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Kartenansicht der Fläche

Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Impuls für die Entwicklung Evings

Wettbewerbsergebnisse zur Gestaltung des ehemaligen Marktplatzes

Neue Perspektiven für den ehemaligen Marktplatz in Eving: Der heutige Parkplatz und alte Markt soll wieder zu einem belebten Ort werden, an dem sich die Generationen begegnen. Ein städtebaulicher Wettbewerb dazu wurde im Dezember 2018 abgeschlossen. Das Preisgericht unter Leitung des Juryvorsitzenden Prof. Franz Pesch aus Dortmund hat unter den sieben eingereichten Arbeiten drei Preisträger gekürt.

Der frühere Marktplatz liegt an der Kreuzung Bayerische Straße/Deutsche Straße und Waldecker Straße, direkt neben einem Spielplatz mit wertvollem Baumbestand. Die Aufgabe lautete, ein Konzept zu entwickeln, das Begegnung und urbanes Leben ermöglicht.

Die sieben Wettbewerbsbeiträge werden vom 15. bis 31. Januar in der Stadtteilbibliothek Eving (August-Wagner-Platz 2-4) ausgestellt. Eine Dokumentationsbroschüre [pdf, 25,3 MB] ist am Rande der Ausstellung erhältlich.

Zum Hintergrund:

Anfang Juli hatte der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen auf Empfehlung der Bezirksvertretung Eving den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb für den früheren Marktplatz in Eving beschlossen. Der Wettbewerb wurde von der Koordinierungsstelle "nordwärts“ ausgelobt. Vorangegangen war ein Partizipationsprozess: Anfang Juni sammelten Bürgerinnen und Bürger beim Stadtteilfest "Wir in Eving" sowie bei zwei Spaziergängen durch den Stadtteil Ideen und tauschten sich über die Umgestaltung aus.

Wettbewerbsbeiträge

1. Rang

[ f ] landschaftsarchitektur gmbh, Solingen

in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Verkehrsplanung:
Ingenieurbüro EVTI GmbH, 04103 Leipzig

Der Entwurf bindet den vorhandenen Spielplatz und die Bestandsbäume in ein überraschend anderes Raumkonzept ein. Eine intelligente Symbiose von Platz- und Parkidee einen dadurch einen landschaftsarchitektonisch prägnanten Gesamtraum mit einer großartigen Atmosphäre und hoher städtebaulicher Qualität.

Durch die Quartiershalle, die das Café wie Sanitäreinrichtung selbstverständlich aufnimmt, bietet das Konzept eine hohe Aufenthaltsqualität und Nutzungsvielfalt. Mit dieser Idee sprechen die Verfasser alle Altersgruppen an und bieten spannende Begegnungsräume für unterschiedliche Zielgruppen - eine barrierefreie Ausgestaltung der einzelnen Objekte dabei vorausgesetzt. Der Entwurf hat Nachbesserungsbedarf im Bereich der verkehrlichen Anforderungen (Feuerwehrzufahrt, Fuß-und Radverkehr sowie verlegte Bushaltestelle), wobei diese Defizite jedoch heilbar erscheinen. Mit marginalen Änderungen, auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, ist die angebotene Lösung sehr gut zu realisieren.

Das Preisgericht lobt einen eigenständigen Beitrag der in der Verbindung von Parkraum- und Platzelementen einen Stadttraum von hoher Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen anbietet.

Modelfoto
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

2. Rang

stern landschaften, Köln

in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Stadtplanung:
URBANOPHIL-KOELN, Köln

und in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Verkehrsplanung:
ISAPLAN, Leverkusen

Die Verfasser schlagen eine im Maßstab angemessene

L-förmige Bebauung der südlichen Platzkante auf dem städtischen Grundstück vor. Die neue Raumkante überzeugt für den Platz und die vorgeschlagene Nutzung eines Cafés mit Außengastronomie. Dabei bleibt die Neubebauung leicht hinter der Raumkante Deutsche Straße zurück und bildet ein Baumdach im Bereich der Bushaltestelle. So könnte der erhoffte Impuls für den Stadtteile Eving geschaffen werden.

Die grüne nördliche Seite des Platzes kultiviert den Baumbestand und wird damit zum Identitätspunkt des Grundstückes. Vermisst wird jedoch ein differenziertes Spiel- bzw. Aktivitätsangebot für alle Altersgruppen. Die Haltbarkeit des „Rasens“ unter den Bestandsbäumen wird angezweifelt. Gut hingegen ist die barrierefreie Erreichbarkeit des Grünraumes gelöst. So gut die soziale Kontrolle im südlichen Bereich gewährleistet ist, so kritisch wird dies für den Grünbereich gesehen, der zu wenig geöffnet ist.

Im verkehrlichen und infrastrukturellen Bereich weist die Arbeit einige Schwächen auf, die jedoch heilbar wären, ohne die Grundidee des Projektes zu gefährden: So müssten die Zufahrt zu den Bestandsgebäuden modifiziert, die Taxistände wieder integriert und die leichte Unterdeckung der öffentlichen Stellplätze kompensiert werden. Die Nutzung des Neubaus vorwiegend als Wohnnutzung ist angemessen, der Stellplatznachweis kann in einer eingeschossigen Tiefgarage knapp erreicht werden. Das öffentliche WC müsste sinnvollerweise in das Gebäudevolumen integriert werden.

Die vorgeschlagene Materialität aus kleinformatigen beigefarbenen Betonpflaster in verschränkter Verlegung und Holzpodeste als Sitzgelegenheiten lassen eine Wirtschaftlichkeit in Errichtung und Betrieb erwarten.

Insgesamt wird hier ein interessanter Beitrag angeboten, der über eine maßstäbliche und gut gesetzte südliche Raumkante dem Platz ein gutes räumliches Angebot bei Erhalt der Bestandsbäume bietet, der aber Schwächen im Angebot an Spielmöglichkeiten hat.

Modelfoto
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

3. Rang

wbp Landschaftsarchitekten GmbH, Bochum

in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Verkehrsplanung:
BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung, Aachen

Die Verfasser versuchen, mit ausschließlich landschaftsarchitektonischen Mitteln eine Aufwertung des ehemaligen Marktplatzes in Dortmund-Eving zu erreichen. Dabei entsteht im nördlichen Teil des Wettbewerbsgebietes – mit großem Respekt vor den bestehenden Qualitäten – ein robuster ansprechender Stadtraum, der adäquat auf die bestehenden unterschiedlichen Nutzungen antwortet.

Leider fehlt dem Entwurf für den südlichen Platzteil eine vergleichbare Kraft und Entschiedenheit und für den Gesamtraum die verbindliche Idee.

Die Anordnung der skulpturalen Bänke in der Platzmitte wirkt nicht nur als trennende Geste, sondern reduziert auch die Fläche für flexible Nutzungsszenarien wie Stadtfeste, Kirmes oder Märkte.

Insgesamt bietet die Arbeit einen unaufgeregten, behutsamen Lösungsansatz für einen angenehmen Stadtraum. Die Jury vermisst allerdings den einen überzeugenden baulichen Impuls, der diesen Ort nachhaltig beleben könnte.

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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

2. Rundgang

SCHAMP & SCHMALÖER Architekten Stadtplaner PartGmbB, Dortmund

in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Verkehrsplanung:
Generalplaner Infrastruktur Dr. Leßmann GmbH, Dortmund

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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

2. Rundgang

MESS Stadtplaner Amann & Groß PartGmbH, Kaiserslautern

in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Landschaftsarchitektur:
Knüvener Architekturlandschaft, Köln

und in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Verkehrsplanung:
R+T Ingenieure für Verkehrsplanung, Darmstadt

Modelfoto
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

2. Rundgang

KRAFT.RAUM Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Krefeld

in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Verkehrsplanung:
ambrosius blanke verkehr.infrastruktur, Bochum

und in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Stadtplanung / Raumplanung:
BJP Bläser Jansen Partner, Dortmund

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2. Rundgang

JKL Junker und Kollegen Landschaftsarchitektur und Stadtplanung, Osnabrück

in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Landschaftsarchitektur:
Feldhusen Landschaftsarchitektur, Berlin

und in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Verkehrsplanung:
emig-vs Ingenieurgesellschaft für Verkehrs-und Stadtplanung mbH, Düsseldorf

und in Arbeitsgemeinschaft mit Fachplaner Architektur:
WBR ARCHITEKTEN INGENIEURE , Lingen (Ems)

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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

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