sohlen der Erinnerung“ in der gesamten Innenstadt Strukturen, die auf die mittelalterliche Stadt zurückgehen: der Wallring, der auf der niedergelegten Stadtmauer verläuft, der Hellweg, der Markt, der Predigtplatz der Dominikaner und vieles mehr.

Der Stadtspaziergang „liest“ die mittelalterlichen Spuren in der heutigen Stadt und stellt zugleich das im Aufbau befindliche Projekt der „Route Mittelalter Ruhr“ vor.

Programm vor Ort am Sonntag

12.00 Uhr

Stadtspaziergang in der Dortmunder Innenstadt mit Prof. Dr. Barbara Welzel und Team, Dauer ca. 1,5 bis 2 Std, Treffpunkt: Pilgermuschel an der Kirche St. Petri.

Veranstalterin: Technische Universität Dortmund, Seminar für Kunst und Kunstwissen-schaft, Prof. Dr. Barbara Welzel und Team

Merkmale: Besichtigung vor Ort, Rundgang/Führung im Freien

Ansicht des Gebäudes von der Hövelstraße
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Im Auftrag der Denkmalbehörde Dortmund: Günther Wertz

Innenstadt-West

(40) Ehem. Gesundheitshaus

Hövelstraße 8, 44137 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Stadtgarten, Fußweg ca. 5 min

Am 24. September 2019 wurde die denkmalrechtliche Erlaubnis zur Sanierung, Restau-rierung und Umnutzung des ehemaligen Gesundheitshauses erteilt. Seither laufen die Arbeiten an dem zwischen 1956 und 1961 in zwei Bauabschnitten errichteten multifunktionalen Baudenkmal. Der Architekt des Gesundheitshauses war Will Schwarz (1907–1992), der mit seinen Arbeiten nachhaltigen Einfluss auf den 1950er-Jahre Architektur nahm. Er gilt als der wichtigste Architekt Dortmunds in der Nachkriegszeit, der unter anderem auch für den Fernsehturm „Florian“, das Park-Café im Westfalen-park (s. Programmpunkt 28) und das Autohaus am Westfalendamm 106/108 verantwortlich zeichnete.

Schwarz plante das Gesundheitshaus vom Großen bis ins kleinste Detail. Die Gestaltung der Innenräume, der Oberflächen, die Terrazzoböden im Haupttreppenhaus, die Treppenhäuser mit den Geländern und die Gestaltung der Fassaden bilden eine außergewöhnliche künstlerische Einheit.

Die Multifunktionalität wird das ehemalige Gesundheitshaus mit der Umnutzung beibe-halten. So zieht in die beiden Baukörper entlang der Hövelstraße ein Hotel ein. Da, wo sich früher die Mütterberatung befand, wird eine Kindertagesstätte etabliert werden. Man wird aber auch Wohnen, Büros und andere Dienstleistungen finden.

Programm vor Ort am Samstag

11.00 und 13.00 Uhr

Führung durch einen Teilbereich des ehem. Gesundheitshauses mit Michael Holtkötter (Denkmalbehörde Dortmund) sowie einer Vertreter*in des Investors, Dauer ca. 1,5 Std., Treffpunkt: am Haupteingang Hövelstraße.

Anmeldung erforderlich bei der Denkmalbehörde unter Tel. 0231 50-27106 vom 29.08. bis 09.09.2022 (bis 11.00 Uhr).

Merkmal: Besichtigung vor Ort

Außenansicht Ehem. Dresdner Bank/West LB
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Peter Schäfer

Innenstadt-West

(41) Ehem. Dresdner Bank

Kampstraße 47, 44137 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Kampstraße, Fußweg ca. 2 min; Hauptbahnhof, Fußweg ca. 4 min

Der Gebäudekomplex an der Kampstraße 45–47 steht sinnbildlich für die jüngeren bau-kulturellen Spuren in der Dortmunder Denkmallandschaft. Eines der imposantesten Gebäude der Innenstadt wurde ursprünglich von der Dresdner Bank und der Westdeut-schen Landesbank in Auftrag gegeben und gemeinsam genutzt.
Der futuristische Entwurf stammt von dem bedeutenden Architekten Harald Deilmann und stellt einen Meilenstein der 1970er-Jahre-Architektur dar. Als 1975 mit dem Bau begonnen wurde, lag dieser Bereich der Innenstadt kriegsbedingt noch weitgehend brach. Nach Fertigstellung im Jahr 1978 verlieh der Bankenkomplex der Kampstraße zunächst neuen Glanz. Besonders die Gebäudefassade, bestehend aus weiß eingefärbten vorgehängten Sichtbeton, die mit den braun bedampften Sonnenschutzfensterbändern kontrastiert, sorgte für einen starken Gegensatz zum städtebaulichen Umfeld.
Nachdem bauliche Großstrukturen bzw. „städtebauliche Riesen“ im Lauf der Zeit in die Kritik geraten waren, entdeckte man zuletzt wieder die besondere Qualität dieser Bauwerke, so dass der gesamte Komplex schließlich 2011 unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Programm vor Ort am Samstag

13.00 und 14.00 Uhr
Baugeschichtliche Führungen mit Frank Scheidemann M.A., Mitarbeiter der VHS und Kunsthistoriker, Dauer ca. 45 min., VHS-Nr.:
13.00 Uhr: 22- 60000
14.00 Uhr: 22-60001

15.00 Uhr
Vortrag über die 1970er-Jahre-Architektur, Dauer ca. 1 Std., VHS-Nr.: 22-60002

Anmeldung erforderlich unter www.vhs.dortmund.de.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich

Dortmunder U Schriftzug
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Roland Baege

Innenstadt-West

(42) Dortmunder U

Leonie-Reygers-Terrasse 1,44137 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Hauptbahnhof, Fußweg ca. 7 min

Das Dortmunder U prägt nicht nur die Silhouette der Stadt Dortmund, sondern ist zugleich eindrucksvolles Zeichen des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Das Gebäude der ehemaligen Union-Brauerei, 1926/27 als industrielle Braustätte nach den Plänen des Ingenieurs Emil Hoog erbaut, hat sich inzwischen als zeitgenössisches Kulturzentrum einen Namen gemacht.

Seit 2010 findet man im Dortmunder U mit dem Museum Ostwall, der UZWEI, dem HMKV sowie der FH und der TU die unterschiedlichsten Institutionen. Hierdurch finden Kunst, Bildung, Forschung und Kreativität gleichermaßen eine neue Heimat und ergänzen sich in ihren vielschichtigen Bereichen. Trotz erheblicher Veränderungen, bedingt durch die neue Nutzung, lassen sich in dem 70 Meter hohen Gebäude noch viele Spuren des einstigen Stammsitzes der Union-Brauerei finden, die es am Denkmaltag zu erforschen gilt.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–18.00 Uhr
Das U ist geöffnet. Der Eintritt ist frei.

11.00–17.00 Uhr
Jeweils zur vollen Stunde:
Führungen zur baugeschichtlichen Entwicklung des Dortmunder U. Ursprünglich errichtet als Kellerhochhaus, ist es heute, ausgezeichnet als Europäische Kulturmarke, ein wichtiges Sinnbild für den gelungenen Strukturwandel mit erheblicher Strahlkraft. Geführt durch meineHeimat.ruhr, max. 12 P.

Anmeldung erwünscht bis zum 09.09.2022 unter info@dortmunder-u.de.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich

Veranstalter: Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität

Hauptgebäude des Union Gewerbehofs
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dorothee Schmülling

Innenstadt-West

(43) Union Gewerbehof

Huckarder Straße 10-12, 44147 Dortmund, Ortsteil: Unionviertel
Haltestelle: Ofenstraße, Fußweg ca. 2 min

Der Union Gewerbehof, heute ein Standort der Kreativwirtschaft, ist die ehem. Technische Versuchsanstalt des Stahlwerks Union und somit eines der wenigen baulichen Überreste der einst riesigen Werksanlagen. Zuvor, im ausgehenden 19. Jahrhundert, war an dieser Stelle die letzte Brauerei stadtauswärts an der Rheinischen Straße. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Brauereistandort an dieser Stelle aufgegeben. Außer dem Wohnhaus der Brauereifamilie und Resten des Braukellers hat die Brauerei keine Spuren hinterlassen.

In unmittelbarer Nachbarschaft wurde 1916–1920 die neue Verwaltung des Montanwerks der Dortmunder Union gebaut (siehe Programmpunkt 44) und deshalb breitete sich auch das Stahlwerk auf dem Standort der Brauerei aus. Mit Beginn der Stahlkrise Mitte der 1980er-Jahre wurde die große Walzstraße geschlossen und viele Menschen in Dortmund verloren ihre Arbeit. Um neue Arbeitsplätze zu schaffen, wurden in der ehe-maligen Versuchsanstalt Ideen für neue gewerbliche Nutzungen entwickelt. Dazu mussten die Gebäude den neuen Bedürfnissen angepasst werden. Anstelle eines Abrisses entstanden in den alten Gemäuern mit ihren Laboren Büros und Ateliers. Der Charakter der alten Gebäude blieb dabei erhalten.

Programm vor Ort am Samstag

15.30 Uhr
Rundgang „Neue gewerbliche Nutzungen in alten Gebäuden“ mit Hans-Gerd Nottenbohm, Mitgründer und Geschäftsführer des Union Gewerbehofs, der die Chancen und Grenzen neuer Nutzungen in alten Gebäuden an verschieden Stellen der Gebäude verdeutlicht. Treffpunkt: am Toreingang zum Hof, Dauer ca. 1 Std. (siehe auch Programmpunkt 44)

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–16.00 Uhr
Flohmarkt

15.30 Uhr
Rundgang „Neue gewerbliche Nutzungen in alten Gebäuden“ mit Hans-Gerd Nottenbohm (s.o.),
Treffpunkt: am Toreingang zum Hof, Dauer ca. 1 Std.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, Essen/Getränke erhältlich

Veranstalter: Union Gewerbehof für umwelt- und sozialverträgliche Techniken GmbH

Die ehem. Hauptverwaltung der Union-Hüttenwerke
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund, Denkmalbehörde: Hendrik Gödecker

Innenstadt-West

(44) Westliches Unionviertel mit Verwaltungsgebäude der ehem. Union-Hüttenwerke

Treffpunkt: Rheinische Straße 108, 44137 Dortmund, Ortsteil: Innenstadt-West
Haltestelle: Heinrichstraße, direkt vor dem Gebäude

Westlich der Dorstfelder Brücke liegt ein etwa ein Kilometer langes und 250 Meter breites Stadtquartier, das westliche Unionviertel. Der historische Baubestand aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist weitgehend erhalten geblieben. Grund dafür ist die Insellage zwischen Bahngleisen und dem Werksgelände der Dortmunder Union-Hüttenwerke. Trotz seiner Nähe zum Stadtzentrum hat das Gebiet deshalb ein Schattendasein gefristet.

Die Rheinische Straße ist die zentrale Straße des Quartiers und wird von einer kleinteiligen Blockrandbebauung aus der Zeit um 1900 gefasst. Mittelpunkt der Rheinischen Straße und das wichtigste Gebäude des Viertels ist die ehemalige Hauptverwaltung der Unionwerke aus den Jahren 1916–21. Mit den Formen herrschaftlicher Architektur schufen die Architekten D. und K. Schulze einen Unternehmenssitz, der die Bedeutung und Macht der Stahlindustrie in den öffentlichen Raum hinein repräsentieren sollte.
Das Werksgelände war 150 Jahre lang Standort der Stahlindustrie, deren Geschichte hier erst 2015 endete. Seitdem ist die Industriebrache in den Fokus der Dortmunder Stadtentwicklung gerückt. Unter dem Namen „Smart Rhino“ soll die Fläche in den nächsten Jahren bebaut werden. Damit endet die Insellage des Altbauviertels. Auch die ehemalige Union- Hauptverwaltung, die seit Jahren leer steht, soll wieder genutzt werden.

Programm vor Ort am Samstag

10.00 und 13.00 Uhr
Bei einem Stadtspaziergang soll das historische Viertel erkundet werden. Höhepunkt der Tour ist ein Besuch der denkmalgeschützten Innenräume der ehemaligen Unionhauptverwaltung. Mit Hendrik Gödecker, zuständig für städtebaulichen Denkmalschutz bei der Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, Dauer ca. 2 Std.

Anmeldung erforderlich bei der Denkmalbehörde unter Tel. 0231 50-27106 vom 29.08. bis 09.09.2022 (bis 11.00 Uhr).

Merkmale: Besichtigung vor Ort, Rundgang/Führung im Freien

Veranstalterin: Stadt Dortmund, Denkmalbehörde

Denkmal zur Erinnerung an ein Bergwerksunglück von 1925
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Peter Fuchs

Innenstadt-West

(45) Alter Friedhof Dorstfeld

Siepenmühle 24, 44149 Dortmund, Ortsteil: Dorstfeld
Treffpunkt: Bürgerhaus „Pulsschlag“, Vogelpothsweg 15, 44149 Dortmund
Haltestellen: Oberbank, Sengsbank und Dorstfeld-Süd, Fußweg jeweils ca. 2-4 min

Zwischen der S-Bahn-Linie und der ehemaligen Zeche Dorstfeld Schacht 2/3 in Oberdorstfeld, parallel zur Wittener Straße, liegt der alte, parkähnlich angelegte Friedhof. Im südlichen Teil steht das von dem Dortmunder Bildhauer Friedrich Bagdons entworfene Ehren- und Grabmal für 47 Kumpel der Zeche Dorstfeld 5/6, die durch eine Explosion in der Sprengstoffkammer 1925 ums Leben kamen.
Im nördlichen Teil befindet sich der jüdische Friedhof, der bereits Mitte des 19. Jahrhunderts belegt wurde. Direkt daneben, auf dem sogenannten Bauernfriedhof, schließen sich zahlreiche imposante Gräber von alteingesessenen Dorstfelder Familien seit dem 17. Jahrhundert an – darunter Honoratioren, Schriftsteller und Lokalgrößen wie die Familie Schulte-Witten.
Die Führungen durch die heutige Parkanlage geben Einblicke in historische Begebenheiten des Ortes.

Programm vor Ort am Sonntag

12.00 und 15.00 Uhr
Führungen durch Mitglieder des Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorstfeld e. V. zum Thema KulturSpur „Der alte Dorstfelder Friedhof“ mit den Schwerpunkten „Denkmal der Toten des Grubenunglücks von 1925 – Jüdischer Friedhof – Bauernfriedhof“, max. 15 P.

Anmeldung erforderlich unter voh@dorstfeld.com bis 07.09.2022.

Merkmale: Rundgang/Führung im Freien, barrierefrei zugänglich

Veranstalter: Verein für Orts- und Heimatkunde Dorstfeld e. V.

Bürgerhaus „Pulsschlag während der Bauarbeiten im Mai 2022
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Wilhelm Schulte-Coerne

Innenstadt-West

(46) Waschkaue der ehem. Zeche Dorstfeld (Bürgerhaus „Pulsschlag“)

Vogelpothsweg 15, 44149 Dortmund, Ortsteil: Dorstfeld
Haltestellen: Oberbank, Sengsbank und Dorstfeld-Süd, Fußweg jeweils ca. 2–4 min

Ab 1852 wurde in Dorstfeld Kohle gefördert. Für ein Jahrhundert bestimmten drei Schachtanlagen zur Förderung von Steinkohle den Takt des Lebens in Dorstfeld. 1950 arbeiteten 65 % aller Beschäftigten in Dorstfeld auf der Zeche, als Kumpel unter Tage, in den Kokereien oder in der Verwaltung. Absatzkrisen und auch strukturelle Gegebenheiten führten dazu, dass die Kohleförderung in Dorstfeld im Jahr 1963 eingestellt wurde. Der Großteil der Zechengebäude wurde abgerissen. Einige Gebäude „überlebten“ jedoch und erfuhren eine neue Nutzung.

Die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Waschkaue von Schacht 2/3 wird aktuell in ein Bürgerhaus umgebaut. Betreiber wird die von den Dorstfeldern in Gemeinschaft getragene Bürgerhaus-Genossenschaft sein. Bei den Bauarbeiten stieß man immer wieder auf Spuren früherer „Kultur“-Techniken zur Kohleförderung. Gewaltige Fundamente, unterirdische, ausgemauerte Gänge, Eisenträgerkonstruktionen, all das spiegelt das hohe technische Können in den Gründerzeiten wider.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–17.00 Uhr
Das vor der Fertigstellung stehende Bürgerhaus und Jugendzentrum „Pulsschlag“ ist für Besichtigungen geöffnet.

Zu jeder vollen Stunde:
Führungen durch das Gebäude mit Hinweisen auf die Spuren der Kultur, durchgeführt durch Mitglieder der Dorstfelder Bürgerhaus-Genossenschaft eG.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich, kinderfreundlich, Essen/Getränke erhältlich

Veranstalter*innen: Dorstfelder Bürgerhaus Genossenschaft eG gemeinsam mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde Dorstfeld e.V.

Zechensiedlung Oberdorstfeld ca. 2020
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Peter Fuchs

Innenstadt-West

(47) Werkssiedlung Oberdorstfeld

Wittener Straße, 44149 Dortmund, Ortsteil: Dorstfeld
Treffpunkt: Bürgerhaus „Pulsschlag“, Vogelpothsweg 15, 44149 Dortmund
Haltestellen: Oberbank, Sengsbank und Dorstfeld-Süd, Fußweg jeweils ca. 2–4 min

Liebevoll gepflegte Häuser und Gärten prägen die mit knapp 500 Gebäuden größte denkmalgeschützte Siedlung von Dortmund. Gefördert mit öffentlichen Mitteln sanieren viele Anwohner*innen ihre Häuser nach historischen Vorlagen und stoßen dabei oftmals auf die Spuren der Vergangenheit. Flaschen, merkwürdige Geräte und Bunkerreste erzählen vom Leben in der Kolonie. Aber es gibt auch Schauplätze historischer Begebenheiten und Kriminalfälle in der über hundertjährigen Geschichte. Renovierungsarbeiten in und an den Häusern bringen interessante Details der ursprünglichen Gestaltung, aber auch die Ergebnisse unglücklicher Veränderungen an den Tag. Heutige Bewohner*innen berichten davon bei einer Führung durch die Siedlung.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–17.00 Uhr
Infostand der Interessengemeinschaft Zechensiedlung Oberdorstfeld am Bürgerhaus „Pulsschlag“.

11.30, 13.30 und 15.30 Uhr
Führungen „Tatort Zechensiedlung – Ereignisse der älteren und jüngeren Zeit“ mit dem Schwerpunkt „Historische Ereignisse und Fundstücke“, Dauer ca. 45 min, max. 20 P., aufgeteilt in zwei Gruppen.

13.15 und 15.15 Uhr
Kinderprogramm „Das Geheimnis der Zechensiedlung“. Auf den Spuren von Sherlock Holmes und Doktor Watson werden in der Siedlung Indizien gesammelt, um den beiden Kriminalisten beim Lösen eines geheimnisvollen Falles zu helfen, max. 10 Kinder ab 8 Jahren, Dauer ca. 60 min.

Für alle Führungen:
Treffpunkt am Bürgerhaus „Pulsschlag“, Vogelpothsweg 15, 44149 Dortmund.

Anmeldung erforderlich bis zum 07.09.2022 unter info@siedlung-oberdorstfeld.de.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich, kinderfreundlich, Essen/Getränke erhältlich