Dortmund überrascht. Dich.
Rotunde

Denkmalbehörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Joana Maibach

(2) Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Ein Mann trägt eine VR-Brille inmitten des Museums für Kunst und Kulturgeschichte

Kunst im virtuellen Raum.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): viality.de

Hansastraße 3, 44137 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Kampstraße, Fußweg, ca. 3 min

Das Gebäude des heutigen Museums für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) ist in den 1920er-Jahren als Stadtsparkasse errichtet worden, entworfen von Hugo Steinbach im Stil des Art Déco.

Ganz im Sinne des Mottos "Sein & Schein" präsentiert das Museum aktuell eine virtuelle Rekonstruktion des verschollenen Gips-Modells eines "Mahnmals für die Toten des Krieges" des Künstlers Benno Elkan (geb. 1877). Der aus Dortmund stammende jüdische Künstler kann ab 1935 im nationalsozialistischen Deutschland seinen Beruf nicht mehr ausüben und emigriert nach London. Dort wird sein Haus bei deutschen Bombenangriffen zerstört. Hier kommt ihm die Idee zu dem Mahnmal, das allerdings nie verwirklicht werden sollte. Nach seinem Tod 1960 gehört das Gipsmodell zu seinem unverkäuflichen Nachlass und gilt heute als verschollen. 2016 stehen am Anfang eines zweiten kreativen Prozesses, diesmal IT-gestützt, sieben Schwarz-Weiß-Fotos dieses Modells, ohne Maßstäbe, ohne technische Angaben, mit kaum unterschiedlichen Perspektiven. Beryn Hammil, die Enkelin des Künstlers, hat sie im schriftlichen Nachlass ihres Großvaters gefunden, der ihr 2008 übergeben worden ist. Seit Elkans 60. Todestag am 10. Januar 2020 werden die Installationen im MKK und hinter dem U-Turm an der Benno-Elkan-Allee auf Dauer für die Öffentlichkeit präsentiert.

Infos und App dazu: www.benno-elkan.de

Veranstalter*innen:

Museum für Kunst und Kulturgeschichte / Stadt Dortmund, Denkmalbehörde

Programm am 12.09.2021

Besichtigung vor Ort, digitales Angebot, barrierefrei zugänglich.

Programm vor Ort

11.00 - 18.00 Uhr
Das Museum ist geöffnet. Der Eintritt ist frei.

11.00 und 14.30 Uhr
Führungen zum "virtuellen" Mahnmal und über Benno Elkan, Dauer ca. 90 min, Treffpunkt im Foyer.
Begrenzte Zahl der Teilnehmenden; Anmeldung erforderlich unter info.mkk@stadtdo.de bis 10.09.2021 (bis 11.00 Uhr).

17.30 Uhr

Zentrale Abschlussveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals

Begrüßung: Dr. Jens Stöcker, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte

Podiumsgespräch Lokal und regional betrachtet: Sein & Schein in Architektur und Denkmalpflege mit V.-Prof. Dr. Alexandra Apfelbaum, Architektur- und Kunsthistorikerin, Richard Schmalöer, Dipl.-Ing. Architekt BDA und Stadtplaner, Philipp Valente, Architekt, Stadtrat Ludger Wilde, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen der Stadt Dortmund.

Menschen, die sich mit unserer gebauten Welt beschäftigen und diese gestalten, setzen sich immer wieder mit Fragen nach Original, Täuschung, Retusche und Rekonstruktion auseinander. Nachahmung der Natur, Sinnestäuschungen im Dekor und visuelle Erweiterungen der Architektur waren und sind Themen, mit denen sich Architekt:innen, Architekturhistoriker:innen und Denkmalpfleger:innen beschäftigen. Beim Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz kommt die Frage nach dem Erhalt beziehungsweise nach der Wiederfreilegung historischer Spuren hinzu. Mit welchen Argumenten wird Erhalt, Instandsetzung, Wiederaufbau oder (Total-/ Teil-)Rekonstruktion befürwortet oder abgelehnt? Wie viel Sein ist möglich und wie viel Schein ist nötig angesichts der Ansprüche aktueller Stadtplanung, Eigentümererwartungen und dem Wunsch nach historischer Authentizität?

Moderation: Susanne Abeck, abeck | büro für geschichtskommunikation
Musikalische Begleitung: "Masterclass Ensemble" der Glen Buschmann Jazz Akademie Dortmund u. L. von Uwe Plath.

Podcast: Zentrale Abschlussveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals