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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Bildung

Inklusion an Schulen soll neu ausgerichtet werden - Stadt schlägt "Schulen des Gemeinsamen Lernens" vor

Nachricht vom 06.11.2018

Alllgemeinbildende Schulen der Sekundarstufe Sekundarstufe I, Haupt-, Real- und Gesamtschulen sollen ab dem Schuljahr 2019/20 nur noch Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufnehmen können, wenn sie von der Schulaufsichtsbehörde mit Zustimmung des Schulträgers ausdrücklich als Schule des "Gemeinsamen Lernens (GL)" benannt worden sind.

Die Verwaltungsspitze befasste sich in ihrer Sitzung am Dienstag, 6. November, mit der Neuausrichtung der Inklusion in weiterführenden Dortmunder Schulen zum Schuljahr 2019/20. Das NRW-Ministerium für Schule und Bildung hat einen Erlassentwurf dazu vorgelegt.

Es ist geplant, dass ab dem Schuljahr 2019/20 allgemeinbildende Schulen der Sekundarstufe I, Haupt-, Real- und Gesamtschulen, nur noch Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufnehmen können, wenn sie von der Schulaufsichtsbehörde mit Zustimmung des Schulträgers ausdrücklich als Schule des "Gemeinsamen Lernens (GL)" benannt worden sind.

möglichst flächendeckendes Angebot

Der Fachbereich Schule befindet sich derzeit in einem Abstimmungsprozess mit der Schulaufsicht mit dem Ziel, Schulen aus den Schulformen Realschule, Hauptschule, und Gesamtschule als "Schulen des Gemeinsamen Lernens" ab dem Schuljahr 2019/20 vorzuschlagen. Damit soll ein möglichst flächendeckendes Angebot erreicht werden.

Die Schulaufsichtsbehörde überprüft bis Mitte Dezember 2018 für jede Schule des "Gemeinsamen Lernens", ob die gesetzlichen Voraussetzungen dafür über das Jahr 2018/19 hinaus erfüllt werden können. Erst dann steht fest, welche Schulen in Dortmund am "Gemeinsamen Lernen" ab 2019/20 teilnehmen werden.

Um Schule des "Gemeinsamen Lernens" zu werden, muss die Schule über ein pädagogisches Konzept zur inklusiven Bildung verfügen. Es müssen Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung an der Schule unterrichten und weitergebildet werden. Außerdem müssen die räumlichen Voraussetzungen der Schule "Gemeinsames Lernen" ermöglichen.

Reduzierung der Standorte

Ziel ist es, die Ressourcen an den Schulstandorten zu bündeln. Um dies zu erreichen, sollen die Schulen des "Gemeinsamen Lernens" zukünftig im Durchschnitt drei Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf je Eingangsklasse aufnehmen.

"Alle städtischen Schulen bieten bislang 'Gemeinsames Lernen' an. Die neue Regelung wird zu einer Reduzierung der Standorte führen, da Schulen bislang auch weniger als drei Schülerinnen und Schüler im 'Gemeinsamen Lernen' aufgenommen haben", sagt Schuldezernentin Daniela Schneckenburger.

Und ergänzt: "Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf an allgemeinen Schulen, die ab dem Schuljahr 2019/20 keine Schulen des 'Gemeinsamen Lernens' mehr sein werden, sollen grundsätzlich an der bisherigen Schule verbleiben und ihre Schullaufbahn dort beenden können."

An Gymnasien soll sonderpädagogische Förderung zukünftig in der Regel zielgleich stattfinden. Die Schulaufsicht kann Gymnasien, die zieldifferente Förderung (weiterhin) ermöglichen wollen, in die regionale Planung einbeziehen. Ein solches Gymnasium nimmt dann in der Regel jährlich nicht weniger als sechs Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Eingangsjahrgang auf.

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