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Rheinische Straße mit Dortmunder U

Stadtumbau Rheinische Straße

Bild: PURE Public Relations

Was bisher geschah

Meilensteine in der Entwicklung des Unionviertels

Erstes Sommerfest im Union-Gewerbehof - 22.08.12

Am 25. August lädt der Union-Gewerbehof zu seinem ersten großen Sommerfest. Von 11 bis 21 Uhr erwartet den Besucher an der Huckarder Straße 10-12 ein vielfältiges Programm: Künstlern über die Schulter schauen, selbst gestalten, eine Ausstellung in Katakomben besuchen oder beim großen Floh- und Künstlermarkt schnuppern.

Zum ersten Sommerfest im Union-Gewerbehof ist das ganze Unionviertel eingeladen: Nachbarn, Anwohner, Ausflügler, Kunden, Geschäftspartner und Interessenten können als Besucher teilnehmen oder sich gleich aktiv einbringen. Bei der Künstlerin Babette Martini etwa kann man aus nächster Nähe erfahren, wie Totenmasken entstehen, oder sich gar selbst daran versuchen. „Klingt ein wenig morbide, ist aber sehr interessant“, weiß Claudia Enders vom Vorbereitungsteam des Sommerfestes.

Die Künstler und Dienstleister öffnen an diesem Tag ihre Büros und Ateliers, um Einblicke in ihre Arbeit zu bieten. Eines der Highlights ist die Ausstellung „Im Angesicht der Flüchtigkeit“ der Bochumer Künstlerin Susanne Maiwald. In den Katakomben des Union Gewerbehofs werden ihre Werke vier Wochen lang zu sehen sein.

„Was ist eigentlich dieser Union Gewerbehof? Wer arbeitet da? Was machen die Leute? Auch diesen Fragen geht das Sommerfest nach“, so Enders. „Unter dem Motto GeSA – Gemeinsam Selbständig Arbeiten – tauschen wir uns hier regelmäßig kollegial aus. Diesen Austausch will der Festtag auch nach außen tragen.“

Wer möchte, kann zudem etwas nach Hause tragen: Ein Floh- und Künstlermarkt bietet neben klassischem Trödel die Angebote heimischer Künstler aus eigener Werkstatt. 32 Stände werden den Innenhof des Union-Gewerbehofs beleben. Hier plant der Verein „Erleben Lernen Erfahren ELE e.V.“ eine Überraschung für kletterfreudige Kinder, über die aber – „Psst!“ – noch nichts verraten wird.

Neben einer Grillstation sorgt der im Union-Gewerbehof ansässige Catering-Service Vegamaxx mit vegetarischen Speisen für das leibliche Wohl, während das Hofcafé Kaffee und Kuchen serviert. Die Biermacher eG schenkt selbstgebrautes Bier aus und weiß aus der traditionsreichen Dortmunder Biergeschichte zu berichten.

So bunt und vielfältig wie die Menschen im Union-Gewerbehof ist auch ihre Musik: „Viele hier musizieren nebenberuflich“, berichtet Enders. „Daher haben wir gefragt, wer das Bühnenprogramm mitgestalten will, und es ist eine einzigartige Mischung entstanden: Ein Gitarrensolist, eine Jazzband, verschiedene Chöre und ein Klarinetten-Auftritt erobern die Bühne.“

Wen wundert es da noch, dass Hausmeister Martin nach Ausklang der Live-Auftritte als DJ mit Salsa-Musik die Gäste in Tanzlaune bringen will? Enders: „Es ist ungezwungen, aber jeder macht mit. Das ist genau, was unser Unionviertel ausmacht.“

Union-Gewerbehof: Wichtiger Kreativstandort in Dortmund

Das Dortmunder Unionviertel entwickelt sich immer mehr zum Standort für Künstler und Kreative. Rund um das Kunst- und Kreativzentrum am Dortmunder U gestalten sich ideale Bedingungen zur Existenzgründung. Der Union-Gewerbehof, der 2011 sein 25-jähriges Bestehen feierte, gilt dabei als „einer der wichtigsten Kreativstandorte in Dortmund“. In dem Gebäudekomplex des ehemaligen Hüttenwerks Union an der Huckarder Straße haben kleine und mittlere Unternehmen, Wissenschaftler und Kreative rund 200 Arbeitsplätze geschaffen.

„Inzwischen stammen mehr als die Hälfte unserer Firmen aus dem Kunst- und Kreativbereich“, erklärt Hans-Gerd Nottenbohm, Geschäftsführer der Union-Gewerbehof GmbH. „Designer, Fotografen oder Grafiker brauchen meist kleinere Objekte; genau die können wir ihnen bieten, und auch noch zu günstigen Mieten – ein wichtiger Faktor für die Kreativbranche, in der die wenigsten gleich zu Anfang das große Geld machen.“

Unionviertel bewegt - 13.07.2012

Das Dortmunder Unionviertel als Filmstar: Bei zum Teil strömendem Regen sind die Videoclips entstanden, mit denen das Unionviertel auf seine guten Seiten aufmerksam machen möchte. Dass es dabei gelungen ist, sonnig-sympathische Momentaufnahmen einzufangen, ist vor allem dem Filmteam um Patrick Waldmann zu verdanken.

Der Filmemacher hat seinen Abschluss im Bereich Grafik und Design an der Fachhochschule Dortmund gemacht und dort u.a. bei dem Filmdesigner und Professor Adolf Winkelmann studiert, der die „Fliegenden Bilder“ am Dortmunder U initiiert. Ausgehend vom U-Turm mit seiner Signalwirkung für Kunst und Kreativität entwickelt sich das Unionviertel derzeit dynamisch mit einer inspirierenden jungen Künstlerszene, mit immer mehr Studierenden dank günstiger Wohnungen in Uni-Nähe und einer lebhaften Gastronomie, u.a. am malerischen Westpark.

Waldmann und seinem Team ist es gelungen, die Gesichter des Viertels und seine Atmosphäre in jeweils knackig-kurzen Clips von 15 Sekunden einzufangen. Die Clips werden vom 19.07. bis 19.08.2012 auch auf der 280 qm großen Riesenleinwand im Vorprogramm von „Kino im Stadion“ im Signal-Iduna-Park zu sehen sein. Unter dem Titel „Unionviertel bewegt“ laufen sie zudem ab sofort online unter www.unionviertel.dortmund.de.

Popdesignfestival kommt ins Unionviertel - 15.06.2012

Das Popdesignfestival kommt ins Unionviertel. Vom 25. Juni bis 8. Juli steht das Dortmunder Kreativquartier im Zentrum von Konzerten und Ausstellungen internationaler Künstler, Workshops, Partys, Design-Editionen, Installationen und vielfältigen Aktionen.

Eine Nacht durchtanzen oder das Unionviertel unter kundiger Führung per Fahrrad erobern, neue Designer entdecken oder sich selbst kreativ betätigen? Das Popdesignfestival lässt kaum Ideen aus und kommt, zwei Jahre nach seiner Startphase in Köln, bereits als erprobtes Format nach Dortmund.

„Das Festival gibt reizvolle Einblicke in die Szene, die Dortmund zu einem kreativen Zentrum gemacht hat“, sagt Marc Röbbecke von Heimatdesign, die gemeinsam mit dem Kölner ‚Design Quartier Ehrenfeld‘ als Veranstalter agieren. Dazu gehören zahlreiche Ateliers und Künstler ebenso wie Musiker, Designer und kreative Köpfe, die das Viertel prägen.

„Gerade im Unionviertel siedeln sich zunehmend spannende Projekte an“, erklärt Röbbecke. „Hier setzt das Popdesignfestival jetzt Akzente und einige klangvolle ‚Rufzeichen‘.“ Die Stadt Dortmund unterstützt die Maßnahme mit Mitteln des Stadtumbaus, der Wirtschaftsförderung und der Kulturbetriebe.

Dortmunder Dream Pop und „Green City“

Startschuss ist am Montag (25.06.) im Spiegelzelt am Dortmunder U, wenn um 15 Uhr Akteure von Unionviertel und U-Turm mit den Veranstaltern das Festival eröffnen. Um 19 Uhr geht es hier gleich los mit dem ersten Konzert von „Xul Zolar“ und „Shoreline is“, elektronische Klangästhetik aus Köln und Dortmunder Dream Pop.

Kontrastprogramm bietet der Dienstag (26.06.) mit „Green City“: Um 12 Uhr ist Aufbruch zur Erkundung und Machbarkeitsdiskussion einer „Urban Agriculture“ rund um den U-Turm.

Derweil sind ab 10 Uhr „Freiberufler, Selbständige und Festangestellte“ aufgefordert: „Lassen Sie sich von Ihrer Firma unter das U und in den Union Gewerbehof schicken!“ Beim Experiment „Coworking Outbreak“ arbeiten sie in Kleingruppen unter dem Sonnenschirm oder auf Sitzsäcken in einer stillen Ecke, auf jeden Fall aber an der frischen Luft und mit „frischen Ideen – Arbeiten wie in der Zukunft“. Junge Musik von heute bringen dann ab 19 Uhr die Dortmunder Indie-Band „Sisterkingkong“ und „Locas in Love“ aus Köln ins Spiegelzeit.

Neues Quartierscafé im Unionviertel öffnet seine Pforten - 14.06.12

Am 20. Juni ist es soweit: Das Dortmunder Unionviertel erhält sein neues „Quartierscafé“ an der Rheinischen Straße 194. Wenn sich dort am Mittwoch um 10 Uhr erstmals die Türen öffnen, erfüllen sich damit gleich mehrere Wünsche der Anwohner.

„Gesucht wurde ein Treffpunkt, wo sich alt und jung begegnen, Kinder und Senioren, Menschen, die gern kochen, oder Leute, die gern lesen“, schildert Detlef Becker von der EWEDO GmbH, der das Stadtumbauprojekt im Auftrag der Stadt leitet.

So wird es neben dem gastronomischen Angebot auch interkulturelle Veranstaltungen wie z.B. "Gesunde Ernährung" mit Kochkursen für einfache und gesunde Mahlzeiten geben sowie kulturelle Treffen bei Lesungen und Workshops. Spiel und Freizeit für Kinder locken neben Angeboten für Senioren ins Quartierscafé.

Idealerweise bringt das Haus an der Rheinischen Straße 194 dazu die besten Voraussetzungen mit. Es umfasst eine komplette gastronomische Einrichtung mit Küche, Kühltheke und sogar Pizzaofen. Sein Gastraum bietet großzügigen Platz für Zusammenkünfte und Beisammensein.

„Dieses Haus hat schon länger darauf gewartet, wieder mit Leben erfüllt zu werden“, berichtet Karen Martens, Projektleiterin im Stadtplanungs- und Bauamt. „Im Rahmen des Stadtumbaus können wir solche attraktiven Immobilien durch sogenannte Zwischennutzungen stabilisieren und in den Blickpunkt möglicher Mieter oder Investoren rücken.“

In diesem Fall erlaubt es zudem die Kombination mit einem Beschäftigungsprojekt des Jobcenters Dortmund, Perspektiven für die Nutzung aufzuzeigen. „Das Quartierscafé bietet dazu die Bereiche Service, Hauswirtschaft, Veranstaltungstechnik und Büroorganisation. Solche Verknüpfungen haben sich schon im Vorläuferprojekt ‚Blaues Haus‘ als sehr erfolgreich erwiesen“, sagt Karen Martens.

Auch die Beteiligungsprozesse als Ideengeber haben sich im Unionviertel bereits bewährt. „Das Angebot für die Anwohner wird attraktiver, zugleich werden Beschäftigung und Integration im Sinne des Aktionsplans Soziale Stadt gefördert“, freut sich Detlef Becker.

Vogelnest und Kletterwald im Unionviertel tragen „Hoch hinaus“ - 29.05.2012

Mit dem ersten Spatenstich wurde am Donnerstag (31.05.) für die 7. Klasse der Hauptschule Innenstadt-West gleich ein ganzer Wunschzettel wahr: Mit Baubeginn der neuen Spielanlage im Westpark an der Ritterhausstraße entsteht im Unionviertel ein dichter Kletterwald aus zwei bis sechs Meter hohen Spieltürmen und Podesten.

Die Kletteranlage „Hoch hinaus“ bildet darin den zentralen Punkt: Türme, die durch Brücken und Netze verbunden sind, ein „Vogelnest“ aus einem frei hängenden Gitterkäfig in fünf Meter Höhe, ein Gittertunnel, eine vier Meter hohe Rutsche und ein Schaukelbereich fügen sich im Laufe des Sommers in das Bild des Westparks ein. Insgesamt stehen hierfür 150.000 Euro (Bund, Land NRW, Stadt Dortmund) zur Verfügung.

Der neue Spielplatz bildet den ersten Teil des Projektes „Spiel- und Toberaum Westpark“, das das Stadtplanungsamt sich seit 2010 auf die Fahne geschrieben hat. Die Planung dazu basiert auf einer Beteiligungsaktion vom Workshop „Spielen und Toben“ im Westpark bis hin zur Fragebogenaktion auf den Schulhöfen des Bezirks Innenstadt-West.

„Die Kinder wollen ‘hoch hinaus’, Herausforderungen bestehen, sich selbst erleben, ‚wow‘-Effekte spüren und an ungewohnten Plätzen im wahrsten Sinne des Wortes ‚abhängen‘“, berichtet Projektleiterin Karen Martens von den Wünschen und Ideen der heutigen 7. Klasse der Hauptschule Innenstadt-West. „Die Kinder dieser Klasse setzen jetzt den ersten Spatenstich und leiten so die Baumaßnahme ein“. Auch Eltern und Anwohner hatten Gelegenheit, Anregungen einzubringen, und können von nun an die Baufortschritte beobachten. Für alle Neugierigen hängen die Entwürfe für den Spielplatz zudem ab kommender Woche im Quartiersbüro, Heinrichstraße 1, aus

Im Juni 2011 war der der Rat der Stadt Dortmund den Vorschlägen der Beteiligungsaktion gefolgt und gab grünes Licht zur Neugestaltung der Spielplätze im Wert von insgesamt rund 407.000 €. Die nächsten Schritte zur Umsetzung sind derzeit in Vorbereitung: Der Spielplatz Möllerstraße soll für kleinere Kinder neu gestaltet werden; beide Spielplätze werden dann über eine „Spielstraße“ miteinander verbunden.

Unionviertel lädt ein: „Hier kannst Du Dich niederlassen“ - 16.05.2012

Ab Donnerstag gibt es bei den drei beliebten Cafés am Westpark eigene „Niederlassungen“ des Dortmunder Unionviertels: Nagelneue Liegestühle im Unionviertel-Design bieten einen Extraplatz.

Pünktlich zum Westparkfest vom 17. bis 20. Mai wirft sich das Unionviertel in Schale und lädt die Menschen ein, sich hier niederzulassen. Der gastfreundliche Spruch schmückt die Sitzflächen der neuen Liegestühle und die Oberflächen der Tische, an denen gegessen, getrunken und gelacht werden kann.

„Als kleine Oasen demonstrieren sie die Gastlichkeit des Viertels“, erklärt Michael Riechey, der den „Tag des Quartiers“ am 19. Mai im Rahmen des Westparkfestes organisiert. „Die Menschen sehen, dass das Unionviertel ein schöner Ort ist, um sich niederzulassen – in der Freizeit, aber auch z.B. als Jungunternehmer.“

In seinem „Café Kinkys“, Teil von „Kinkys Friseur im Park“ an der Rittershausstraße, trifft er täglich auf Studenten und Kreative, die hier bereits eine Bleibe gefunden haben. Aber noch ist Platz da, sagt Tobias Klotz, Organisator des Westparkfests.

Als Betreiber des Szenetreffs „Kaktus-Farm“ und der Agentur six4media in der Wilhelmstraße nimmt er Trends und Strömungen frühzeitig wahr. „Das Unionviertel trägt seinen Namen erst seit wenigen Wochen, und schon hat er sich nahezu überall etabliert.“

Die neuen Unionviertel-eigenen Liegestühle und Tischhussen werden auch künftig den Gästen rund um den Westpark zur Verfügung stehen: Neben dem Café Kinkys beherbergen das „Schneckenhaus“ und das „Café Erdmann“ die einladenden „Niederlasser“.

Das U erobert sich Dortmund zurück - 09.02.2012

Stadtumbaugebiet wird „Unionviertel“

Dortmund. „Das ‚Stadtumbaugebiet Rheinische Straße‘ braucht einen neuen Namen“, waren sich Stadt und Akteure vor Ort einig. Dieser lebendige Teil der Stadt, von Planern erst vor wenigen Jahren auf dem Reißbrett definiert, erfindet sich jetzt neu und wird das „Unionviertel“ in Dortmund!

Das „Unionviertel“ ist das Gebiet, das sich vom Dortmunder U über den Westpark bis hin zur Emscher erstreckt; ein Viertel, das rund 10.000 Menschen ihr Zuhause nennen.

„Zu Füßen des Dortmunder U entwickelt das neue Viertel Eigendynamik und entdeckt seine spannenden Seiten. Aus dem Dreiklang Stahl-Kohle-Bier, der hier jahrzehntelang den Ton angab, erwachsen stetig neue Kulturen und Strukturen“, erklärt Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß. „Von hier stammt der Vorschlag und der Wunsch nach dem ‚Unionviertel‘. Das zeigt uns: Das U ist in der Gegenwart angekommen.“

„Union steht für das Positive, das aus dem Wandel erwachsen kann“

Mehr noch, betont Ulrich Dreiskämper, der das Viertel als stellvertretender Leiter der Stadterneuerung begleitet: „Die Menschen des Unionviertels freuen sich auf eine Zukunft, in der ihre Geschichte für Identität steht und für das Positive, das aus dem Wandel erwachsen kann.“

„Unionviertel ist Kult, ist Szene, ist Zukunft“

„Für die Jungen ist ‚Union‘ bereits Kult, die Szene um das Kreativzentrum reizvoll, intellektuell, avantgardistisch“, stellt Petra Paplewsky, die Projektleiterin der Stadt Dortmund, fest. „Der Name allein verleiht dem Viertel das Potenzial, sich in die Gilde der beliebten Studentenviertel wie Kreuzviertel oder Klinikviertel einzureihen. Es klingt danach, es ist auf dem Weg“, schwärmt Sarah Schweitzer, die im Team von PURE, Dortmund, am Marketing für den Stadtteil mitwirkt.

„Unionviertel ist so sehr Dortmund – unsere eigene Zeitgeschichte taucht als Mythos wieder auf, der danach ruft, mit neuen Inhalten gefüllt und revitalisiert zu werden“, fasst Friedrich Fuß die ersten Reaktionen zusammen.

Diese Geschichte nimmt bereits im 19. Jahrhundert ihren Lauf, als mit dem Namen „Union“ wirtschaftlicher Aufschwung Einzug ins Stadtgebiet hält. Zwei Konzerne markieren den Startpunkt für das Viertel am Hellweg, der heute „Rheinische Straße“ heißt: 1872 entsteht hier die Union AG für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie, im Jahr darauf folgt die Gründung der Dortmunder Union-Brauerei. Noch bis in die 1990er Jahre prägen Montanindustrie und Bier nicht nur das Stadtgebiet, sondern mit europaweiten Erfolgen das gesamte Image der Stadt.

Neuer Schaffensdrang in alten Gebäudekomplexen

Von der Rheinischen Straße durch das ehemalige Industrie-Gelände verläuft bis heute die Unionstraße. Im Union-Gewerbehof haben kleine und mittlere Unternehmen, Wissenschaftler und Kreative der unterschiedlichsten Branchen rund 200 Arbeitsplätze geschaffen. Den Raum dafür bietet ein ehemaliger Industriekomplex.

Auf der anderen Seite prangt das neun Meter hohe, goldene U seit 1968 als weithin sichtbares Wahrzeichen über der Stadt. Dortmunds erstes Hochhaus, in den 1920er Jahren von der Union-Brauerei errichtet, ist heute zentraler kreativer Anlaufpunkt und bietet künstlerischen Szenarien von Museum über Fachhochschule bis hin zu den Viedeoinstallationen des Filmdesigners Adolf Winkelmann eine Heimat.

„Union: Die Einheit in der Vielfalt“

„Während so im U-Turm ständig neue Kulturgemeinschaften entstehen, bildet das Viertel eine Kulturgemeinschaft der Völker und Nationen“, erläutert Ulrich Dreiskämper. „Die ‚Union‘ – die Einheit in der Vielfalt – ist ihr gemeinsamer Nenner und das Verbindungsglied für die Menschen, die hier leben, sich engagieren und heute das Viertel ausmachen.

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