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Amt für Wohnen

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Neubauförderung Mietwohnungsbau

Dortmund ist jetzt in der "Mietenstufe 4"

Stadt rechnet mit mehr gefördertem Wohnraum dank neuer Einstufung durch das Land

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Finanzmittel für den öffentlich geförderten Wohnungsbau 2019 frei gegeben. Dabei wird Dortmund zum 01.06.2019 der nächsthöheren Mietenstufe 4 zugeordnet.

Die Stadt begrüßt diese Änderung, denn sie verbessert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zur Realisierung von gefördertem Wohnraum deutlich. Wer jetzt bauen will, bekommt gleich 10 Prozent mehr Zuschüsse.

Die Miete im geförderten Wohnraum darf zwar um 50 Cent pro Quadratmeter steigen. Jedoch ist die Stadt davon überzeugt, dass die Vorteile überwiegen. Das Amt für Wohnen erwartet, dass nun deutlich mehr Wohnraum entstehen kann. In der Mietenstufe 3 war es zuletzt fast unmöglich geworden die Wirtschaftlichkeit von Investitionen in den geförderten Wohnungsbau zu erreichen.

Vergleich der Mietenstufe 3 (bislang gültig) und Mietenstufe 4 (neu ab 01.06.2019)

  Mietenstufe 3 Mietenstufe 4
Nettokaltmiete pro m² Wfl. 5,70 Euro 6,20 Euro
Förderpauschale pro m² Wfl. 1.780 Euro 1.950 Euro
Tilgungsnachlass (Zuschuss) 15 % 25 %

Die eindeutig verbesserten Finanzierungsmöglichkeiten durch die Mietenstufe 4 werden eine wesentlich höhere Nachfrage nach den Wohnraumfördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen auslösen. Deshalb wird empfohlen, schnellstmöglich Förderanträge zu stellen. Dazu bietet das Amt für Wohnen jederzeit projektbezogene Beratungsgespräche an: Amt für Wohnen, Südwall 2-4, 44135 Dortmund, Telefon: 0231 50 23 92 3.

In diesem Jahr steht für den geförderten Wohnungsbau ein Globalbudget in Höhe von 39,9 Mio. Euro zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Wohnraumförderung in Dortmund stellt die Schaffung von neuen Mietwohnungen dar. Dortmund hat weiterhin einen hohen Bedarf an zusätzlichen bezahlbaren Wohnungen. Damit auch Wohnungen geschaffen werden, die für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen finanzierbar sind, muss Wohnraum im öf-fentlich geförderten Segment errichtet werden.

Neubau

Die niedrigen Zinsen in Höhe von 0 % für die ersten 10 Jahre sowie der Tilgungsnachlass (Zu-schuss) in Höhe von 25 % auf die Grundpauschale verdeutlichen die äußerst attraktiven För-derkonditionen. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Höhe der Neubaumiete für die Einkommensgruppe A (Wohnberechtigungsschein) auf 6,20 Euro/m² und die Einkommensgruppe B (Überschreitung der Einkommensgrenze um maximal 40 %) auf 7,00 Euro/m² begrenzt.

Modernisierung/Instandhaltung

Um den vorhandenen Wohnungsbestand den aktuellen Wohnbedürfnissen anpassen zu kön-nen, werden Fördermittel auch für Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Nahezu alle Maßnahmen, die zu einer Modernisierung und Instandhaltung von Wohnungen beitragen, können gefördert werden. Der Einsatz von Eigenkapital ist nicht erforderlich. Soweit Instandsetzungsmaßnahmen die Kosten für Modernisierungsmaßnahmen nicht übersteigen, sind auch diese förderfähig.

Die Fördermittel werden in Form sehr zinsgünstiger Darlehen mit Tilgungsnachlässen (Zu-schüssen) von bis zu 20 % gewährt. Als Gegenleistung dürfen die Wohnungen nur gegen Vor-lage eines Wohnberechtigungsscheins neu vermietet werden. Einen Wohnberechtigungsschein erhalten berechtigte Haushalte auf Antrag beim Amt für Wohnen.

Eigentumsförderung

Auch Familien, die sich den Traum vom eigenen Haus erfüllen möchten, können von den zinsgünstigen Darlehen profitieren. Der Tilgungsnachlass (Zuschuss) beträgt hier 7,5 % auf die gewährten Darlehen.

Allgemeines

Für den Neubau und den Umbau von Miet- und Genossenschaftswohnungen können Investoren zinsgünstige Baudarlehen des Landes NRW beantragen. Für gewährte Darlehen kann ein Tilgungsnachlass in Höhe von bis zu 50 % in Anspruch genommen werden. Ziel der Förderung ist es vorrangig, einkommensschwächeren Haushalten ein qualitativ gutes Wohnungsangebot zu einem niedrigen Mietzins zur Verfügung zu stellen.

Die zu errichtenden Wohnungen sollen hinsichtlich der Grundrissgestaltung und Größe für ein breites Nutzerspektrum geeignet sein. Wohnungen müssen barrierefrei geplant werden, damit den Bedürfnissen von Schwerbehinderten und älteren Menschen Rechnung getragen wird.

Zur Verbesserung des Wohnungsangebotes für ältere und/oder pflegebedürftige Menschen oder behinderte Menschen mit Betreuungsbedarf sollen zukünftig verstärkt Wohnungen gefördert werden, in denen mehrere Personen selbstbestimmt zur Miete wohnen und ihre Pflege oder Betreuung individuell mit Hilfe ambulanter Dienste ihrer Wahl organisieren können (Gruppenwohnungen).

Zielgruppe sind Mieterhaushalte, deren Einkommen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten.

Wie erhalte ich weitergehende Informationen?

Nähere Einzelheiten können der Internetseite der NRW.BANK entnommen werden.

Die Mietwohnungsbauförderung der Stadt Dortmund

Als familienfreundliche Stadt unterstützt Dortmund Investoren beim Neubau von Mietwohnungen für Familien auf städtischen Grundstücken. Weitere Informationen hierzu beim Amt für Liegenschaften.

Zusätzlich zur Landesförderung erhalten die Investoren an ausgewählten Standorten für jede mit Landesdarlehen geförderte Mietwohnung, die mindestens 4 Wohnräume enthält, städtische Darlehen in Höhe von 25.000 €. Der Betrag ist für die Dauer von 15 Jahren zinslos und mit 3% zu tilgen.

Bei der Errichtung von Mietwohnungen, die mit Fördermitteln des Landes und/oder der Stadt Dortmund gefördert werden sollen, ist vor Antragstellung in jedem Fall ein Abstimmungsgespräch erforderlich. Hierfür stehen Ihnen die Mitarbeiter/innen des Kundenbereichs Wohnraumförderung des Amtes für Wohnen während der Geschäftszeiten gern zur Verfügung.

Kontakt

Stadt Dortmund - Amt für Wohnen

44137 Dortmund
Öffnungszeiten:

Montag 07:30 Uhr - 12:00 Uhr und 13:00 Uhr - 15:00 Uhr
Dienstag 07:30 Uhr - 12:00 Uhr, ab 13:00 Uhr nur mit Termin
Mittwoch geschlossen
Donnerstag 07:30 Uhr - 12:00 Uhr und 13:00 Uhr - 17:00 Uhr
Freitag 07:30 Uhr - 12:00 Uhr

Bitte beachten Sie die abweichenden Öffnungszeiten Wohngeld.

Individuelle Termine nach Vereinbarung möglich.

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