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Stadtbahn-Haltestelle Unionstraße

Stadtbahnbau

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Stadt Dortmund / Tiefbauamt

Impulse

Lebendige City – hohe Attraktivität

Kuckelke: Verkehrssituation Ende 1960er-Jahre

Kuckelke: Verkehrssituation Ende 1960er-Jahre
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Stadt Dortmund / Tiefbauamt

Während der 50 Jahre seit dem Eintritt in das Stadtbahnzeitalter hat sich das Gesicht Dortmunds sicht- und spürbar verändert. Wie sehr, zeigt ein Blick auf die Verkehrssituation innerhalb des Wallrings Ende der 1960er-/Anfang der 1970er-Jahre: Über zahlreiche Zufahrtstraßen wie Märkische und Hohe Straße, Rheinische, Born- und Münsterstraße rollt der Verkehr über den Wallring in die City. Hier kreuzen und stauen sich die Nord-Süd- und die Ost-West-Verkehre (beispielsweise an der Reinoldikirche und Kampstraße). Straßenbahn folgt auf Straßenbahn, Gelenkbusse quälen sich um enge Kurven, dazwischen die Lieferfahrzeuge für die Geschäfte, Privat-Pkw, Radfahrerinnen und Radfahrer, Fußgängerinnen und Fußgänger. Wer in Dortmund durch die City von A nach B will, braucht viel Geduld. Noch Anfang 1985 durchschneidet der Autoverkehr auf der Nord-Süd-Achse Kuckelke und Kleppingstraße die City sowie die beiden Fußgängerzonen Osten- und Westenhellweg. Passantinnen und Passanten haben nur an den Ampeln eine Chance, die Straßen sicher zu überqueren.

City-Boulevards entstehen

Von all dem ist heute nichts mehr zu spüren. Dank der Stadtbahn hat sich die Situation grundlegend geändert. Ein gutes Beispiel dafür ist der Boulevard Kampstraße. Einst eine der meistbefahrenen Straßen in der City, verwandeln die Stadtplaner und -planerinnen die Kampstraße nach der Verlegung des Schienenverkehrs unter die Erde sukzessive in einen City-Boulevard: eine Flaniermeile zum Shoppen mit Außengastronomie und Gelegenheiten zum Ausruhen. Auf dem Platz vor der Petrikirche finden jetzt kulinarische und musikalische Veranstaltungen statt und für Kinder bietet der Boulevard Spielgeräte sowie Bänke für die Eltern. Auch andere Orte haben sich stark verändert; beispielsweise der Bereich um die Reinoldikirche, der Friedensplatz, der Hansaplatz oder der Stadtgarten. Seitdem der Durchgangsverkehr aus der City verbannt ist, hat sich auch die bereits erwähnte Kleppingstraße zu einem innerstädtischen Boulevard mit großzügiger und vielfältiger Außengastronomie gemausert, der Osten- und Westenhellweg nicht mehr trennt, sondern verbindet.

Dortmund nutzt die Chancen

Die Umgestaltung der Innenstadt – das City-Konzept – wäre ohne den Stadtbahnbau nicht denkbar. An vielen Orten der Innenstadt eröffneten die Verlegung der Straßenbahn unter die Erde und die weitgehende Verbannung des Autoverkehrs aus der City auf den Wallring Chancen zu Umgestaltung und Strukturentwicklung. Dortmund nutzt sie mit neu gestalteten Straßenzügen und Plätzen für unterschiedlichste Veranstaltungen, mehr Grün, Brunnen und Kunst. Die Stadtbahn ist somit nicht nur ursächlich für reibungslosere Verkehrsflüsse verantwortlich, sondern auch für die deutlich gesteigerte Aufenthaltsqualität in einer lebendigen City.

Unter der Erde sorgt die Stadtbahn dafür, dass die Menschen schnell und unkompliziert ihre Ziele erreichen. Mit modernen, komfortablen Fahrzeugen, attraktiven und sicheren Bahnhöfen, enger Taktung, langen Betriebs- und kurzen Umsteigezeiten zu den anderen Stadtbahnlinien, S-Bahnen und Bussen.

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