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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Verkehr

Verbesserung der Barrierefreiheit in der Haltestelle Kampstraße - Unterbrechung des Stadtbahnbetriebs zwischen dem 14. und 18. Februar

Nachricht vom 04.02.2019

Zwischen dem 14. und 18. Februar finden im Gleisbereich der Haltestelle Kampstraße umfangreiche Gleisbaumaßnahmen statt, die der Verbesserung der Barrierefreiheit dienen. Da die Haltestelle während der Bauarbeiten von den Linien U41, U45, U47 und U49 nicht angefahren werden kann, muss der Betrieb in diesem Bereich an fünf Tagen unterbrochen werden.

Bahnsteigkante Kampstraße

Zwischen dem 14. und 18. Februar finden im Gleisbereich der Haltestelle Kampstraße umfangreiche Gleisbaumaßnahmen statt, die der Verbesserung der Barrierefreiheit dienen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Joerg Schimmel

Hintergrund der Arbeiten ist die besondere Form der Haltestelle, die es so in keiner anderen Form im Netz gibt: Sie ist bogenförmig. Dadurch ergeben sich seitliche Abstände zwischen Bahn und Bahnsteig von bis zu 16 Zentimetern. Die kurvenäußeren Gleise liegen zudem sieben Zentimeter höher. Diese relativ großen Abstände und Höhen sowie die Schräge erschweren den Ein- und Ausstieg, besonders für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste.

Im Rahmen eines ohnehin nötigen Gleisaustausches in dieser 35 Jahre alten Haltestelle wird DSW21 nun in aufwendigen Arbeiten die Gleise tiefer sowie näher an den Bahnsteig legen sowie begradigen. Damit können die Höhenunterschiede und Seitenabstände auf durchschnittlich nur sechs Zentimeter verringert werden. Da die neuen und modernisierten Stadtbahnen, die in wenigen Jahren im Netz unterwegs sein werden, durch bauliche Veränderungen und eine Absenkungsvorrichtung rund fünf Zentimter tiefer am Bahnsteig liegen können, ist damit zukünftig ein praktisch ebenerdiger Einstieg möglich.

Die Gleisbauarbeiten beginnen am Donnerstag, 14. Februar, und werden am Dienstag, 19. Februar, mit Betriebsbeginn abgeschlossen sein. In den fünf Tagen wird das DSW21-Team rund um die Uhr auf der gesperrten Ebene -1 arbeiten. Hierbei werden insgesamt 500 Meter Gleise ausgetauscht und bis zu 200 Tonnen Schotter bewegt.

DSW21 nimmt für diese Maßnahme der Barrierefreiheit rund 550.000 Euro in die Hand und kommt damit dem Wunsch vieler Kunden sowie grundsätzlichen Forderungen des Behindertenpolitischen Netzwerks (BPN) nach.

Erhebliche Einschränkungen für Fahrgäste

An der Haltestelle Kampstraße fahren pro Wochentag circa 1.500 Mal Bahnen ab, davon rund 900 auf der Ebene -1, die gesperrt wird. Damit ist sie die am stärksten frequentierteste Stadtbahnhaltestelle im Stadtbahnnetz. Somit führt die Sperrung zu erheblichen Einschränkungen für die Nutzer der Stadtbahnlinien U41, U45, U47 und U49. Die Linien U41, U47 und U49 fahren an diesen Tagen im 15-Minuten-Takt anstatt alle 10 Minuten und fahren von Brambauer (U41) und Westerfilde (U47) kommend bis Hauptbahnhof. In der Gegenrichtung fahren sie von Hörde und Hacheney bis Stadtgarten (U41 und U49) und von Aplerbeck bis Märkische Straße (U47).

Aus Richtung Aplerbeck kommend endet / beginnt die Fahrt der Linie U47 an der Haltestelle Märkische Straße. Für Fahrgäste aus Aplerbeck bzw. mit dem Ziel Aplerbeck wird ein weiteres Umsteigen auf /von der U41 erforderlich. Aus betriebstechnischen Gründen ist es nicht möglich, die U47 bis zum Stadtgarten fahren zu lassen. Insbesondere während des Berufsverkehrs werden zusätzliche Bahnen auf der U41 zwischen Hörde und Stadtgarten eingesetzt, um den Fahrgästen aus Aplerbeck die Weiterfahrt ab Märkische Straße bis zum Hauptbahnhof zu ermöglichen. Dennoch sind hier Engpässe zu erwarten.

Die U45 fährt nicht. Den Fahrgästen wird im Innenstadtbereich ein Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten, die im 5-Minuten-Takt fahren. Weitere Fahrtalternativen werden an der Kampstraße und den umliegenden Haltestellen sowie im Web kommuniziert.

Die Linien U42 und U46, die nicht über diese Haltestelle fahren, sowie die Linien U43 und U44, die auf einer anderen Ebene (-2) die Kampstraße durchqueren, sind von den Bauarbeiten nicht betroffen und fahren wie gewohnt.

Betroffene, die vom bzw. zum Hauptbahnhof fahren, können:

  • die zusätzlichen Busse im Schienenersatzverkehr ab Stadthaus, Stadtgarten oder Reinoldikirche nutzen, die im 5-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof pendeln
  • andere DSW21-Linien im Innenstadtbereich nutzen (z.B. die Buslinien 452 und 453 oder die Stadtbahnlinien U42, U43, U44 und U46),
  • die Wege zu Fuß zurücklegen (Hauptbahnhof - Stadtgarten ca. 1 km),
  • in der DSW21-App nach alternativen Fahrtmöglichkeiten (z.B. S- oder Regional-Bahnen) suchen.

DSW21 setzt an diesen Tagen im Stadtbahn- wie Busbereich zusätzliche Fahrzeuge und Mitarbeiter ein und wird dabei auch auf die Reserven zurückgreifen.

Zum Thema

Alle Fahrten sind in der Elektronischen Fahrplanauskunft, in der DSW21-App, online und auf Google Maps zu finden. Fahrgäste sollten beachten, dass möglicherweise gewohnte Anschlüsse im Busbereich nicht erreicht werden können und dass die Fahrt etwas länger als gewohnt dauern kann. DSW21 bittet um Verständnis für die Einschränkungen, die durch diese Baumaßnahme entstehen.

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