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09.11.2019 – Großübung in Industriegebiet

Berufs- und Freiwillige Feuerwehr übte auf Gelände der Firma DOMIG

Nachricht vom 11.11.2019

Am vergangenen Samstag gegen 9.00 Uhr wurde auf dem Gelände der Firma DOMIG in der Heinrich–August–Schulte Straße eine Großübung durchgeführt.

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Die ersten Einheiten vor dem Gebäude
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Feuerwehr Dortmund

Die Übung hatte zum einen das Ziel, das bestehende Konzept der Spezialeinheit Löschwasserversorgung auf Aktualität und Leistungsspektrum zu überprüfen und zum anderen das neu entwickelte System der Spezialeinheit Löschwasserrückhaltung in großem Umfang zu beproben.

Die beiden genannten Spezialeinheiten der Löschwasserversorgung und –Rückhaltung werden durch die gleichen vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr (LZ 15, 17, 20 und 22) abgebildet, sodass Schnittstellen beim Beproben beider Konzepte auftraten und auf Wirksamkeit überprüft werden konnten. Weiterhin diente diese Übung dazu, den Notfallplan der Firma DOMIG auf Plausibilität zu prüfen. Dazu wurde abseits der Löschwasserversorgung und –Rückhaltung ein separates Einsatzszenario im Bürogebäude der Firma dargestellt.

Vor Beginn der Übung trafen sich alle beteiligten Einheiten zur Begrüßung auf der Feuerwache 8 in Eichlinghofen. Im Anschluss setzte sich der Marschverband aus insgesamt 18 Fahrzeugen zur Einsatzstelle in Bewegung. Ein nahtloser Übungsbeginn erfolgte bei Eintreffen in der Heinrich-August-Schulte-Straße:

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Die Drehleiter vor dem Verwaltungsgebäude
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Feuerwehr Dortmund

Szenario 1:

Bei einem Brand im 2. OG des Bürogebäudes auf dem Betriebsgelände der Firma DOMIG wurden noch zwei Personen (Dummys) im Brandgeschoss vermisst. Eine starke Rauchentwicklung aus einem Fenster war deutlich erkennbar. Umgehend wurden durch die zuständigen Kräfte der Feuerwache 5 (Marten) mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr LZ 29 (Deusen) eine Menschenrettung ins 2. OG unter schwerem Atemschutz mit mehreren Strahlrohren über zwei Eingänge durchgeführt. Die Drehleiter der Feuerwache 5 wurde zur Anleiterbereitschaft und Kontrolle der Büroeinheiten von außen eingesetzt. Nach Abschluss der Menschenrettung und Brandbekämpfung wurde das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter entraucht.

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Der Teleskopmast bei der Wasserabgabe
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Feuerwehr Dortmund

Szenario 2:

Ein „angenommener“ Brand auf einer Freifläche auf dem Gelände bedarf des Einsatzes des Teleskopmastes (TM54) der FW 1. Durch die weit über das Gelände verteilten Hydranten sowie die teilweise großen Höhenunterschiede, baute die SE Löschwasserversorgung der Freiwilligen Feuerwehr eine doppelte Wegstrecke von circa 700 Metern zur Wasserversorgung auf, um den TM54 mit vier Leitungen einzuspeisen.

Nachdem die Wasserleitungen zum TM54 aufgebaut und in Betrieb genommen wurden, konnte über den Wasserwerfer des Teleskopmastes eine große Wasserabgabe erfolgen.

Aufgrund der damit verbundenen massiv zurücklaufenden Wassermenge auf dem Betriebshof wurde das neu entwickelte Konzept der Löschwasserrückhaltung erstmalig aktiviert. Ein 100m langer Doppelkammerschlauch vom Abrollbehälter Gefahrgut (AB-G) der Feuerwache 8 wurde zum Eindeichen und Auffangen durch die o.g. Spezialeinheit in Stellung gebracht. Somit konnten nicht betroffene Bereiche auf dem Gelände vom kontaminierten („verunreinigten“) Löschwasser nach der Brandbekämpfung geschützt werden.

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Der eingesetzte Doppelkammerschlauch zur Löschwasserrückhaltung
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Diese Großübung hat erneut gezeigt, dass die Freiwillige Feuerwehr eine unverzichtbare Komponente im Konzept der Feuerwehr Dortmund darstellt und eine Zusammenarbeit von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr jederzeit funktioniert.

An dieser Übung waren die Feuerwachen 1 (Mitte), 5 (Marten) und 8 (Eichlinghofen) der Berufsfeuerwehr sowie die Löschzüge 15 (Kirchhörde), 17 (Persebeck), 20 (Nette), 22 (Mengede) und 29 (Deusen) der Freiwilligen Feuerwehr beteiligt.

MK/AP - Pressestelle Feuerwehr