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Bild: Jürgen Wassmuth

Gewaltprävention

Forschungsergebnisse der letzten Jahre belegen, dass es - entgegen dem Augenschein spektakulärer Medienberichte - eher eine Zunahme der Qualität und Schärfe von Gewalttätigkeiten an Schulen als eine Zunahme aggressiver Handlungen an sich gibt. Gleichzeitig scheint die Sensibilität gegenüber gewalttätigem Verhalten von Kindern und Jugendlichen in der Öffentlichkeit gewachsen zu sein, wobei die Toleranz- und Belastbarkeitsschwelle von Lehrern und Erziehern Befragungen zufolge deutlich überschritten ist.

Ziele

Auf der Basis dieser Erfahrungen hat das Jugendamt mit den Schulleitungen der beteiligten Schulen ein gemeinsames modellhaftes pädagogisches Konzept entwickelt, das Schülern und Lehrern dabei helfen soll, Konflikt- und Problemlösungsmechanismen zu entwickeln und im Schulalltag einzuüben.

Schüler der Gertrud-Bäumer-Realschule bei einer Outdoor Übung

Schüler der Gertrud-Bäumer-Realschule bei einer Übung zur Gewaltprävention
Bild: Stadt Dortmund

Zielgruppen

In den fünften und sechsten Klassen sind Sozialkompetenztrainings in den wöchentlichen Stundenplan integriert. Die Schüler lernen in den Trainings das Verhalten in der Gruppe, den respektvollen Umgang mit den Mitschülern und gegenüber den Lehrern, den gewaltlosen Umgang miteinander, gerade bei auftretenden Problemen. Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist werden eingeübt. Die Schüler gehen mit diesen neuen Kompetenzen um und damit mit gestärktem Selbstbewusstsein in die weitere Schulkarriere.

Seit Projektstart wird mit einem Mitarbeiterteam an den Schulen mit 175 Schülerinnen und Schülern regelmäßig gearbeitet. Auf den Schulhöfen der drei Schulen wurden mit Beginn der Projektarbeit Spielecontainer aufgestellt, die in den Pausenzeiten die Möglichkeit der gewaltfreien Beschäftigung unter pädagogischer Anleitung bieten. Zu Beginn des Projektes werden die Spielecontainer von den Sozialpädagogen betreut. Zukünftig sollen die Container in Eigenverantwortung der Schüler genutzt werden können.

Projektlaufzeit

Das Projekt "Gewaltprävention an drei weiterführenden Schulen in der Nordstadt" lief von September 2011 bis Dezember 2014.

Kontakt

Jugendamt Dortmund - Fachbereich Kinder- und Jugendförderung Harald LandskrönerAnsprechpartner

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Dialogkreis der Abrahamsreligionen

c/o Pfr. Friedrich Stiller
44145 Dortmund