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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Umweltamt

Förderung der Nutzung von Geothermie

Erneuerbare Energien sind ein zentrales Handlungsfeld, um den Klimaschutz weiter voranzutreiben. In Dortmund gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten zum Einsatz erneuerbarer Energieträger, die bislang jedoch nicht ausreichend genutzt werden. Um das vorhandene Potenzial für eine klimafreundliche Energieversorgung besser auszuschöpfen, hat der Rat der Stadt Dortmund ein Förderprogramm zur Nutzung von Geothermie beschlossen. Privatpersonen sowie soziale oder gemeinnützige Organisationen können nun einen Zuschuss von bis zu 15 % für Maßnahmen zur Nutzung von oberflächennaher Erdwärme beantragen und damit ihre Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdgas und Erdöl steigern.

Förderprogramm

Die Stadt Dortmund unterstützt Gebäudeeigentümer*innen, die in Zukunft oberflächennahe Erdwärme für die Beheizung oder Warmwasserversorgung nutzen möchten. Damit sollen der Ausbau erneuerbarer Energien in Dortmund vorangetrieben und Treibhausgasemissionen reduziert werden, um so zu dem Ziel der Klimaneutralität bis 2035 beizutragen..

Den Förderantrag für die Nutzung von Geothermie [pdf, 75 kB] einfach herunterladen, ausfüllen und abschicken an:

Stadt Dortmund
Umweltamt 60/5-1
Brückstraße 45
44122 Dortmund

Antragsfrist ist der 31.07.2023. Welche Unterlagen dem Antrag beizufügen sind, ist dem Antragsformular zu entnehmen. Weitere Informationen finden Sie außerdem in der Förderrichtlinie [pdf, 161 kB] .

Die Richtlinie über die Förderung der Nutzung von Geothermie vom 12.10.2022 wurde am 15.11.2022 geändert. Ziffer 8.5. wurde um die Information ergänzt, dass für Erdwärmebohrungen eine wasserrechtliche Erlaubnis zur Gewässerbenutzung sowie eine Ausnahmegenehmigung für die vorübergehende Einleitung von Abwasser in die städtische Kanalisation erforderlich sind. Diese sind, nach Ziffer 9.2. der Richtlinie, mit dem Verwendungsnachweis, nach Durchführung der Maßnahme, einzureichen. Die Änderungen treten ab 21.11.2022 in Kraft. Ansprechpartner*innen für die erforderlichen Erlaubnisse/Genehmigungen finden Sie ebenfalls unter Ziffer 9.2. der Förderrichtlinie.

Wichtige Information

Mit diesem Förderprogramm werden Maßnahmen zur Nutzung oberflächennaher Geothermie gefördert, für die eine Zuwendung nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt wurde. Voraussetzung für eine Förderung bei der Stadt Dortmund ist ein rechtskräftiger positiver Zuwendungsbescheid des BAFA.

Was wird gefördert?

Die Höhe der Zuwendung beträgt 15 % der durch den BAFA-Zuwendungsbescheid nachgewiesenen förderfähigen Kosten, jedoch maximal 10.000,00 Euro pro Antragsteller*in.

Zuwendungsfähig sind folgende Maßnahmen, die der Installation von oberflächennaher Geothermie dienen, um das betroffene Gebäude zu beheizen oder mit Warmwasser zu versorgen:

  • Dienstleistungen zur Planung einer Geothermieanlage und entsprechende Beratung,
  • Material- und Installationskosten einer Geothermieanlage, inklusive Bohrungen und Erdarbeiten, Brunnenanlage, Errichtung der Kollektortechnik (Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren, Erdwärmekörbe), Leitungen, Elektrotechnik, Regelungs- und Steuerungstechnik, Sensorik, Betriebsmittel und Wärmetauscher,
  • erforderliche Umfeldmaßnahmen (z.B. Kosten und Entsorgung der Altanlage, Erschließung der Wärmequelle, Restaurierung betroffener Rasenflächen),
  • Anschaffung von effizienten Wärmepumpen im Zusammenhang mit der Geothermieanlage welche die technischen Mindestanforderungen des Programms „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen“ erfüllen.

Wer kann Zuschüsse beantragen?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen sowie freie Träger sozialer oder gemeinnütziger Einrichtungen, die Eigentümer*innen von Gebäuden innerhalb des Stadtgebietes Dortmund sind.

Was sind die Voraussetzungen für eine Förderung?

  • Geförderte Maßnahmen müssen auf dem Gebiet der Stadt Dortmund umgesetzt werden.
  • Sämtliche Arbeiten im Zuge der Maßnahmenumsetzung sind von einem qualifizierten Fachunternehmen durchzuführen.
  • Die Zuwendungen sind vor Beginn der Maßnahme zu beantragen. Als Beginn ist bereits der Abschluss eines Leistungs- und Liefervertrages zu werten.
  • Die technischen Mindestanforderungen des Programms „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen“ sind einzuhalten.

In welchen Fällen ist eine Förderung ausgeschlossen?

Eine Förderung ist ausgeschlossen für:

  • Maßnahmen, mit denen bereits vor Bewilligung durch die Stadt Dortmund begonnen wurde,
  • Maßnahmen an Neubauten (bis zu fünf Jahren nach Bauabnahme),
  • Maßnahmen an Gebäuden, die sich im Eigentum einer Gebietskörperschaft befinden,
  • Maßnahmen, die der bauphysikalischen Ertüchtigung des Gebäudes für eine geothermische Nutzung dienen (z.B. Wärmedämmung, Fenstertausch, Installation von Flächenheizkörpern, Sanierung der Elektro- und Sanitärtechnik).

Was sind die Vorteile von Geothermie?

  • Vielfältig einsetzbar: Geothermie nutzt die in der Erdkruste gespeicherte Wärmeenergie und kann – in Verbindung mit einer Wärmepumpe – zur Beheizung, Warmwasserversorgung, aber auch für Kühlzwecke genutzt werden.
  • Geothermie ist immer verfügbar und kann unabhängig vom Wetter oder der Jahreszeit genutzt werden.
  • Die Nutzung von Erdwärme zur Energieversorgung stellt eine klimafreundliche Alternative dar, da Treibhausgasemissionen bei ihrer Nutzung vergleichsweise gering ausfallen. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage können diese Emissionen – und die Höhe der Stromrechnung – noch weiter gesenkt werden.

Zum Thema

Weitere Informationen zur Bundesförderung für effiziente Gebäude und zu den Fördervoraussetzungen des Programms finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Kontakt

Stadt Dortmund - Umweltamt Lea SchütrumpfAnsprechpartnerin

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