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Stadtbahn-Haltestelle Unionstraße

Stadtbahnbau

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Rückgrat Stadtbahn

Hubert Jung, Verkehrsvorstand DSW21

Hubert Jung, Verkehrsvorstand DSW21
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Hubert Jung, Verkehrsvorstand des Stadtbahnbetreibers DSW21, im Interview über aktuelle Herausforderungen und Pläne für die Zukunft.

Busse und Bahnen sorgen für eine umweltfreundliche Mobilität im Großraum Dortmund. Fast 1.900 DSW21-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter bringen die Fahrgäste an 365 Tagen im Jahr umweltfreundlich von A nach B.

Herr Jung, warum sind die Stadtbahnen so wichtig?

Hubert Jung: Unsere 121 Stadtbahnen sind das Rückgrat des ÖPNV in Dortmund und bewegen zwei Drittel unserer jährlich rund 130 Millionen Fahrgäste. Die Bahnen, die zu 100 Prozent mit Ökostrom fahren, sind zusammen mit unseren modernen Bussen unser attraktives Angebot in Zeiten einer Verkehrswende. Die acht Stadtbahnlinien werden von den Fahrgästen sehr gut angenommen, doch mittlerweile stoßen wir an unsere Grenzen, etwa im Berufsverkehr oder bei Großveranstaltungen.

Wie reagiert DSW21 darauf?

Jung: Wir kaufen 24 bis 26 neue Hochflurbahnen und modernisieren 64 ältere Wagen für die Linien U41, U42, U45, U46, U47 und U49. Leider bekommt man Stadtbahnen nicht von der Stange und auch nicht von heute auf morgen geliefert. Insgesamt geben wir rund 200 Millionen Euro für dieses Projekt aus. Ein Stadtbahn-Netz zu betreiben, ist eine teure Angelegenheit, das gilt übrigens nicht nur für die Fahrzeuge.

Was macht den Stadtbahnbetrieb denn so teuer?

Jung: Die Infrastruktur besteht aus sehr vielen Komponenten, zum Beispiel Gleisen und Weichen, Haltestellen und Tunneln, Fahrtreppen und Aufzügen, Stellwerken und Signalanlagen. Ein großer Teil dieser Infrastruktur muss nun altersbedingt erneuert werden. Wir wollen und müssen hier künftig pro Jahr circa 34 Millionen Euro ausgeben. Das geht nur mit ausreichender Finanzierung von Bund und Land. Glücklicherweise hat hier mittlerweile ein Umdenken stattgefunden. Aber wir haben auch noch viel Nachholbedarf.

Zumal sich in fünfzig Jahren Stadtbahn die Welt ja deutlich weitergedreht hat.

Jung: Stimmt. Bei Themen wie Barrierefreiheit, Brandschutz oder Fahrgastinformation hat sich viel getan. Und auch die Ansprüche unserer Fahrgäste sind gestiegen. Unsere neuen und modernisierten Bahnen werden deshalb den Fahrgästen größere und besser erreichbare Sondernutzungsflächen, LED-Anzeigen an den Türen, USB-Ladebuchsen, WLAN-Empfang, moderne Sitze und vieles mehr bieten. Und bei zwei Themen werden die Dortmunder Bahnen sogar bundesweit Vorreiter sein: Wir werden die ersten sein, die die Bahnen per Luftdruck an der Haltestelle absenken können und die den Zwischenraum zwischen zwei Bahnen per Kamera und Ultraschall-Sensoren überwachen.

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