Landschaftsbauwerk nördlich der Kokerei Hansa

Amt für Stadterneuerung

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Dagmar Knappe

EU-Forschungsprojekt proGIreg zur produktiven grünen Infrastruktur

proGIreg - productive Green Infrastructure for post-industrial urban regeneration

Logo EU-Forschungsprojekt proGIreg

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): ICLEI European Secretariat GmbH

Von der EU Kommission wurde im Sommer 2018 durch das HORIZON 2020-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation das über 5 Jahre laufende Vorhaben "proGIreg" ins Leben gerufen.
Hierbei geht es um die Stärkung der grünen Infrastruktur in ehemals von der Industrie geprägten Bereichen.

Inhaltlich stehen die urbane Landwirtschaft, verbesserte Wegeverbindungen und hochwertige Aufenthaltsqualitäten im Huckarder Siedlungsraum, auf der Kokerei Hansa sowie am Deusenberg im Mittelpunkt.

Soweit möglich, werden die Projekte bis 2023 mit Beteiligung der Huckarder Bürger*innen umgesetzt.

In "Lebendigen Laboren" werden unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit, ökologischen Vielfalt und Gesundheitsförderung im Dortmunder Ortsteil Huckarde folgende naturbasierte Lösungen (NBS) erprobt und durch eine umfangreiche Begleitforschung ergänzt:

  • Bewegungsgeräte im Gustav-Heinemann-Park (NBS 1)
  • Anlage eines Waldgartens auf einer Fläche der St. Urbanus Kirchengemeinde (NBS 3)
  • Errichtung einer Aquaponikanlage auf der Kokerei Hansa (NBS 4)
  • Bau einer barrierefreien Wegeverbindung am Hangfuß des Deusenbergs (NBS 6)
  • Umwandlung von Grünflächen zu artenreichen Blühwiesen (NBS 8)

Die Lage und Sachstände (Stand: Mai 2022) der inhaltlichen Aufgabenstellungen und die Projektstandorte können der Karte entnommen werden.

Karte proGIreg-Projekte in Huckarde

proGIreg-Projekte in Huckarde
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur

Die Projekte haben Modellcharakter und laden die Dortmunder Bürger*innen zum Informieren, Mitmachen und Nachahmen ein.

Gleichzeitig soll die Bedeutung der grünen Infrastruktur und naturbasierter Lösungen im Alltag stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung gerufen werden.

Durch neue Produktionsformen wie der Aquaponik soll eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft etabliert und die lokale Ökonomie gestärkt werden. Mit der Anlage von Permakulturgärten leben alte Anbauformen wieder auf. Durch die Anlage artenreicher Blühwiesen werden neue Lebensräume für Insekten geschaffen. Bewegungsangebote sowie Lückenschlüsse im Wegenetz laden zu Aktivitäten im Freiraum ein.

Vergleichbare Projekte werden auch in Turin, Zagreb und Ningbo erprobt und deren Übertragbarkeit in vier weiteren EU-Städten geprüft. Ein enger inhaltlicher Austausch unter den 34 Projektpartner*innen sowie eine umfangreiche Begleitforschung erfolgen parallel. Ziel ist es, am Ende der Projektlaufzeit ein Handbuch mit Strategien zu erarbeiten, so dass die naturbasierten Lösungen weltweit nachgeahmt werden können.

Beim englischsprachigen online-Kurs "Nature-based Urban Regeneration" stehen die vielfältigen Facetten der grünen Infrastruktur und deren Bedeutung beim Strukturwandel im Mittelpunkt.

Die Gesamtkoordination von proGIreg erfolgt über die RWTH Aachen, Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur, für die Dortmunder Projekte liegt die Koordination beim Amt für Stadterneuerung ( progireg@stadtdo.de).

Bilderstrecke: proGIreg

Eindrücke aus dem proGIreg-Projektgebiet, das sich entlang der Emscher zwischen Dorstfeld im Süden und dem Deusenberg im Norden erstreckt.

Emscherweg an der Rheinischen Straße 13 Bilder
Emscherweg an der Rheinischen Straße
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Dagmar Knappe

In das Dortmunder Projekt sind folgende Partner eingebunden:

Amt für Stadterneuerung