Dortmund überrascht. Dich.
Bebauungsplan des Baugebiet Lü 179 Volksgartenstraße

Stadtplanungs- und Bauordnungsamt

Bild: Stadt Dortmund / Katasteramt

Stadtgestaltung

Stadtgestaltung als baukulturelle Aufgabe. Die gebaute Umwelt bestimmt in hohem Maße das Wohlbefinden und auch das soziale Verhalten, ebenso wie den Berufs-,Familien- und Kulturalltag, sowie die qualitative Gesellschaftsfähigkeit.

Der Rat der Stadt Dortmund hat im September 2001 die Bildung eines Gestaltungsbeirates beschlossen. Der Beirat wird in den Beratungs- und Beurteilungsprozess für Bauvorhaben und Gestaltungsmaßnahmen eingeschaltet, die für das Stadtbild und die Qualität der Architektur in Dortmund von Bedeutung sind.

Neben übergeordneten Planungskonzepten stehen schwerpunktmäßig die städtebauliche Raumbildung, die Einfügung einzelner Gebäude oder Ensembles sowie die gestalterische Qualität des einzelnen Bauvorhabens im Mittelpunkt der Beratungen.

Der Gestaltungsbeirat setzt sich zur Zeit wie folgt zusammen:

  • Prof. Christa Reicher, Architektin/Stadtplanerin, TU Dortmund/Aachen
  • Prof. Christian Schlüter, Architekt, Fachmann für klimagerechtes Bauen, Wuppertal
  • Heinrich Böll, Architekt, Fachmann für denkmalgerechtes Bauen, Essen
  • Christian Decker, Architekt, Lemgo
  • Ina Bimberg, Landschaftsarchitektin, Iserlohn
  • Dorothee Bielfeld, Bildhauerin, Bochum
  • Doris Kischel, DHB-Netzwerk Haushalt e.V., Dortmund als sachkundige Bürgerin
  • Friedrich-Wilhelm Herkelmann, Vorsitzender des behindertenpolitischen Netzwerkes für Dortmund
  • Vorsitzende/r des Ausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen
  • Planungssprecher/innen der einzelnen Ratsfraktionen
  • Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen

Die Geschäftsführung liegt beim Stadtplanungs- und Bauordnungsamt. Mit dieser im Vergleich zu anderen Gestaltungsbeiräten einzigartigen Zusammensetzung ist eine unmittelbare Beziehung zu den Gremien der kommunalen Politik hergestellt und eine neutrale sowie wirkungsvolle Arbeit gewährleistet.

Der Gestaltungsbeirat fällt keine Entscheidungen, sondern spricht Empfehlungen aus. Damit fällt ihm die Aufgabe zu, bei Architektinnen/Architekten und Bauherrinnen/Bauherren für eine hohe Qualität der Stadtgestalt und damit des Lebensraumes Stadt zu werben. Das Gremium ist zudem darauf bedacht, dass seine auf höhere Qualität gerichteten Anregungen nicht unzumutbare Steigerungen der Baukosten auslösen – Beispiele belegen, dass Beratungen im Gegenteil auch zu Kostensenkungen geführt haben.

Beispielhaft für Projekte und Themenfelder lassen sich heute neben vielen Einzelprojekten, unter denen z.B. Geschäftshäuser wie Pohland und Appelrath-Cüpper am Westenhellweg oder die Hotelfachschule WIHOGA herausragen, und komplexen Großanlagen, wie z.B. dem Klinikum Dortmund, einige Schwerpunkte und Leitlinien besonders benennen:

Beratung von Grundsätzen und Qualitätsstandards für übergeordnete städtebauliche Rahmen- und Leitpläne, deren Umsetzung in Einzelprojekten weiter begleitet wird (Beispiel: Städtebauliche Rahmenplanung B1 und daraus resultierende aktuelle Bauprojekte an Rheinland- und Westfalendamm - herausragend seien hier das geplante Kronencenter und der Westfalentower genannt).

Führung von Grundsatzdiskussionen für bestimmte Funktions- und Nutzungsbereiche, z.B. zum Thema "Städtebauliche und architektonische Qualifizierung von Supermärkten und Lebensmitteldiscountern".

Eine wichtige Erkenntnis nach mehreren Jahren Arbeit in diesem Gremium lautet: Eine effiziente Arbeit des Beirates mit qualitätsvollen Ergebnissen ist am besten zu leisten, wenn Vorstellung und Erörterung von Planungs- und Bauvorhaben in einem frühen Stadium des Entwurfsprozesses erfolgen, bevor bereits abschließende Festlegungen getroffen worden sind.