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Vor dem Umbau: Übelgönne

Stadtumbau Rheinische Straße

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Umbau Ritterstraße und Übelgönne

Anlass

In Anlehnung an das städtebauliche Konzept Dortmunder U hat die Fläche zwischen dem Königswall und der Unionstraße, nördlich der Rheinischen Straße und südlich der Gleisanlagen der Deutschen Bahn, eine neue Entwicklung erfahren. Das ehemalige Gelände der Dortmunder Unionbrauerei hat sich zu einem Standort für Kultur, Bildung, Kreativität und Dienstleistung entwickelt. Überregional bedeutsame Einrichtungen, wie z. B. das Museum Ostwall, die Fachhochschule Dortmund und zwei Berufskollegs, sind auf dem ehemaligen Gelände der Unionbrauerei beheimatet. In direkter Nachbarschaft schließt das Freizeitzentrum West (FZW) an, welches durch den Umzug an die Ritterstraße bundesweit als Veranstaltungsort an Bedeutung gewinnen konnte. Südlich des FZW liegt das Einkaufszentrum Westcenter, dessen Anziehungskraft über die Grenzen des Quartiers hinausgeht.

Vor dem Umbau: Übelgönne

Vor dem Umbau: Übelgönne
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Mit der Bebauung der Unionbrache einerseits und der angestoßenen Entwicklung des Bereichs zwischen Unionstraße und Ritterstraße andererseits haben sich die verkehrlichen und städtebaulichen Anforderungen an die Ritterstraße und Übelgönne verändert. Der Straßenumbau reagiert auf den Bedeutungszuwachs der Straßen und lässt Optionen für weitere Bautätigkeiten auf der U-Fläche und dem näheren Umfeld.

Beschreibung des Straßenumbaus

Zur Entlastung des Verkehrsknotenpunktes Ritterstraße / Rheinische Straße wird die Ritterstraße zur Einbahnstraße, die von der Rheinischen Straße in Richtung Norden befahren werden kann. Die Fahrbahn umfasst eine Fahrspur mit einer Breite von 3,5 m, die auf Höhe des FZW leicht verschwenkt ist. Die Fahrbahn der Übelgönne umfasst zwei Fahrspuren mit einer Breite von jeweils 2,75 m im Zweirichtungsverkehr (Fahrbahnbreite insgesamt: 5,5 m). Die Geschwindigkeit wird auf beiden Straßen auf 30 km/h begrenzt. Dadurch kann der Radverkehr auf der Fahrbahn mitgeführt werden. Ein deutlich erkennbarer Radfahrstreifen auf der Westseite der Ritterstraße sichert einen ungehinderten Radverkehr in südliche Richtung, entgegengesetzt dem Kraftfahrzeugverkehr. Die beschriebenen Straßenquerschnitte ermöglichen weiterhin einen Anlieger- und Lieferverkehr.

Ritterstraße

Zur Entlastung des Verkehrsknotenpunktes Ritterstraße / Rheinische Straße wird die Ritterstraße zur Einbahnstraße.
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Auf der Ritterstraße wird ausschließlich auf der Ostseite längsseitig geparkt. Aufgrund der großen Anzahl von Häusereinfahrten können auf der Westseite keine öffentlichen Parkplätze angeboten werden. Die Gehwegbreite liegt im Schnitt bei 3,5 m. Vor dem FZW wird der westliche Gehweg auf ca. 7,0 m aufgeweitet, so dass eine Aufenthaltsfläche entsteht, welche mit Bänken und einer Baumreihe ausgestattet wird. Auf der Übelgönne wird ausschließlich auf der Südseite schräg geparkt. Südlich des Parkstreifens grenzt ein einseitiger 3,0 m breiter Gehweg an. Auf der Nordseite bleibt ein Schrammbord bestehen. Damit die Verkehre von der Übelgönne auf die Unionstraße besser abfließen können, wird die Fahrbahn am Ende aufgeweitet. Es entsteht eine 5,0 m breite Fahrspur in Richtung Unionstraße, so dass künftig die PKW parallel in beide Richtungen abbiegen können. Dadurch wird der Radfahrer auf der Unionstraße nach dem Kreuzungsbereich mit einer Rampe auf den Gehweg geführt.

Die Trennung von Fahrbahn und Gehwegen erfolgt mit Hochbordsteinen, die im Bereich der Grundstückszufahrten abgesenkt werden. An den Einmündungen werden barrierefreie Doppelquerungsstellen nach dem Dortmunder Standard eingebaut. Im Zuge der Baumaßnahme wird die bereits vorhandene Querungshilfe auf der Unionstraße, die südlich an die Einmündung Unionstraße und Übelgönne angrenzt, sowohl barrierefrei ausgebaut als auch leicht nach Süden versetzt. Eine Verlegung soll das problemlose Abbiegen des Lieferverkehrs aus der Übelgönne sicherstellen.

Für die städtebauliche Gestaltung werden unter Berücksichtigung der örtlichen Versorgungsleitungen und in Abstimmung mit der Feuerwehr Straßenbäume in den Grünflächen zwischen den Stellplätzen und im Gehwegbereich vor dem FZW gepflanzt. Die Straßenbeleuchtung wird erneuert und mit LED-Technik ausgestattet. Darüber hinaus werden Fahrradabstellplätze gebaut, die das vorhandene Angebot in der Benno-Elkan-Allee und nördlich der Übelgönne ergänzen.

Die Gestaltung und Materialwahl der Gehwege und der Stellplätze sowie die mobilitätsgerechte Ausführung orientieren sich an dem baulich umgestalteten und angrenzenden Teilbereich der Rheinischen Straße (Gehweg: rechteckiges graues Betonpflaster, Parkstreifen: rechteckiges anthrazitfarbenes Betonpflaster).

Bürgerinformationsveranstaltung am 04.05.2017

Bürgerinformationsveranstaltung am 04.05.2017
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Die Entwurfsplanung wurde auf einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung am 04.05.2017 den Anliegerinnen und Anliegern, Eigentümerinnen und Eigentümern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßten den Straßenneubau und die damit verbundene städtebauliche Aufwertung des öffentlichen Raumes. Insbesondere der schlechte Straßenzustand ließ an einer Notwendigkeit der Umbaumaßnahme keine Zweifel.

Umsetzung

Die Bezirksvertretung Innenstadt-West hat am 05.07.2017 die Baumaßnahme beschlossen. Mit dem einjährigen Umbau soll Mitte 2018 begonnen werden. Im Zuge des Umbaus werden entsprechend der Ortssatzung Anliegerbeiträge nach dem Kommunalen Abgabegesetz (KAG) erhoben.

Kontakt

Stadt Dortmund - Tiefbauamt Abteilung für Straßen- und KanalbauDorit Gloth

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