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Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

Integrierte Stadtbezirksentwicklungskonzepte

Integrierte Stadtbezirksentwicklungskonzepte (INSEKT) sind informelle – das heißt kurz: gesetzlich nicht geregelte – Planwerke der Stadtentwicklung. Sie dienen dazu, Zielvorstellungen für die künftige räumliche Entwicklung auf Stadtbezirksebene zu formulieren. Damit bewegen sie sich zwischen den Betrachtungsebenen der gesamtstädtischen Flächennutzungsplanung und den teilräumlichen Rahmen- und Bebauungsplänen. Als integrierte Planungen zielen sie darauf ab, einen Konsens zwischen den verschiedenen Anforderungen an die Stadtplanung zu finden. Vor dem Hintergrund der wachsenden Herausforderungen aus Demographischen Wandel, Strukturwandel und Klimawandel gewinnen diese informellen und integrierten Planungen zunehmend an Bedeutung.

Das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt der Stadt Dortmund hat die INSEKT für alle zwölf Stadtbezirke erstmals im Jahr 2004 erstellt. Dies erfolgte im Zusammenhang mit der Neuaufstellung des gesamtstädtischen Flächennutzungsplanes (FNP). Nach fünf Jahren wurden sie 2009 fortgeschrieben. In den Jahren 2013 und 2018 fand dann eine Aktualisierung der in den INSEKT 2009 dargestellten Projekte und Maßnahmen statt – die Berichte wurden jedoch nicht fortgeschrieben. Daraufhin folgte im Jahr 2018 der politische Auftrag, die INSEKT inhaltlich weiterzuentwickeln und für alle zwölf Stadtbezirke der Stadt Dortmund neu aufzustellen.

Aktuell befinden sich beim Geschäftsbereich Stadtentwicklung des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes die INSEKT Hombruch, Hörde und Innenstadt-West in der Erarbeitung.

Neukonzeption INSEKT 2030+

Am 22.03.2018 wurde die Erarbeitung einer Neukonzeption sowie die Fortschreibung der INSEKT unter dem Motto „INSEKT 2030+“ vom Rat beschlossen. Die Neukonzeption des INSEKT-Prozess aus dem Jahr 2018 gibt seitdem eine Planungsperspektive von 10 bis 15 Jahre für die neuen INSEKT vor. Somit sollen nun auch verstärkt eine Analyse verschiedener Fachthemen wie Einzelhandel, Denkmalschutz, Freiraum und Stadtklima, Lärm, Mobilität, soziale und technische Infrastruktur, Wirtschaft und Wohnen vorgenommen sowie Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Entwicklung des Stadtbezirkes formuliert werden. Im Jahr 2019 wurde die Neukonzeption erstmals bei der Erarbeitung des INSEKT Aplerbeck 2030+ erprobt. Seitdem wird der Prozess im Uhrzeigersinn in weiteren Stadtbezirken fortgeführt. Entsprechend sind mittlerweile auch für die Stadtbezirke Brackel und Innenstadt Ost die INSEKT fertiggestellt und vom Rat der Stadt Dortmund beschlossen.

Erarbeitung durch Austausch und Beteiligung

Das INSEKT 2030+ setzt auf die zielgerichtete Beteiligung der Öffentlichkeit sowie einen engen Austausch mit der Politik und innerhalb der Stadtverwaltung. Die Meinungen und Anregungen der Bewohnerschaft als "Expert*innen vor Ort" sind wichtige Impulsgeber für den Prozess und werden an mehreren Stellen im Erarbeitungsprozess eingeholt. Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten werden hierfür im Internet bereitgestellt. Die Ergebnisse der Beteiligung fließen in die Erarbeitung der INSEKT ein und werden an verschiedenen Stellen in den INSEKT-Berichten dargestellt. Die Berichte werden schließlich den politischen Gremien zur Abstimmung und Beschlussfassung vorgelegt. Alle Beiträge werden als Bereicherung, Wissens- und Themenspeicher verstanden. Nicht jeder Wunsch und Vorschlag kann jedoch hierbei gänzlich berücksichtigt werden – denn Aufgabe von Planung ist es, die Wünsche und Vorschläge in Zusammenhang mit den vor Ort herrschenden Anforderungen zu betrachten und untereinander abzuwägen. Ziel dieser planerischen Abwägung ist es, gute und auch langfristig orientierte Vorstellungen für die Entwicklung im Stadtbezirk zu formulieren.

Gemeinschaftsprodukt von Verwaltung, Politik und Bürgerschaft

Drei Elemente der Beteiligung und des Austausches prägen den Erarbeitungsprozess des INSEKT für jeden Stadtbezirk:

  • Workshop INSEKT 2030+: Ein verwaltungsinterner Workshop markiert den internen Startschuss des INSEKT 2030+-Prozesses für jeden Stadtbezirk. Hier werden die wesentlichen Qualitäten, Herausforderungen und Handlungsempfehlungen für den jeweiligen Stadtbezirk herausgearbeitet und abgestimmt.
  • Politik: Die im INSEKT ausgearbeiteten Inhalte fallen in den Zuständigkeitsbereich der Bezirksvertretungen und sind folglich gegenüber der Politik zur Abstimmung und Diskussion einzubringen. Die Beschlussfassung über die INSEKT liegt am Ende des Erarbeitungsprozesses in der Zuständigkeit des Rates der Stadt. Die Bezirksvertretungen wirken mit, indem sie Empfehlungen aussprechen.
  • Öffentlichkeitsbeteiligung: (Zwischen-) Ergebnisse werden im Internet veröffentlicht. Bürger*innen können ihre Ideen, Anregungen und Fragen an verschiedenen Punkten im Prozess einbringen, indem sie sich an Online-Umfragen beteiligen.

Ansprechpartner

Stadt Dortmund - Stadtplanungs- und BauordnungsamtStefan TegethoffAnsprechpartner

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