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Energieberatung für Kleingewerbe im Unionviertel

Viele kleine Gastronomiebetriebe prägen das Bild rund um die Rheinische Straße. Zahlreiche Imbissstuben und Restaurants mit internationalen Spezialitäten bereichern die Aufenthaltsqualität und stillen die kulinarischen Bedürfnisse. Aber auch kleinere Handwerksbetriebe wie Bäckereien, Schreinereien, Friseursalons oder Autowerkstätten gehören zum Unionviertel.

Imbissbetrieb im Unionviertel

Imbissbetrieb im Unionviertel
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dr. Michael Hesse

Allen diesen Betrieben gemeinsam ist, dass sie ihre Familien ernähren und Arbeitsplätze im Unionviertel anbieten. Und genau wie private Haushalte sind sie von den steigenden Energiepreisen in zunehmendem Maße betroffen. Die Energiekosten nehmen einen immer höheren Anteil an den Produktionskosten ein, sei es zum Backen des Vollkornbrots, zur Kühlung der Getränke oder zum Heizen der Verkaufsfläche. Sie schmälern in zunehmendem Maße die sowieso nicht üppig bemessenen Gewinnmargen. Bei welchem Prozess wie viel Energie verbraucht wird und wo Einsparmöglichkeiten bestehen, ist den meisten Betreibern/innen kleiner Gewerbebetriebe nicht bewusst. Im Gegensatz zu großen Industriebetrieben können sie sich mit ihrem geringen Personalbudget keinen Energiebeauftragten leisten und auch weitere Möglichkeiten der Energieberatung sind kaum bekannt.

Da kleine Gewerbebetriebe bisher selten im Fokus von Energiekonzepten waren, ist über die Praktikabilität der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in der Realität wenig bekannt. Zwar sind theoretische Potentiale und Kosten-Nutzen-Modelle errechenbar, es gibt aber kaum Erfahrung, ob sie mit der tatsächlichen Situation und den Lebensbedingungen der Kleinstbetriebe vor Ort in Einklang zu bringen sind.

Hier möchte die Stadt Dortmund mit ihrem Projekt „Energieberatung für Kleingewerbe im Unionviertel“ einsetzen. Zehn kleine Gewerbebetriebe erhalten eine kostenlose, auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Energieberatung. Ein erfahrener Energieberater sucht sie in ihrem Betrieb auf und erarbeitet gemeinsam mit ihnen eine detaillierte Aufstellung, wo und in welcher Höhe Energiekosten anfallen. Anschließend werden Vorschläge zur Energieeinsparung entwickelt und mit einer Investitions- und Einsparrechnung versehen. Diese Ergebnisse werden in einem Bericht für den Betrieb zusammengestellt. Auf Wunsch wird der Betrieb nochmals besucht, um die einzelnen Maßnahmen zu erläutern. Der Betrieb erfährt also direkt, mit welchen Investitionen oder Umstellungen die laufenden Nebenkosten der Produktion gesenkt werden können.

Die Stadt Dortmund erhält einen Einblick in die Möglichkeiten zur Energieeffizienz in kleinen Gewerbebetrieben. Aus den Erfahrungen mit den Praxisbeispielen sollen Angebote und Handreichungen für verwandte Betriebe in ganz Dortmund entwickelt werden, die letztendlich ihren Beitrag für den Klimaschutz in Dortmund leisten.

Projektlaufzeit:
Januar – Juni 2015

Kontakt

Stadt Dortmund - UmweltamtDr. Monika Hirsch Ansprechpartnerin

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