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Luftaufnahme des Bauernhofs Eickhoffs

Denkmalbehörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Henning Eickhoff

(9) Bauernhof Eickhoff

Treffpunkt: Am Kapellenufer 66, 44289 Dortmund, Ortsteil: Sölde
Haltestellen: Nathmerichstraße, Fußweg ca. 6 min; Im Hilger, Fußweg ca. 11 min, Do-Sölde Bf, Fußweg ca. 12 min

Das traufständige, typisch westfälische Bauern-Fachwerkhaus mit seiner Sandsteinplatten-Zuwegung, den großen Linden vor dem Eingang, den aus Backstein bestehenden anliegenden, umfangreichen Wirtschaftsbauten und Umzäunung des gesamten Anwesens scheinen auf den ersten Blick die letzten Jahrhunderte unbeschadet überstanden zu haben. Sie sind das äußere Anzeichen eines der über Jahrhunderte größten Bauernhöfe Söldes einschließlich dazugehörigen Waldbesitzes und langjährigen Mittelpunkts der selbstständigen politischen Gemeinde Sölde in der Zeit von 1885 - 1919, als der Hofbesitzer Carl Eickhoff gleichzeitig auch ehrenamtlicher Gemeindevorsteher war.

Zu besichtigen sind das durch einige Umbauten veränderte Wohnhaus aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts, die zwischen 1880 - 1898 entstandenen Backsteinbauten (Backhaus mit Speicher, Kuhstall, Scheune) und eine Speditionslagerhalle aus den 1970er-Jahren.

Veranstalter*innen:

Stiftung "Natur in Kultur, für Sölde" und Sölder Geschichts-Stammtisch

Programm am 12.09.2021

Besichtigung vor Ort.

Programm vor Ort

11.00 und 16.00 Uhr

Führungen zur (Bau-)Geschichte des Hofes im Kontext der Ortsgeschichte, mit Uwe M. Lang (Stiftung "Natur in Kultur, für Sölde") und der Eigentümerfamilie. Dauer ca. je 1-1,5 h, Treffpunkt am Eingang zum Wohnhaus.

Anhand der Innenausstattung mancher Räume des Hofes wird die Entwicklung und Diskrepanz zwischen bäuerlich-bodenständigem Schein und heutigem Da-Sein verdeutlicht. Die teilweise immer noch großen Agrar- und Waldflächen sowie die Wohn- und Wirtschaftsgebäude werden meist an andere verpachtet bzw. vermietet, so dass der ursprüngliche Zusammenhang zwischen Tradition, Eigentum, Produktion, Lebensunterhalt und Mitmenschen in unserem modernen Alltag zunehmend verloren zu gehen scheint.