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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Helmut Kaczmarek

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Bombenfund

Blindgänger in der City ist kontrolliert gesprengt worden - Anwohner*innen können zurück nach Hause

Nachricht vom 15.08.2021

Die Dortmunder Innenstadt stand am Sonntag, 15. August, vor einer Ausnahmesituation: Nachdem sich der Verdacht auf einen Blindgänger am Schwanenwall bestätigt hatte, musste dieser kontrolliert gesprengt werden. Am Nachmittag kam es zunächst zu Verzögerungen.

Beeindruckende Drohnen-Aufnahmen der Sprengung Quelle: YouTube

Einsatzkräfte sprengten gegen 17:15 Uhr am frühen Sonntagabend den 250-Kilogramm-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Zuvor hatte der Kampfmittelräumdienst eine kontrollierte Sprengung der Bombe britischer Herkunft am Schwanenwall / Platz von Novi Sad empfohlen.

Im Anschluss überprüften Expert*innen die Gas- und Wasserleitungen im Evakuierungsbereich auf etwaige Schäden. Gegen 18:50 Uhr wurde der Evakuierungsbereich auch wieder für den Fuß- und Straßenverkehr freigegeben. Auch die Stadtbahnen waren wieder im regulären Betrieb. Eine kleine Sperrung bestand lediglich noch um den Fundort.

Appell an Bürgerschaft: Ruhe bewahren

Die Stadt Dortmund appellierte an die Bürger*innen, wegen der Überprüfung von Gas- und Wasserleitungen Ruhe zu bewahren. An einer Sperrstelle war zuvor ein Mitarbeiter der Stadt von einem Anwohner angegriffen und schwer verletzt. worden. Der Mitarbeiter musste ins Krankenhaus, die Stadt Dortmund wird Anzeige gegen den mutmaßlichen Angreifer erstatten.

Danke an die Verantwortlichen der Kampfmittelbeseitigung. Ein Job für Menschen mit guten Nerven. Danke auch an alle Anwohner*innen, dafür dass sie so mitgezogen haben! Danke an alle Mitarbeiter*innen, die dafür gesorgt haben und noch immer sorgen, dass rundherum alles reibungslos läuft. Tolle Arbeit!

Oberbürgermeister Thomas Westphal

Live-Ticker via Twitter

Bis zum Sonntagmittag hatten die Einsatzkräfte die Evakuierung des betroffenen Radius von 500 Metern um den Fundort abgeschlossen. Das Gebiet wurde vollständig geräumt; es folgten Nachkontrollen. In dem Zuge meldete sich erst gegen 16:00 Uhr eine Person aus dem Radius, die einen Krankentransport benötigte. Es kam bis zur Sprengung also zu weiteren Verzögerungen. Eine erste Verzögerung (laut ursprünglichem Zeitplan war die Sprengung für 15:00 Uhr vorgesehen) gab es durch fehlenden Sand, der für die Fundstelle nachbeschafft werden musste.

Bereits am frühen Sonntagmorgen bis 8:00 Uhr waren die Anwohner*innen aufgerufen worden, ihre Wohnungen und Häuser im Evakuierungsradius vorübergehend zu verlassen. Danach starteten die Einsatzkräfte die Evakuierungs- und Sperrmaßnahmen. Betroffen waren insgesamt 7.200 Menschen in 4.590 Haushalten zuzüglich der Hotels.

Bilderstrecke: Die kontrollierte Bombensprengung am 15. August 2021

Krater auf dem Schwanenwall 7 Bilder
Tiefes Loch in der Straße - man könnte wohl auch von einem Krater am Schwanenwall sprechen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Andreas Pisarski

Ursprüngliche Nachricht:

Evakuierungsstelle in Scharnhorst

Für die Zeit der Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen ist für Anwohner*innen eine Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst eingerichtet worden. Zeitweise machten mehr als 150 Personen von der Einrichtung Gebrauch.

Auswirkungen auf die Stadtbahnen

Die Evakuierung und vor allem die kontrollierte Sprengung hatten auch Auswirkungen auf die Stadtbahnen. Eine Übersicht über die Einschränkungen im Detail findet sich unter dortmund.de/evakuierung.

Viele Einsatzkräfte der Stadt unterwegs

Das Ordnungsamt stellt bei der Evakuierung 170 eigene Einsatzkräfte, hinzu kommen 70 Kolleg*innen aus der Stadtverwaltung. Für das Tiefbauamt sind am Sonntag 66 eigene Kräfte und 41 Menschen aus anderen Fachbereichen im Einsatz. Nicht zu vergessen ist das Personal von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen.

Hintergrund: Anfangs mehrere Verdachtspunkte

Bei Untersuchungen zur Kampfmittelbeseitigung sind in der Dortmunder Innenstadt sogenannte Anomalien festgestellt worden, die auf mögliche Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg hinweisen. Diese Anomalien betrafen zunächst mehrere Standorte. Doch in den vergangenen zwei Wochen konnte Entwarnung gegeben werden für den Verdachtspunkt in der Stiftsstraße sowie für zwei weitere im Bereich des Schwanenwalls (Schwanenwall/Geschwister-Scholl-Straße und Schwanenwall/Höhe Milchgasse). Es verblieb lediglich der Verdachtspunkt am Platz von Novi Sad.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.