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Bild: Alle Rechte vorbehalten Helmut Kaczmarek

Rettungsdienst Dortmund

Dortmunder Rettungsdienst führt mechanische Reanimationshilfe ein

Nachricht vom 12.02.2018

Im Rahmen einer groß angelegten Reanimationsstudie mit mehreren Rettungsdiensten bundesweit nehmen auch der Dortmunder Rettungsdienst und die drei Fachabteilungen für Kardiologie der Klinikum Dortmund gGmbH, des St.-Johanneshospitals und des Knappschaftskrankenhauses-Klinikum Westfalen teil. Bei der Studie werden über einen Zeitraum von drei Jahren Daten zum präklinischen Herz-Kreislaufstillstand, der präklinischen Wiederbelebung, dem Transport unter laufender Reanimation unter Einsatz einer mechanischen Reanimationshilfe bei guter Überlebensprognose, die Ergebnisse der Herzkatheteruntersuchungen und der klinische Verlauf erfasst.

Die mechanische Reanimationshilfe mit Übungspuppe auf einer Krankentrage

Die mechanische Reanimationshilfe mit Übungspuppe auf einer Krankentrage
Bild: Alle Rechte vorbehalten Feuerwehr Dortmund

Generell geht es darum die Rettungskette weiter zu optimieren. Neben der Laienreanimation, teilweise auch durch den Disponent in einer Einsatzleitstelle angeleitet, soll die mechanische Hilfe die Überlebenschancen verbessern, denn schon bei einer dreiminütigen Sauerstoffunterversorgung sterben wichtige Zellen im Gehirn ab oder sind irreparabel geschädigt. Ein wesentlicher Vorteil kann die mechanische Hilfe auch bei der technischen Rettung sein. Beim Transport des Patienten aus seiner Wohnung zum Rettungswagen beispielweise über die Drehleiter mit einer Krankentrage läuft der mit einem Motor angetriebene Stempel einfach weiter ohne dass die Kompression unterbrochen werden muss. Dies gilt ebenso bei der Transportfahrt im Rettungswagen zum Krankenhaus, bei der dann kein Helfer mehr ungesichert neben dem Patienten stehen muss, um die Herzdruckmassage durchzuführen. Ein weiterer Vorteil ist die Kontinuität und Qualität der Kompression. Während nach einer gewissen Zeit die Kräfte beim Helfer nachlassen und ein Tausch des Personals erforderlich wird, läuft auch hier der Stempel ohne Kräfteverlust einfach weiter.

Für die Studie werden alle Notarztfahrzeuge und Sonderrettungsmittel des Rettungsdienstes der Stadt Dortmund und die drei Kardiologischen Fachabteilungen bis zum 1.4.18 mit der mechanischen Reanimationshilfe ausgestattet. Das Notarztfahrzeug am Klinikum Mitte führt die Hilfe bereits auf dem Fahrzeug mit.

AL – Pressestelle Feuerwehr