Dortmund überrascht. Dich.
Bahnsteig HBF

Tiefbauamt

Bild: Stadt Dortmund

Umbau und Erweiterung der Stadtbahnanlage im Hauptbahnhof – Baulos 20

Bahnsteigbereich

Bahnsteigbereich
Bild: Stadt Dortmund

Die Ausgangslage

Seit 1984 ist die Stadtbahnanlage Dortmund Hauptbahnhof in Betrieb. Als Hauptzubringer zu den täglich über 530 Zügen des Regionalverkehrs und aufgrund des seit der Inbetriebnahme stetig gestiegenen Fahrgastaufkommens wird dieser Bahnhof seiner Aufgabe in der heutigen Form nicht mehr gerecht. Er entspricht weder in verkehrlicher noch in baulicher Hinsicht den heutigen Anforderungen an eine moderne, leistungsfähige und attraktive Stadtbahnanlage.

Die Beschlusslage und Finanzierung

Der Rat hat am 15.November 2012 den Umbau und die Erweiterung der Anlage mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 37 Millionen Euro beschlossen. Die Investitionskosten beinhalten Planungs- und Baukosten. Sie werden von Bund und Land mitfinanziert.

Blick vom Nordausgang aus in die Verteiler-Fußgängeranlage Königswall

Blick vom Nordausgang aus in die Verteiler-Fußgängeranlage Königswall
Bild: Stadt Dortmund

Was soll passieren?

Bausteine des – insbesondere mit DSW21 als Betreiberin der Anlage – abgestimmten, anspruchsvollen Projektes sind die Verbreiterung der beiden Seitenbahnsteige im mittleren Bereich von derzeit etwa 4 Metern auf rund 9.5 Meter, die Herstellung eines neuen mittig liegenden Treppenzugangs auf jeder Seite und neue – ebenfalls in die Mitte der Bahnsteige gesetzte – Aufzugsanlagen.

Blick in die Verteilerebene

Blick in die Verteilerebene
Bild: Stadt Dortmund

Die südlichen Zugänge werden weiterhin um eine zusätzliche Fahrtreppe erweitert. Gleichzeitig wird der Bahnhof brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Bei der Ausgestaltung des Bahnhofs werden die Grundsätze der barrierefreien Planung berücksichtigt.

Durch den Umbau und die Erweiterung der Stadtbahnanlage wird die Kapazität und die Attraktivität der Anlage gesteigert – als eigenständiger Baustein des zentralen Verkehrsknotens Dortmund Hauptbahnhof. Die Arbeiten sind unabhängig von den Planungen der DB AG zum Umbau der Verkehrsstation Dortmund Hauptbahnhof zu sehen.

Baugeschehen

Am 20. Januar 2014 wurde die Umsetzung des Projektes mit vorbereitenden Arbeiten eingeläutet. Zunächst wurde die Baustelleneinrichtungsfläche vom Königshof aus bis über den Nordausgang des Hauptbahnhofes eingerichtet und vorbereitende Arbeiten (z.B. Demontage von Schutzleitplanken, Beseitigung von Müll und Aufwuchs, Treffen von Schutzmaßnahmen) ausgeführt.

Blick auf den Bahnsteig

Blick auf den Bahnsteig
Bild: Stadt Dortmund

Anfang Februar 2014 wurde dann der alte Güterbahnsteig der DB AG inklusive Überdachung abgerissen. Auch ein Teil des Bahnsteiges des Gleises 8 wurde entfernt. In diesem Bereich werden ab November 2014 die Startschächte für die unterirdischen Vortriebsarbeiten zur Verbreiterung der Bahnsteige abgetäuft, daher muss dort Platz geschaffen werden.

Anschließend wurden oberirdisch im Gleisbereich Injektionsarbeiten zur Bodenstabilisierung vorgenommen. Diese konnten im September 2014 abgeschlossen werden. Die Stabilisierungsarbeiten waren in verschiedene Arbeitsbereiche unterteilt und umfassten Injektionen der zur erstellenden Rohr- und Tunnelvortriebe, Stabilisierungsarbeiten, Baugrundverbesserungen im Bereich der Startschächte und Verfüllungsarbeiten sowie Stabilisierungen der alten Verbauwände und Arbeitsräume oberhalb des Stadtbahntunnels.

Bilderstrecke: Baulos 20 - Umbau und Erweiterung der Stadtbahnanlage Dortmund Hauptbahnhof

Bohr- und Injektionsarbeiten 24 Bilder
Bohr- und Injektionsarbeiten zur Bodenstabilisierung
Bild: Firma Keller

Alle Bilder dieser Serie finden Sie auch im Medienportal.

Am 22.10.2014 erfolgte dann der symbolische Spatenstich für die in geschlossener bergmännischer Bauweise (unter laufendem DB- und Stadtbahnbetrieb) erfolgenden Arbeiten für die Bahnsteigerweiterung. Dieser Spatenstich erfolgte genau 45 Jahre nach dem ersten Rammschlag in der Geschichte des Dortmunder Stadtbahnbaus. Am 22.10.1969 führten OB Heinrich Sondermann und Landesfinanzminister Dr. Fritz Kassmann diesen unter dem Slogan "Eine Stadt fährt in die Zukunft" vor dem Hauptbahnhof mit dem Bau der Fußgängeranlage Königswall und dem Fahrtunnel durch.

Nun folgen also die Vorbereitungen für die Bahnsteigerweiterung. Die Arbeiten zur Erstellung des Startschachts werden bis Februar 2015 laufen. Das Vorpressen der seitlichen Rohrschirme, unter deren Schutz aus Sicherheitsgründen dann der Vortrieb erfolgen wird, schließt sich dann an und wird voraussichtlich bis Juni 2015 abgeschlossen sein. Dann beginnt der bergmännische Vortrieb, der bis voraussichtlich Oktober 2015 laufen wird.