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An der Schlanken Mathilde

Soziale Stadt - Stadtumbau Hörde

Bild: Jutta Sankowski

Freiraum – Unterstützung für pflegende Angehörige

Das Projekt „Freiraum“ startete im Juni 2012. Ziel ist es, pflegenden Angehörigen für eine begrenzte Zeit einen kleinen "Freiraum" zu schaffen, z.B. um einen notwendigen eigenen Arztbesuch wahrzunehmen, eigene Gesundheitsvorsorge zu betreiben, in Ruhe Einkäufe zu erledigen, Freunde zu treffen, einem Hobby nachzugehen oder sich mit anderen pflegenden Angehörigen austauschen zu können. In dieser Zeit sind die Ehrenamtlichen bei der zu pflegenden Person. Sie lesen vor, spielen gemeinsam Spiele, gehen Spazieren oder ähnliches.

Häusliche Pflege ist undankbar und findet kaum Beachtung. Pflegende Angehörige nehmen starke Belastungen auf sich, erleben jedoch wenig Unterstützung, Freizeit ist oft ein Fremdwort. Sie sind rund um die Uhr gefordert, so dass eigene Bedürfnisse immer wieder in den Hintergrund treten. Je nach Schweregrad der Pflegebedürftigkeit sind die Angehörigen mehr oder weniger isoliert. Hinzu kommen mangelnde Anerkennung und geringe oder keine finanzielle Unterstützung. Die Folgen: geistig-seelische Belastung, eigene körperliche Erkrankung und soziale Einschränkungen. Dabei fehlt manchmal einfach nur ein offenes Ohr oder eine kurze Auszeit, um die Situation etwas zu erleichtern.

Sozialdienst katholischer Frauen Hörde e.V. (SkF)

Mit einem Flyer wird über die nachhaltige Weiterführung des Projektes durch den Sozialdienst katholischer Frauen Hörde e.V. informiert.
Bild: Horst Hoffmann

Träger des Projektes ist der Sozialdienst katholischer Frauen Hörde e.V. (SkF). Zunächst wurden die ehrenamtlichen Helfer geschult. Die Themen reichten dabei von Versicherungsfragen über Notfallmanagement bis zur Gesprächsführung. Danach wurden die Ehrenamtlichen mit pflegenden Angehörigen zusammengebracht. In Gesprächskreisen für die pflegenden Angehörigen und die Ehrenamtlichen konnten Erfahrungen ausgetauscht werden.

Am 31. März 2014 wurde das geförderte Projekt beendet. In der 22monatigen Projektlaufzeit wurden 36 Ehrenamtliche geschult, es gab 368 Beratungen von Ehrenamtlichen und 403 von pflegenden Angehörigen und es konnten insgesamt 235 Dienste vermittelt werden. Durch Spenden kann die Arbeit vom SkF weitergeführt werden. Ein Beispiel für den Aufbau nachhaltiger Strukturen nach gelungenem Experiment

Kontakt

Sozialdienst katholischer Frauen SkF e.V. Dortmund-Hörde - Projekt Freiraum

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