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Vermessungsgerät

Vermessungs- und Katasteramt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Photogrammetrische stereoskopische Auswertung

Methode: Photogrammetrische stereoskopische Auswertung Die Fortführung der Stadtgrundkarte und der Amtlichen Basiskarte 1:5000 (ABK) bezüglich der Topographie (z.B. Gehwege, Fahrbahnbegrenzungen, Gleise, Böschungen usw.) geschieht überwiegend durch photogrammetrische stereoskopische Auswertung von digitalisierten Luftbildern.

Dazu wird etwa alle 3 Jahre das gesamte Stadtgebiet überflogen. Jeder Gegenstand, der ausgewertet werden soll, muss mindestens in zwei Luftbildern zu sehen sein, damit beim Betrachten ein räumlicher Eindruck entsteht.

Nach Abschluss des Bildfluges wird das Bildmaterial mit Hilfe von Hochleistungsscannern digitalisiert dem Vermessungs- und Katasteramt auf Datenträgern zwecks Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt. Die Durchführung des Bildfluges sowie das Scannen der Bilder werden im Wege der Vergabe von externen Firmen übernommen.

Die digitalisierten Luftbilder werden anschließend mit einer speziellen Hard- und Softwarekonfiguration lage- und gegebenenfalls auch höhenmäßig ausgewertet. Dazu ist es erforderlich, zwei Luftbilder desselben Bereiches zu laden, damit dann mit Hilfe einer Stereobrille und einer auf dem Bildschirm sichtbaren Messmarke beliebige Punkte ausgewertet werden können. Zur Feststellung von Veränderungen in der Topographie wird zusätzlich zum Luftbild das Amtliche Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) für den entsprechenden Bereich geladen. Veränderungen werden stereoskopisch ausgewertet und direkt in das Amtliche Liegenschaftskataster-Informationssystem übernommen. Die ausgewerteten Daten werden auch für den Aufbau der ABK genommen.

Die Rechnerkonfiguration besteht im wesentlichen aus besonders leistungsfähigen Workstations, 3D-Monitoren, Kontrollbildschirmen und Stereobrillen. Für die stereoskopische Auswertung kommt die Software "Stereo Analyst für ArcGis" zum Einsatz.

Die verwendeten Luftbilder werden mit einem Normalobjektiv in einem Bildmaßstab von ~ 1:3500 fotografiert. Daraus resultiert eine Auswertegenauigkeit für die Lage von +/- 0,10 m und für die Höhe von +/- 0,20 m.

Vermessungs- und Katasteramt