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Amt für Wohnen und Stadterneuerung

Bild: Stadt Dortmund

Umfragebericht

Situation auf Dortmunder Wohnungsmarkt - Trend zur Eigentumsbildung setzt sich fort

Nachricht vom 15.05.2018

In Zeiten angespannter Wohnungsmärkte, Mietpreissteigerungen und hohen Baukosten sollten sich Wohnungsneubau und Bestandsentwicklung auf differenzierte Ansprüche der Nachfragegruppen einstellen. Das wird im Umfragebricht zur Situation auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt deutlich, den eine fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung nun vorlegt.

So vielfältig die Lebensstile und Haushalte in der Stadt sind, so differenziert gestaltet sich auch die Nachfrage nach Wohnraum.

Trend zur Eigentumsbildung setzt sich fort

Neue Nachfragemuster bzgl. Wohnungsgröße, Wohnungstyp, Kosten und Lagekriterien werden durch die im Frühjahr 2017 von der Dortmunder Statistik durchgeführte Bürgerumfrage ebenso offenkundig wie die Bestätigung klassischer Wohnwünsche. Mieterinnen und Mieter wünschen sich bezahlbare Wohnungen; besonders im Alter spielen geringe Kosten eine immense Rolle.

Gut gelegen, günstig, barrierefrei und energieverbrauchsarm sind insgesamt die wichtigsten Kriterien bei der Wohnungssuche. Daneben hält der Trend zur vermehrten Eigentumsbildung an, was besonders im unteren und mittleren Preissegment zu Anspannungen auf dem Wohneigentumsmarkt führt. Die gute Rücklaufquote von 35 Prozent bestätigt das Interesse der Dortmunder Bevölkerung am Befragungsthema und dessen gesellschaftliche Bedeutung.

Umfrage inhaltlich breit aufgestellt

Ergänzt werden die Ergebnisse der schriftlichen Befragung von Dortmundern durch Interviews mit Wohnungsmarktakteuren und Vertretern besonderer Nachfragegruppen (Senioren, Menschen mit Behinderungen, Transferleistungsempfänger, Flüchtlinge, wohnungslose Personen, Gruppenwohnprojekte, Studierende und High Potentials). Weiterhin wurden fachlich berührte Mitarbeiter der Verwaltung beteiligt.

Die Anregungen reichen von der Steuerung des Verhältnisses von Einfamilienhaus- und Geschosswohnungsbau in Baugebieten bis hin zur Gewährleistung der Nahversorgung in Wohnquartieren. Die Vermeidung von Segregationsprozessen in der Stadt und die Durchsetzung der sogenannten 25 Prozent-Regelung für geförderten Wohnungsbau in Baugebieten sind ebenso zu berücksichtigen wie die Ausweitung des Unterstützungsangebotes seitens der Stadtverwaltung für Mieter, Bauwillige, Investorinnen und Investoren.

Das Dortmunder Planungsbüro StadtRaumKonzept führte die oben genannten Interviews durch, organisierte und moderierte einen dialogorientierten Workshop für Experten und Verwaltung. So konnte insbesondere zielgruppenspezifisch nachgehakt werden, welche Hinweise und Stellschrauben (neben den oben genannten) sich für die Stadt- und Wohnbauflächenentwicklung sowie für den Wohnungsmarkt ergeben:

  • Attraktive Angebote für Familien (Konkurrenz Umland) weiterhin ausbauen
  • Wohnprojekte weiterhin unterstützen
  • Angebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf zum selbstbestimmten Wohnen ausbauen
  • Unterstützungsangebote für Wohnungslose bedarfsgerecht ausweiten
  • Angebot an barrierefreien Wohnraum ausweiten