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Wohnsiedlung Buschei

Amt für Wohnen und Stadterneuerung

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Die Förderung der Modernisierung bestehender Wohngebäude nach der Modernisierungsrichtlinie

Das Land NRW stellt Förderdarlehen als Finanzierungshilfen zur Förderung von Modernisierungsmaßnahmen im Bestand zur Verfügung.

Um den Wohnraumbestand in Nordrhein-Westfalen bestmöglich zu nutzen, sind differenzierte Erneuerungsstrategien gefragt, die zeitgemäße Wohnqualitäten zu sozial verträglichen Mieten mit einem wirtschaftlich und technisch tragbaren Aufwand ermöglichen.

Zu den erforderlichen Qualitäten zählen energieeffiziente bauliche Standards ebenso wie der weitgehende Abbau von Barrieren, der Schutz vor Einbruch, digitale Wohn- und Gebäudetechnik und ein attraktiv gestaltetes Wohnumfeld mit Nahmobilitätsangeboten.

Im Rahmen der Modernisierungsrichtlinien können alle Maßnahmen zur Modernisierung von Wohnraum in Nordrhein-Westfalen in Abhängigkeit von den tatsächlich angefallenen Kosten mit zinsgünstigen Darlehen gefördert werden. Bei der Finanzierung des Modernisierungsvorhabens ist kein Eigenanteil zu erbringen.

Die Förderung geht grundsätzlich mit der Einhaltung von Mietpreis- und Belegungsbindungen bzw. Einkommensgrenzen über die gesamte Dauer der Zinsverbilligung von 20 bzw. 25 Jahren einher, so dass auch die betroffenen Mieterinnen und Mieter in Form langfristig bezahlbarer Mieten von der öffentlichen Förderung profitieren. Zugleich ist sichergestellt, dass die geförderten Wohnungen bei einem Mieterwechsel an Haushalte vergeben werden, die aufgrund ihres Einkommens auf eine vergünstigte Miete angewiesen sind. Für Eigentümerinnen und Eigentümer, die für die Modernisierung ihrer selbstgenutzten Wohnung bzw. ihres Eigenheims die Angebote der Wohnraumförderung nutzen wollen, gelten Einkommensgrenzen.

In den ausgewiesenen Stadterneuerungsgebieten der Programme "Soziale Stadt" und "Stadtumbau West" sind bei selbst nutzenden Eigentümern keine Einkommensgrenzen einzuhalten. Bei Mietwohnungen entfallen die Belegungsbindungen als Beitrag zur sozialen Stabilisierung, allerdings sind die festgelegten Mietobergrenzen nach Modernisierung einzuhalten. Maßnahmen der Modernisierungsförderung und der Städtebauförderung ergänzen sich damit in ihren Zielen, attraktive, bezahlbare und sozial stabile Wohnquartiere zu erhalten und zu schaffen.

Modernisierungsmaßnahmen können auch auf der Basis von Quartierserneuerungskonzepten gefördert werden. Dabei geht es in der Regel nicht um einzelne bauliche Maßnahmen, sondern um standort- und zielorientierte Erneuerungsstrategien, die den gesamten Siedlungsbereich attraktiver und sicherer für alle Altersgruppen machen. Die Fördermittel stehen landesweit unabhängig von den Bedarfsniveaustufen zur Verfügung.

Bauliche Maßnahmen in höhergeschossigen Gebäuden und hochverdichteten Wohnanlagen der 1960er und 1970er Jahre sind an besondere Fördervoraussetzungen gebunden. Dazu zählen die Ableitung aus einem kommunalen wohnungspolitischen Handlungskonzept und die Vorlage eines langfristigen Bewirtschaftungskonzepts. Damit wird sichergestellt, dass die Förderung keine städtebaulichen, baulichen und sozialen Problemlagen verfestigt, sondern einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Umstrukturierung der Wohnanlagen dient.

Eckpunkte des Förderprogramms

  • Förderung in Form zinsgünstiger Darlehen mit Tilgungsnachlässen
  • Tilgungsnachlässe von 20 % der Darlehenssumme möglich
  • Förderung von Maßnahmen in bestehenden Mietwohnungen und bestehendem Wohneigentum
  • Es können alle Modernisierungsmaßnahmen an und in Gebäuden gefördert werden, die älter als 5 Jahre sind
  • Die Förderung von Wohnumfeldmaßnahmen ist möglich
  • Instandsetzungsmaßnahmen sind im Verbund mit Modernisierungsmaßnahmen förderfähig
  • Je Wohnung können bis zu 100.000 Euro Darlehen bewilligt werden
  • Darlehen sind 10 Jahre zinsfrei, danach bis zum Bindungsende 0,5 % pa Zinsen. Während der gesamten Laufzeit 0,5 % pa Verwaltungskostenbeitrag
  • Für das gewährte Darlehen ist ein einmaliger Verwaltungskostenbeitrag von 0,4 % zu zahlen
  • Keine Eigenleistung erforderlich
  • Mietpreis- und Belegungsbindungen für wahlweise 20 oder 25 Jahre

Die Details der Bestimmungen und die Antragsformulare können über die unten aufgeführten Internetseiten abgerufen werden.

Für ausführliche Informationen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kundenbereichs Wohnraumförderung des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung während der Geschäftszeiten gern zur Verfügung.

Kontakt

Stadt Dortmund - Amt für Wohnen und Stadterneuerung - Wohnraumförderung