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"Dortmund Huckarde"

Denkmalbehörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Denkmalbehörde, historische Postkarte

(21) Kirchhof Huckarde - Mehr Sein als Schein

Treffpunkt: Kath. Kirche St. Urbanus, Kirchplatz, 44369 Dortmund, Ortsteil: Huckarde
Haltestellen: Huckarde Abzw., Fußweg ca. 4 min; Roßbachstraße, Fußweg ca. 3 min

Am ruhigen Kirchhof von St. Urbanus vermutet heute niemand mehr das ehemals belebte Dorfzentrum Huckardes. Doch Kirchhof und Kirche waren vor der Industrialisierung städtebauliches und gesellschaftliches Zentrum eines Dorfes. In Huckarde befanden sich neben der Kirche und dem umliegenden Friedhof das Pfarrhaus, die Schule und ein Schandpfahl. Das gesamte gesellschaftliche Leben des Dorfes spielte sich hier ab.

Die Industrialisierung veränderte dieses idyllische Dorfleben und damit auch den Kirchhof: Ab 1869 förderte die Zeche Hansa Kohle. Sie wurde ab 1890 von dem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung erfasst, so dass 1895 eine Kokerei und 1897 eine Benzolgewinnungsanlage errichtet werden konnten. Die Anzahl der Beschäftigten stieg danach rapide an: 1893 gab es in Huckarde 692 Bergleute, 1913 zählte man bereits 1.578 Bergarbeiter. Ab 1899 wurden daraufhin in der Mengeder Straße, der Buschstraße, der Parsevalstraße und der Zeppelinstraße Häuser für die Bergleute errichtet. Als 1892 die Reichsbahn mit dem Bau eines Bahnhofs in Huckarde begann, dem 1907 ein Bahnhofsempfangsgebäude folgte, verlagerte sich der Ortsmittelpunkt schließlich an die Alfriedstraße, die damals noch Bahnhofstraße hieß.

Bei unserem Rundgang durch Huckarde schauen wir uns chronologisch alle historisch wichtigen Orte dieser Entwicklung an.

Veranstalter*innen:

Stadt Dortmund, Denkmalbehörde

Programm am 12.09.2021

Rundgang/Führung im Freien, Nordwärts.

Programm vor Ort

13.00 Uhr
Rundgang durch Huckarde mit Dr. Lucia Reckwitz von der Denkmalbehörde Dortmund, Dauer ca. 2,5 h.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.