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Tiefbauamt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): GPM Foto

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corona.dortmund.de sowie in unserem Live-Ticker

Schwerlastverkehr Kreuzstraße/Kuithanstraße in Dortmund Innenstadt-West

Hier können Sie am 29. den Livestream verfolgen.

Problematik

Problem: Ist-Zustand des Brückenbauwerks

Bei der Errichtung des Bauwerks (Überbau) Lange Straße über die DB Anlage im Jahre 1960 wurde ein Spannstahl verbaut, der sich nach dem aktuellen Stand der Technik als besonders spannungsrissgefährdet darstellt. Das heißt, der Spannstahl kann durch chemische Prozesse innerhalb des Baukörpers korrodieren und ggf. unter ungünstigen Milieubedingungen in seiner statischen Funktion versagen.

Bei der Brücke Lange Straße besteht das Problem einer solchen Spannungsrisskorrosion.

Überprüfung und einschränkende Maßnahmen

Das Bauwerk wurde durch ein auf Spannungsrisskorrosion (SpRK) spezialisiertes Ingenieurbüro auf seine Standsicherheit hin 2019 überprüft.

Parallel musste aus Gründen der Verkehrssicherheit als Sofortmaßnahme eine Ablastung (= Belastungsreduzierung) des Bauwerks von 45 t auf 16 t veranlasst werden. In Folge der Ablastung war/ist ein Befahren der Brücke mit Fahrzeugen mit einem Gewicht von über 16 t nicht mehr möglich. Dies bedingt, dass Schwertransporte - hier insbesondere die der Fa. Thyssen Krupp/Rothe Erde – im Rahmen einer Umleitung über die Kuithan- und Kreuzstraße geführt werden müssen.

Weitergehende Untersuchungen

Grundlage dieser Entscheidung war eine rechnerische Betrachtung der Untersuchungsergebnisse des Ingenieurbüros.

Eine abschließende Bewertung ist erst durch eine weitergehende Untersuchung und Detektion nach Rissen möglich.

Dazu ist das Entfernen der Beschichtung an der Unterseite notwendig. Diese Arbeiten können nur im Rahmen von Sperrpausen der DB (Abschaltung Fahrdraht / kein DB-Verkehr) durchgeführt werden. Mit der DB konnten solche Sperrpausen im April, Juli und Oktober 2020 vereinbart worden. Die erschwerten Bedingungen bei der Durchführung der Untersuchung führen zu einer langen Bearbeitungszeit. Die ersten Untersuchungen haben bereits stattgefunden. Auf Grundlage der endgültigen Detektion der Risse wird dann ein Risskataster erstellt, das zwingend erforderlich für die weitere Beurteilung der Standsicherheit ist.

Weitere Entscheidungen/Vorgehen

Ohne die oben genannte eingehende Untersuchung der Risse ist eine Entscheidung über die Erhöhung der Brückenlast grob fahrlässig. Erst wenn dann die Voraussetzungen gegeben sind, ist es möglich, die umfangreiche Absperrung zu einer einspurigen Nutzung der Brücke auszuschreiben und vor Ort und umzusetzen (bis etwa Dezember 2020).

Weitere Informationsmaßnahme / Aktuelles

Das Tiefbauamt wird in Kürze eine Einwohner*innenversammlung durchführen. Weitere Einzelheiten, Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.