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Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Masterplan Mobilität

Starke Beteiligung an "Digitaler Mobilitätswoche": Auswertung bestärkt vorgestellte Strategien

Nachricht vom 08.02.2021

Mehr als 34.000 Bewertungen haben die Bürger*innen bei der Online-Beteiligung am Masterplan Mobilität abgegeben. Im November 2020 hatte die Stadt eine "Digitale Mobilitätswoche" gestartet, in der Strategien zu sechs Schwerpunkt-Themen vorgestellt und von Dortmunder*innen bewertet wurden.

Auto, Radfahrer und Fußgänger auf einer Straße

Bei der "Digitalen Mobilitätswoche" ging es u.a. um Sicherheit im Straßenverkehr.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Der Masterplan Mobilität 2030 setzte vom 23. bis zum 27. November vergangenen Jahres wegen der Corona-Pandemie auf ein neues digitales Format der Beteiligung. Die Stadt hatte hierfür eine "Digitale Mobilitätswoche" ins Leben gerufen, um in sechs kurzen Videos die Strategien zu den sechs Schwerpunkt-Themen - Fußverkehr, Barrierefreiheit, Radverkehr, Verkehrssicherheit, Parken und Öffentlicher Raum - vorzustellen. Die Bürger*innen konnten diese Strategien anschließend bewerten. Dabei konnten sie angeben, ob der vorgestellte Ansicht aus ihrer Sicht genau richtig formuliert wurde, ob dieser in die falsche Richtung gehe oder sogar mutiger formuliert werden sollte.

Viele wertvolle Rückmeldungen

Insgesamt wurden 34.064 Bewertungen zu den sechs Themen abgegeben - eine Resonanz mit der die Verantwortlichen der Stadt Dortmund nicht gerechnet hatten. Je Schwerpunkt-Thema standen in der Online-Umfrage Ansätze zur Auswahl, die im Durchschnitt jeweils rund 1.420 Bewertungen erhalten haben.

Flexible und interaktive Teilnahme

"Für die hohe Beteiligungsquote war sicher wesentlich, dass die Themen die Menschen bewegen. Zudem haben wir umfangreich angekündigt und hatten richtig gute Erklärvideos mit interaktiven Bewertungsmöglichkeiten", resümiert Stadtrat Ludger Wilde.

Das online-basierte Format der Beteiligung bringt zudem weitere Vorteile mit sich. Eine Teilnahme ist unabhängig von Ort und Zeit möglich, anders als bei nachmittäglichen oder abendlichen Präsenz-Dialogen. Diese Flexibilität hat auch dazu beigetragen, dass viel mehr Dortmunder*innen mitgemacht haben, wodurch die Ergebnisse noch aussagekräftiger geworden sind.

Stadt will weiter auf digitale Beteiligung setzen

Bei den vorherigen vier öffentlichen Dialogveranstaltungen zum Masterplan Mobilität 2030 in den Jahren 2017 bis 2019 haben jeweils bis zu 200 Bürger*innen teilgenommen. Aufgrund der großen Resonanz beim digitalen Dialog möchte die Stadt Dortmund, neben den klassischen Präsenz-Formaten, auch nach der Corona-Pandemie weiter auf digitale Beteiligungen setzen – mindestens als Ergänzung von Veranstaltungen mit Präsenz.

Ergebnisdokumentation

Die Stadt Dortmund hat eine detaillierte Dokumentation der Ergebnisse der Digitalen Mobilitätswoche vom 23. bis 27. November 2020 veröffentlicht.

Akzeptanz einer Verkehrswende

Die meisten Ansätze aus den sechs Schwerpunkt-Themen wurden bewertet als "genau richtig formuliert". Dadurch sind die Inhalte der Strategien bestärkt worden und erreichten bei den Teilnehmenden eine hohe Zustimmung. Dieser gemeinschaftliche Zuspruch der Bürger*innen trägt zur Akzeptanz einer Verkehrswende in Dortmund entscheidend mit bei.

Einige Bewertungen der Bürger*innen – zum Beispiel zum Ausbau von Radwegen und Radverkehrsinfrastruktur – lauteten, dass die Formulierung des jeweiligen Ansatzes noch mutiger ausfallen sollte.

Teilweise gegensätzliche Meinungen

Des Weiteren gingen knapp 1.890 frei formulierte Antworten ein, aus denen wiederum 2.600 thematische Anmerkungen entnommen werden konnten. Teilweise drücken die Äußerungen gegensätzliche Meinungen aus, insbesondere bei den Themen Sicherheit im Straßenverkehr, Priorisierung des Radfahrens, konsequente Ahndung von Falschparkern und Konzentrierung des Parkens auf Parkbauten war dies auffällig.

Stefan Thabe, Leiter des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes, reflektiert die unterschiedlichen Ergebnisse so: "Das spiegelt die Vielfalt unserer Bürger*innen und deren berechtigte Bedürfnisse an den öffentlichen Straßenraum wider sowie die Komplexität der alltäglichen städtischen Mobilitätsplanung."

Ergebnisse fließen in Planungen ein

Im weiteren Vorgehen fließen wie üblich die Ergebnisse der Beteiligung in die Planungen der sechs Schwerpunkt-Themen ein. Voraussichtlich ab Mitte dieses Jahres werden die Strategien in die politischen Beratungen gegeben.

Videos

Auch nach Ende der Digitalen Mobilitätswoche sind die Videos zu den sechs Schwerpunkt-Themen sowie das Abschlussgespräch mit Stadtrat Ludger Wilde und den Verantwortlichen des Masterplans Mobilität 2030 online zu finden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

Stadtplanungs- und Bauordnungsamt