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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Helmut Kaczmarek

01.01.2020 - Tierrettung in Lücklemberg

Hund verkriecht sich nach Böllerknall in unterirdischem Wasserlauf

Nachricht vom 01.01.2020

Am ersten Tag des neuen Jahres erschreckte sich eine Hündin bei einem Waldspaziergang in Lücklemberg so heftig über einen Böllerknall, dass sie sich unvermittelt versteckte.

Die Hündin verhielt sich dabei fast schon luftschutzmäßig und verkroch sich in einem nahegelegenen Düker des Olpkebaches unter dem Waldweg an der Olpketalstraße.

Ein Düker ist ein Wasserlauf, der unter einem Verkehrsweg hindurchgeleitet wird. Als Nachfahrerin Schweizer Hirtenhunde ließ sie sich danach auch nicht von ihrer Hundeführerin ablenken, sondern verblieb sehr wachsam und sehr konsequent in dem engen wasserdurchflossenen Kanal und das trotz der Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt.

Die Hundeführerin hatte bereits im Wasserlauf kniend versucht ihrer Hündin das Vorhaben auszureden in dem Bauwerk zu verweilen, allerdings ohne Erfolg. Zum Schutz in der Kälte bekam die Hundeführerin eine schwere Einsatzjacke eines Feuerwehrmannes.

Ein Feuerwehrmann wurde mit einem wärmeisolierenden Rettungsanzug ausgerüstet und kletterte zu dem Tier in das etwa 5 m lange und nur 0,5 m hohe Bauwerk hinein. Mehrere Versuche den Hund mit Leckereien vorbeigehender Hundebesitzer oder schlicht durch Ziehen an der Hundeleine heraus zu bringen, verliefen erfolglos. Erst durch die Verwendung eines Spineboards, einer Art Rettungsbrett für Patienten mit Wirbelsäulenverletzung, ließ sich der Hund ohne eigene Mithilfe befreien.

Damit die Hündin des Spineboard akzeptierte, wurde eine Fleexejacke der Hundeführerin auf das Spineboard gelegt. Zusammen mit dem Feuerwehrmann konnte die Hündin aus dem Wasserlauf befreit werden.

Nach erfolgreicher Rettung setzte die Feuerwehr die durchnässte Hundeführerin nebst Hund in dem nahegelegenen Zuhause ab.

     AG / RS Lagedienst Feuerwehr Dortmund