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Wohnen

Lage auf dem Dortmunder Grundstücksmarkt – Gutachterausschuss legt Bericht für 2019 vor

Nachricht vom 11.03.2020

Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Dortmund hat für das Jahr 2019 über 4.400 Kaufverträge registriert und analysiert. Der Geldumsatz im Berichtsjahr 2019 liegt, wie in den letzten drei Jahren, trotz rückläufiger Anzahl an Grundstückstransaktionen bei rund 1,5 Milliarden Euro.

Lage auf dem Dortmunder Grundstücksmarkt – Gutachterausschuss legt Bericht für 2020 vor

V.l.n.r.: Ulf Meyer-Dietrich (Stellvertretender Vorsitzender u. Geschäftsführer Gutachterausschuss für Grundstückswerte), Christian Hecker (Vorsitzender Gutachterausschuss für Grundstückswerte), Stefan Thabe (Leiter Stadtplanungs- u. Bauordnungsamt).
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Dortmund zeigt mit seinem aktuell veröffentlichten Grundstücksmarktbericht 2020 die Entwicklung auf dem Grundstücksmarkt im Jahr 2019 auf.

Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien sorgen mehr Umsatz

Bei den bebauten Grundstücken (ohne Wohnungs- und Teileigentum) ist die Anzahl der abgeschlossenen Verträge und der damit verbundene Geldumsatz leicht gestiegen. Die gestiegene Anzahl ist vor allem auf ertragsorientierte Immobilien wie Mehrfamilienhäuser und gewerblich genutzte Grundstücke zurückzuführen. Der leichte Anstieg im Umsatz ergibt sich aus Veräußerungen sonstiger Gebäudearten, wie z.B. Altenheime.

Die Preise für eigengenutzte Bestandsimmobilien sind zwischen drei und neun Prozent gestiegen. Dies spiegelt sich in der Entwicklung von Immobilienrichtwerten wider. "Die Neubaupreise für Ein und Zweifamilienhäuser liegen inzwischen im Mittel bei etwa 3.600 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und damit rund 20 Prozent über dem Vorjahr", führt Ulf Meyer-Dietrich aus, der stellvertretende Vorsitzende des Gutachterausschusses. Der Grund dafür sind Bau- und Bodenpreissteigerungen in Kombination mit einem geringen Angebot an Baulandflächen.

Verkauf von Wohnungs- und Teileigentum stagniert

Im Teilmarkt Wohnungs- und Teileigentum ist die Anzahl der getätigten Transaktionen gleich geblieben. Der Geldumsatz ist hingegen um etwa 20 Prozent auf über 300 Millionen Euro gestiegen. Für eine neu errichtete Eigentumswohnung sind 2019 rund 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt worden. Bei Wohnungseigentum im Bestand ist analog zur Immobilienrichtwertentwicklung ein leichter Anstieg von drei Prozent zu verzeichnen. Die teuerste Eigentumswohnung lag in der Umgebung des Phoenix Sees bei nahezu 700.000 Euro.

Die meisten Verkäufe unbebauter, jedoch baulich nutzbarer Grundstücke fanden in den Neubaugebieten Bergfeld und Rahmer Wald statt. In diesem Segment ist ein deutlicher Rückgang um über 30 Prozent an abgeschlossenen Kaufverträgen zu verzeichnen. Insbesondere bei Grundstücken für eine Ein- und Zweifamilienhausbebauung beträgt der Rückgang nahezu 40 Prozent.

Leichte Steigerung bei den Bodenrichtwerten

Die Bodenrichtwerte, abgeleitet aus Veräußerungen unbebauter Grundstücke, weisen insgesamt ein steigendes Niveau auf. So beträgt die Bodenpreissteigerung, als Kennzahl für eine durchschnittliche Entwicklung im gesamten Dortmunder Stadtgebiet, für den individuellen Wohnungsbau plus neun Prozent und für den Geschosswohnungsbau plus sieben Prozent. Die Bodenrichtwerte, sowohl für den individuellen Wohnungsbau als auch für den Geschosswohnungsbau, sind entsprechend nahezu für das gesamte Stadtgebiet um 20 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Das höchste Bodenrichtwertniveau ist in Kirchhörde/Lücklemberg, in der südlichen Gartenstadt und am Phoenix See zu finden. Hier beträgt der Bodenrichtwert für ein potentiell unbebautes Ein- und Zweifamilienhausgrundstück 580 Euro pro Quadratmeter.

Die Bodenrichtwerte für gewerblich nutzbare unbebaute Grundstücke sind im Mittel um zehn Prozent gestiegen. Die Preise für land- und forstwirtschaftliche Flächen, haben, nach einer letztjährigen deutlichen Erhöhung, bestand.

Hintergrund

Die Gutachterausschüsse sind als Einrichtungen des Landes unabhängige, nicht an Weisungen gebundene Kollegialgremien. Die Geschäftsstelle ist beim städtischen Vermessungs- und Katasteramt eingerichtet. Mehr über Gutachterausschüsse insbesondere über deren Zusammensetzung, Aufgaben und Produkte wie auch eine Kurzinformation über das Marktgeschehen 2019 in Dortmund ist unter www.gars.nrw.de/ga-dortmund abrufbar. Die Produkte der Gutachterausschüsse in NRW, insbesondere die Bodenrichtwerte, Grundstücksmarktberichte und Immobilienrichtwerte werden kostenlos zum Download bereitgestellt. Im Grundstücksmarktbericht werden auch Daten für die Immobilienwirtschaft veröffentlicht, wie Liegenschaftszinssätze, Wertfaktoren oder Umrechnungskoeffizienten.

Zum Thema

Den vollständigen Grundstücksmarkbericht 2020 ist unter diesem Direktlink auffindbar https://www.boris.nrw.de/borisfachdaten/gmb/2020/GMB_106_2020_pflichtig.pdf

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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