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Wohnanlage Beginenhof

Amt für Wohnen und Stadterneuerung

Wohnprojekt "Hangeneystraße"

Mehr als Wohnen - Mehrgenerationenwohnen mit Bewohnerbeteiligung

Gemeinsam mit dem Investor und der Wohnbund Beratung NRW GmbH hat das Amt für Wohnen und Stadterneuerung ein Konzept für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt auf einem ehemaligen Kirchengrundstück an der Hangeneystraße in Dortmund-Kirchlinde entwickelt, das nachstehende Ziele verfolgt:

  • Neubau von Mietwohnungen,
  • Umbau des Gemeindehauses,
  • Integration einer Gruppenwohnung,
  • Beteiligung der zukünftigen Mieterinnen und Mieter,
  • Aufbau einer Gemeinschaft für ältere Menschen und junge Familien,
  • Unterstützung einer Nachbarschaftsbildung.

Das Konzept und die darauf basierende Bauplanung wurde durch das Amt für Wohnen und Stadterneuerung dem Ministerium für Bauen und Verkehr vorgestellt, das das Projekt als zukunftsweisend einstufte und daher Mittel aus dem experimentellen Wohnungsbau für die Förderung zuteilte.

Zur Information der Öffentlichkeit wurde ein Informationsblatt aufgelegt und anlässlich des Gemeindefestes der Kirchengemeinde verteilt. Als Ansprechpartner standen an diesem Tag Vertreterinnen und Vertreter der Investorengemeinschaft, der Wohnbund-Beratung NRW GmbH und des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung für Erläuterungen und Gespräche bereit. Das Interesse war riesengroß. Bereits nach dieser ersten Veranstaltung meldeten sich 69 Familien bzw. Alleinstehende, um das Konzept des Investors z. B. zu den Themen Nutzung der Gemeinschaftsräume sowie Umgang mit den Freiflächen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Wohnsiedlung Hangeneystraße

Durch Neubau entstanden in drei Wohngebäuden 42 Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen.
Bild: Stadt Dortmund

Die endgültige Bauplanung sah die Neuschaffung von insgesamt 48 Wohnungen und einer Gruppenwohnung vor. Der Einzug erfolgte im Laufe des April 2008.

Durch Neubau entstanden in drei Wohngebäuden 42 Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen. In diesen Wohnungen haben sowohl ältere Menschen als auch junge Familien mit Kindern ein neues Zuhause gefunden. Alle Wohnungen sind barrierefrei erstellt worden, und jedes Gebäude verfügt über einen Aufzug.

Nach Umbau enthält das ehemalige Gemeindehaus 5 Mietwohnungen (inklusive der ehemaligen Küsterwohnung), eine Gruppenwohnung und Gemeinschaftsflächen.
Die Gruppenwohnung besteht aus fünf rd. 50 m² großen Appartements (einschließlich Gemeinschaftsflächen). Zwei dieser Appartements sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer geeignet.

Grundrissskizze des Gebäudes

Grundskizze
Bild: Ingenieurbüro für Bauwesen-Dipl.Ing. Martin Zunker GmbH & Co.KG

Diese barrierefreien Wohnungen bzw. Appartements sind überwiegend älteren Menschen vorbehalten. Der angebaute Aufzug ist auch für den Liegendtransport geeignet. Die Grundrissgestaltung der Gruppenwohnung ist besonders gelungen, da sie großzügig bemessene Gemeinschaftsflächen ausweist, die den Mietparteien viele Möglichkeiten bietet, gemeinsames Wohnen und Leben umzusetzen.

Auf dem Gelände des Projekt liegt auch das ehemalige als Pfarrhaus genutzte Einfamilienhaus. Auch diese Mietpartei steht der neuen Nachbarschaft offen gegenüber und beteiligt sich am Aufbau der Gemeinschaft.

Für gemeinschaftliche Aktivitäten aller Mietparteien auf dem Grundstück stehen im Souterrain des ehemaligen Gemeindehauses neben einem rund 90 m² großen Gemeinschaftsraum auch eine Gemeinschaftsküche sowie Gästetoiletten zur Verfügung. Gäste der Mietparteien haben die Möglichkeit, eine der beiden Gästewohnungen anzumieten.

Die Mietparteien waren an der inhaltlichen Planung im Rahmen von Workshops beteiligt. Unterstützt durch den Wohnbund entwickelten sie Ideen für die Bewirtschaftung und Nutzungsmöglichkeiten der Gemeinschaftsräume sowie die Gestaltung des Freiraumes. Der ursprüngliche Gedanke, gleich von Beginn an im niederschwelligen Bereich einige Betreuungsleistungen wie z.B. Notruf, regelmäßige Informationsveranstaltungen etc. durch die Diakonie anzubieten, wurde verworfen. In Gesprächen stellte sich heraus, dass der überwiegende Teil der älteren Personen dafür keinen Bedarf sieht. Die unter Umständen im Einzelfall erforderliche Betreuung älterer Menschen soll durch die Diakonie sichergestellt werden. Hier kann aber auch jeder andere Pflegedienst beauftragt werden.

Am 29.08.2007 gründete sich der Verein „Hallo Nachbar e.V.“. Ziel und Zweck des Vereins (Auszug aus der Vereinssatzung) ist es:

  • den Gedanken des Mehrgenerationen-Wohnens zu praktizieren und ihn weiter zu tragen
  • nachbarschaftliche Kinderbetreuung zu praktizieren und Mütter/Väter in der Familienarbeit zu unterstützen
  • Seniorinnen und Senioren in der Nachbarschaft aktiv in die Gemeinschaft zu integrieren.

Am 21. Juni 2008 fand das vom Verein initiierte Sommerfest statt. Neben den Mietparteien feierten auch die Investorengemeinschaft, Angehörige und Nachbarn mit. VertreterInnen des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung waren eingeladen und nahmen diese Einladung gerne an.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Investorengemeinschaft Bötefür, Nitschke, Klejnot unter der Rufnummer 0231 909880 oder beim Service-Team "...anders wohnen – anders leben...".

Ansprechpartnerinnen Service-Team

Amt für Wohnen und Stadterneuerung - Service-Team "...anders wohnen – anders leben..."