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Brunnenstraße

Amt für Wohnen und Stadterneuerung

Bild: Amt für Wohnen und Stadterneuerung

Gemeinschaftsprojekt macht Brunnenstraße 51 fit für eine nachhaltige Bewirtschaftung

Das Motto "Nur gemeinsam sind wir stark" prägt den Umgang der Stiftung "Soziale Stadt" mit Problemimmobilie in der Dortmunder Nordstadt.

Erstmals beschreitet eine starke Projektgemeinschaft mit der Sanierung des Gebäudes Brunnenstraße 51 einen neuen Weg zum Umgang mit sogenannten Problemimmobilien in der Nordstadt. Mit dabei sind die Stiftung "Soziale Stadt", das Jobcenter Dortmund, die Grünbau gGmbH, DOGEWO21 und die Stadt Dortmund sowie Sparkasse Dortmund, DEW21 und EDG mit Sach- und Geldspenden. Auch das Land Nordrhein-Westfalen zeigte sofort großes Interesse an diesem bis dato einzigartigen Projekt und ermöglichte den Einsatz von Wohnraumfördermitteln in Höhe von rund 600.000 Euro.

Brunnenstraße

Im Fokus der Sanierung stehen die Anpassung der Grundrisse und der Ausstattung der Wohnungen an die heutigen Wohnbedürfnisse und Wohnstandards.
Bild: Amt für Wohnen und Stadterneuerung

"Nur gemeinsam sind wir stark": das war das Motto, unter dem die Stiftung „Soziale Stadt“ antrat, eine praktikable Lösung für den Umgang mit Problemimmobilien in der Dortmunder Nordstadt zu suchen. Dabei verfolgt sie das Ziel, verwahrloste Gebäude einer Sanierung zuzuführen und anschließend nachhaltig zu bewirtschaften.

In zahlreichen Gesprächen konnten die verschiedenen Kooperationspartner von dem sozialen Gedanken, der dieses Vorhaben prägt, überzeugt und für eine Unterstützung gewonnen werden. Mit DOGEWO21/Dortmunder Gesellschaft für Wohnen mbH steht eine kompetente Ansprechpartnerin für Fragen der Entwicklung und Planung zur Verfügung. Dieses Know-How stellt DOGEWO21 ohne Erhalt einer Leistungsvergütung zur Verfügung.

Mit der Beauftragung von GrünBau, einer gemeinnützige Gesellschaft für soziale Beschäftigung und Qualifizierung, zur Durchführung der Instandsetzung gelingt der Spagat, die Wiederherstellung des Gebäudes mit der Qualifizierung von Arbeitslosen zu verbinden. Diesen bietet sich ein breites Spektrum von Lern- und Qualifizierungsangeboten, das über Abbrucharbeiten, Trockenbau, Maler- und Tapezierarbeiten, Putzarbeiten bis bin zu vorbereitenden Arbeiten für die Elektro- und Sanitärinstallationen reicht. Insbesondere langzeitarbeitslose Menschen aus dem Modellprojekt "Aktiv statt passiv" – öffentlich geförderte Beschäftigung in NRW haben die Möglichkeit, bei den Sanierungsarbeiten mitzuwirken. Auch für die Zielgruppe der unter 25jähren arbeitslosen jungen Menschen bietet dieses Sanierungsobjekt zur sozialen Stabilisierung von Wohnquartieren die Gelegenheit, berufliche Erprobungsphasen unter realistischen Auftragsbedingungen durchzuführen. Die Finanzierung erfolgt zu 52 % über das Jobcenter Dortmund, zu 26 % aus Modellförderungsmitteln von Land/EU und zu 22 % über die jeweiligen Beschäftigungsträger.

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Bild: Amt für Wohnen und Stadterneuerung

Im Fokus der Sanierung, die in Kooperation mit Handwerksbetrieben aus der Dortmunder Nordstadt durchgeführt wird, stehen die Anpassung der Grundrisse und der Ausstattung der Wohnungen an die heutigen Wohnbedürfnisse und Wohnstandards. Insgesamt werden zehn barrierefreie Zwei-Raum-Wohnungen im Neubaustandard fertig gestellt. Nach abgeschlossener Sanierung wird die Immobilie von DOGEWO21 erworben und nachhaltig bewirtschaftet. Aufgrund der Inanspruchnahme von Wohnraumfördermitteln gestalten sich die Mieten in Höhe von 5,10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche besonders attraktiv.

Die Inwertsetzung dieses Gebäudes ist wohnungs- und sozialpolitisch ein Signal für den Umgang mit Problemimmobilien. Sowohl Gebäude als auch Umgebung erfahren eine Qualitäts- und Attraktivitätssteigerung, die mit einer nachhaltigen Vermietbarkeit einhergeht.