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Innere der Synagoge

Denkmalbehörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Evgenii Tcherkasski

(31) Synagoge

Synagogenraum

Aufnahme des Synagogenraums mit einem Fischaugenobjektiv.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Evgenii Tcherkasski

Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund, Ortsteil: Kaiserviertel
Haltestellen: Ostentor, Fußweg ca. 6 min; Moltkestraße, Fußweg ca. 2 min

Die Synagoge und das jüdische Gemeindezentrum sind im Stil der 1950er-Jahre gestaltete Gebäude, die eher unscheinbar im Kaiserstraßenviertel stehen.

Elf Jahre nach Ende der nationalsozialistischen Verfolgung war es in Westfalen und im Ruhrgebiet die erste wieder erbaute Synagoge, die am 2. September 1956, dem jüdischen Neujahrsfest, eingeweiht wurde. Sie befindet sich allerdings in längst nicht so prominenter Lage wie die alte Synagoge am Hiltropwall aus dem Jahr 1900, die in der Zeit des Nationalsozialismus bereits vor der Reichspogromnacht zwangsweise der Stadt Dortmund übereignet und bis Dezember 1938 abgerissen wurde. Von den etwa 4.200 Jüdinnen und Juden, die 1933 in Dortmund gelebt hatten, sind bis 1945 mindestens 2.200 ermordet worden. Zusammen mit "Displaced Persons" aus anderen Teilen Europas bildeten wenige Überlebende die Keimzelle der neuen jüdischen Kultusgemeinde, deren Mitgliederzahl bis 1953 auf 260 wuchs. Sie nutzte zunächst provisorische Gemeinderäume, bis nach einem Entwurf von Helmut Goldschmidt die neue Synagoge mit Gemeindehaus sowie ein Altenheim mit 25 Plätzen entstanden.

Durch Zuwanderung aus Osteuropa ist die Gemeinde seit 1990 bis auf aktuell etwa 3.000 Mitglieder gewachsen. 1997 ist ein neuer Mehrzwecksaal für 500 Personen eingeweiht worden, der an Feiertagen als Betraum und ansonsten für Veranstaltungen genutzt wird.

Veranstalter*innen:

Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund

Programm am 12.09.2021

Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich, Essen/Getränke erhältlich.

Programm vor Ort

11.00 und 14.00 Uhr
Führungen durch die Synagoge mit Herrn Mozes, Kantor der Jüdischen Kultusgemeinde, jeweils 90 min.

Zahl der Teilnehmenden begrenzt, Anmeldung erforderlich bei der Denkmalbehörde unter Tel. 0231 50-24292 vom 30.08. bis 08.09.2021 (bis 11.00 Uhr).

Die Teilnehmer*innen müssen sich ausweisen können. Bitte keine größeren Taschen oder Rucksäcke mitbringen.