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Amt für Wohnen und Stadterneuerung

Bild: Stadt Dortmund

Stadtentwicklung

Stadt und Wohnungsunternehmen kooperieren in Westerfilde

Nachricht vom 09.08.2017

Stadt Dortmund, das örtliche Quartiersmanagement sowie die Wohnungsunternehmen DOGEWO21, LEG, Spar- und Bauverein und Vonovia engagieren sich gemeinsam für die Entwicklung der Stadtteile Westerfilde und Bodelschwingh.

Im September 2014 haben die Stadt Dortmund und die in Westerfilde und Bodelschwingh zu der Zeit vertretenen Wohnungsunternehmen eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Diese Vereinbarung legt die Zielsetzungen für die Zusammenarbeit und mögliche Handlungsfelder fest. Verabredet wurden ein enger Austausch und ein abgestimmtes Vorgehen im weiteren Erneuerungsprozess.

Mieter an Planungen beteiligen

Regelmäßige Fachgespräche, ein Freiflächenkonzept unter dem Motto "Stadtteil der 1000 Gärten", Nachbarschaftsgespräche und gemeinsame Aktivitäten sind Bausteine der Zusammenarbeit für das Soziale Stadt Gebiet Westerfilde/Bodelschwingh. Das sind erste Ergebnisse der Kooperation. Ziel ist es, dass der Wohnungsbestand in den nächsten Jahren schrittweise an heutige Wohnansprüche und -standards angepasst werden. Bei allen Maßnahmen sollen die Mieter bei der Planung und Umsetzung beteiligt werden. Dabei sollen die Mieten weiter moderat bleiben.

"Für die Zusammenarbeit von Stadt und Wohnungsunternehmen war auch die neue Ausrichtung der Wohnungsunternehmen grundlegend", erklärt Stadtsprecher Maximilian Löchter. "Heute agieren im Quartier keine Finanzinvestoren, die ihre Gewinne über kurzfristige Weiterverkäufe realisieren. Die heutigen Eigentümer haben die Bewirtschaftung ihrer Wohnungsbestände auf Nachhaltigkeit ausgerichtet."

Die lebenswerten Bedingungen zu erhalten und zu erneuern, gelingt nur, wenn wir die Kräfte bündeln

Anja Laubrock, Amt für Wohnen und Stadterneuerung

Mit den Geschäftsführungen der Wohnungsunternehmen werden die Leitlinien der Zusammenarbeit vereinbart und die Umsetzung begleitet. "Die lebenswerten Bedingungen in Westerfilde und Bodelschwingh zu erhalten und zu erneuern, gelingt nur, wenn wir die Kräfte bündeln. In diesem Sinne ist es gut, dass auf die Partnerschaft zwischen Wohnungswirtschaft und Stadt Dortmund Verlass ist. Alle Investitionen sind bestens angelegt und müssen aber auch so gestaltet werden, dass das Wohnen hier bezahlbar bleibt“, umreißt Anja Laubrock, stellvertretende Leiterin des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung, die Bedeutung dieses Austauschs.

Quartier der 1000 Gärten

Nach Vorstellung des Freianlagenkonzeptes "Quartier der 1000 Gärten" hat beispielsweise die LEG gemeinsam mit der Stadt Dortmund das Pilotprojekt "Am Kirchenfeld 3+5" abgestimmt. Neben umfangreichen Modernisierungsarbeiten an dem Objekt wurde für acht Mietparteien jeweils ein Mietergarten angelegt. Die Erdgeschosswohnungen haben zusätzlich einen direkten Zugang vom Balkon in den Mietergarten erhalten.

Die weiteren Maßnahmen tragen dazu bei, dass Hauseingänge besser gefunden werden können und veraltete Hauseingangszonen neu gestaltet werden, die Spielbereiche für Kinder ausgeweitet und deutlich aufgewertet werden oder zusätzliche Angebote geschaffen werden, an denen sich Menschen unterschiedlichen Alters aufhalten können. Die Wohnungsunternehmen haben bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um die Quartiersentwicklung voranzutreiben. Die Stadt Dortmund wird einen Teil dieser geplanten Maßnahmen aus den Mitteln des Stadterneuerungsprogramms fördern.

Nachbarschaftsgespräche: Wünsche, Bedarfe, Ideen

Derzeit führt das Quartiersmanagement gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen zahlreiche Nachbarschaftsgespräche in den einzelnen Wohnbereichen. Hier können die Mieter direkt vor ihrer Haustür Wünsche, Bedarfe, Ideen und selbstverständlich auch Beschwerden äußern.

Wir erreichen meistens über die Hälfte der angesprochenen Haushalte

Quartiersmanager Dirk Ruß

Bislang haben im Quartier zehn Nachbarschaftsgespräche stattgefunden, bei denen neben konkreten, auf die jeweilige Wohnung bzw. das Wohnumfeld bezogenen Wünschen und Anregungen auch zahlreiche Anliegen geäußert wurden, die sich auf eine Stärkung der Nachbarschaft oder auf gemeinsame Aktionen im Quartier bezogen.

"Auffallend ist, wie rege sich die Bewohnerschaft an diesen Nachbarschaftsgesprächen beteiligt. Wir erreichen meistens über die Hälfte der angesprochenen Haushalte. Die Menschen bringen aber nicht nur ihre Beschwerden vor, sondern haben selbst viele Ideen, wie die Nachbarschaft und das Zusammenleben beispielsweise durch kleine Hoffeste oder andere gemeinsame Aktivitäten verbessert werden kann. Diese sehr positiven Ansätze gilt es, in den nächsten Jahren weiter zu verfolgen und zu stärken", sagt Quartiersmanager Dirk Ruß.

Zum Thema

Das Programmgebiet "Westerfilde/Bodelschwingh" liegt im Nordwesten der Stadt Dortmund, ca. 7 km (Luftlinie) von der Innenstadt entfernt. Es gehört zum Stadtbezirk Dortmund-Mengede.

Das Quartier Westerfilde/Bodelschwingh ist ein durchaus attraktiver Wohnstandort. Nur 12 U-Bahn-Minuten von der City entfernt finden sich auf 220 Hektar Großwohnanlagen im Zentrum, umgeben von Einfamilienhäusern und eingebettet in viel Grün. Jedoch haben sich Missstände in der Bewirtschaftung der Wohnungsbestände problematisch auf den Stadtteil ausgewirkt. In den kommenden Jahren sollen die zahlreichen Potenziale des Quartiers gehoben, gebündelt und gestärkt werden.