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Amt für Wohnen

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

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Amt für Wohnen berichtet über seine Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2020

Nachricht vom 23.02.2021

Das Amt für Wohnen hat seinen Tätigkeitsbericht zum Geschäftsjahr 2020 vorgelegt. Der Bericht enthält Ergebnisse zu den Themenbereichen Wohnraumförderung, Wohnraumversorgung und zum Wohngeld.

Nach der Kenntnisnahme des Berichtes durch die Verwaltungsspitze wird er als nächstes an den Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen weitergeleitet.

Wohnraumförderung

Zur Schaffung und Erhalt von bezahlbarem Wohnraum in Dortmund für Haushalte mit geringem Einkommen hat das Amt für Wohnen im abgelaufenen Jahr Wohnraumfördermittel des Landes NRW in Höhe von 43,75 Millionen Euro für die Förderung des Neubaus und der Modernisierung von 799 Wohneinheiten bewilligt. Das zunächst zu Jahresbeginn vom Land zugewiesene Förderbudget in Höhe von 39,9 Millionen Euro wurde nachträglich aufgestockt. Damit konnte das Fördermittelniveau der Vorjahre deutlich erhöht werden (2018: 28,8 Millionen Euro, 2019: 29,3 Millionen Euro).

Besonders erfreulich ist, dass im Förderjahr 2020 nicht nur 80 Neubaumietwohnungen für unterschiedliche Zielgruppen – darunter elf Mieteinfamilienhäuser für kinderreiche Familien – gefördert werden konnten, sondern erstmals seit Jahren auch wieder im größeren Umfang die Modernisierung von älteren Bestandsgebäuden. Für insgesamt 709 Wohneinheiten konnten Fördermittel für Maßnahmen, z. B. zum Abbau von Barrieren und zur Erhöhung der Energieeffizienz, bewilligt werden.

Wohnraumversorgung

"Ende 2020 waren 1.718 Haushalte beim Amt für Wohnen als wohnungssuchend gemeldet. Das waren weniger als noch Ende 2019 (2.150 Haushalte)", erklärt Planungsdezernent Ludger Wilde. Insgesamt haben im Berichtszeitraum 1.695 Haushalte mit der Unterstützung des Kundenbereiches Wohnraumversorgung geförderte Wohnungen beziehen können. Im Vorjahr konnten noch 1.829 sogenannte Bezugsgenehmigungen erteilt werden. Nach wie vor sind insbesondere Haushalte mit fünf und mehr Personen verstärkt auf die Hilfe des Amtes für Wohnen bei der Wohnraumversorgung angewiesen. "Man steht nicht jahrelang auf der Liste, man wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt mit einer Wohnung versorgt", so Wilde.

Der Rückgang der Wohnungssuchenden sowie der erteilten Bezugsgenehmigungen sind im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einzuordnen. Die Fluktuation am Dortmunder Wohnungsmarkt ist im vergangenen Jahr generell zurückgegangen. Dies hat sich auch auf das Segment der öffentlich geförderten Mietwohnungen ausgewirkt.

Der Bestand an öffentlich geförderten Wohnungen belief sich zum 31. Dezember 2020 auf insgesamt 23.165 Wohnungen. Das waren 21.714 Mietwohnungen und 1.451 Wohnungen in Eigenheimen bzw. Eigentumswohnungen. Der öffentlich geförderte Mietwohnungsbestand hat sich 2020 gegenüber dem Vorjahr um rund 430 Wohnungen verringert. Zukünftig wird sich der Bestand jedoch weitaus stärker reduzieren. Im Jahr 2030 ist nach jetziger Datenlage von lediglich rund 13.000 öffentlich geförderten Mietwohnungen auszugehen. "Öffentlch geförderter Wohnraum wird eine wichtige Zukunftsaufgabe für die nächsten Jahre sein, um bezahlbaren Wohnraum nachhaltig zu sichern", schließt Wilde das Thema Wohnraumversorgung ab.

Wohngeld

Das Wohngeld soll leistungsberechtigte Haushalte ein angemessenes und familiengerechtes Wohnen sichern. Durch die Stärkung des Wohngeldgesetzes (Wohngeldreform) zum 1. Januar 2020 – erstmals nach vier Jahren – haben sich im Verlauf des Jahres 2020 sowohl die Anzahl der Wohngeld beziehenden Haushalte als auch die Höhe der Wohngeldausgaben im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Zum Jahresende 2020 standen in Dortmund 6.035 Haushalte (mit rund 12.900 Personen) im laufenden Bezug von Wohngeld. Im Jahr 2019 waren es noch 4.690 Haushalte (mit rund 9.800 Personen). "Der durchschnittliche Wohngeldbetrag pro Haushalt belief sich auf 204 Euro pro Monat (2019: 183 Euro). Insgesamt wurde im Jahre 2020 Wohngeld in Höhe von 14,8 Millionen Euro (2019: 10,3 Millionen Euro) an Dortmunder Haushalte gezahlt", erklärt Ludger Wilde.

Neben der Wohngeldnovelle hatte und hat die Corona-Krise große Auswirkungen auf die Wohngeldsachbearbeitung. Es kam zu vermehrten Anfragen bzw. Anträgen von Haushalten, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie von Einkommensverlusten betroffen waren. Dies betraf in erster Linie Selbstständige sowie Personen, die länger im Kurzarbeitergeldbezug standen oder arbeitslos wurden.

Zum Thema

Weiterführende Informationen sind auf der Seite des Amtes für Wohnen zu finden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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