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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Helmut Kaczmarek

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Übung der Spezialeinheit Dekontamination

Praktische Ausbildung für den überörtlichen Einsatz in NRW

Nachricht vom 03.11.2021

Am Samstag, den 30.10.2021 fand die jährliche Übung der Spezialeinheit Dekontamination (SE-Dekon) in Dortmund statt. Die SE-Dekon besteht aus Einheiten der Feuerwache 9 (Mengede) und den Löschzügen 11 (Sölde), 18 (Oespel), 23 (Groppenbruch) und 24 (Asseln) der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Spezialeinheit Dekontamination wird in der Feuerwehr Dortmund vorgehalten, um bei ABC-Einsätzen nach Kontakt mit atomaren, biologischen oder chemischen Stoffen die Schutzkleidung der eingesetzten Kräfte, verletzte Personen oder Geräte zu dekontaminieren (Reinigen), sodass eine Weitergabe (Verschleppung) der Stoffe außerhalb des Gefahrenbereichs sowie eine weitere gesundheitliche Gefährdung ausgeschlossen werden kann. Ebenso kommt die SE-Dekon bei auftretenden Tierseuchen zur Dekontamination von Fahrzeugen und eingesetzten Geräten zum Einsatz.

Eingesetzt wird die SE-Dekon nicht nur in Dortmund, sondern auch auf Anforderung anderer Gebietskörperschaften außerhalb der Stadt Dortmund, wenn z.B. bei größeren Einsatzstellen die örtlichen Einsatzkräfte diese Aufgabe dort nicht mehr vollumfänglich ausüben können.

An der Übung nahmen insgesamt 40 Teilnehmer*innen aller Einheiten der SE-Dekon teil.

Im ersten Übungsteil war es das Ziel, die Einsatzkräfte im Sammelraum für überörtliche Einsätze an der Feuerwache 8 (Eichlinghofen) zu sammeln und im geschlossenen Marschverband zum Übungsort an der Feuerwache 9 zu verlegen.

Im Sammelraum erfolgten die Registrierung aller Einsätzkräfte sowie die Einweisung in den Übungsteil „Fahren im geschlossenen Verband“. Auch bei überörtlichen Einsätzen außerhalb der Stadt Dortmund würde die Fahrt zum Einsatzort im geschlossenen Verband erfolgen, wobei mehrere Einsatzfahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht als Kolonne fahren und nach Straßenverkehrsordnung in diesem Fall als ein Fahrzeug gelten. Die anschließende ca. 15-minütige Verbandsfahrt verlief problemlos.

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Die Einsatzkräfte am Sammelpunkt auf der Feuerwache 8
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Feuerwehr Dortmund

Nach dem Eintreffen an der Feuerwache 9 konnte der zweite Übungsteil begonnen werden. Hierzu wurden durch die Teilnehmer*innen vier verschiedene Ausbildungsstationen aufgebaut.

  • In der Station 1 wurden die Teilnehmer*innen in der Handhabung der durch sie als Dekon-Personal zu tragenden Schutzanzügen geschult.
  • In der Station 2 erfolgte der Aufbau eines Dekon-Platzes P-Dekon 10 für die Dekontamination von zehn Einsatzkräften pro Stunde.
  • In der Station 3 wurden die Eigenschaften der verschiedenen in der Spezialeinheit vorgehaltenen chemischen Mittel zur Dekontamination sowie ihre Handhabung geschult.
  • In der Station 4 erfolgte der technische Aufbau eines Dekon-Platzes V-Dekon 25 für die Dekontamination von 25 Verletzten pro Stunde in einem ABC-Einsatz.

Alle Übungsteilnehmer durchliefen nach dem Aufbau die einzelnen Stationen und konnten hier ihr Wissen vertiefen und festigen.

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Übungsgelände an der Feuerwache 9
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Feuerwehr Dortmund

Nach insgesamt fünf Stunden Übungszeit konnte durch die Übungsleitung ein positives Fazit gezogen werden. Die gesetzten Übungsziele wurden erreicht und es sind im praktischen Übungsteil bereits neue Ideen entstanden, um die Abläufe und Tätigkeiten der Dekontamination zukünftig noch effektiver zu gestalten.

Neben den genannten Einheiten der Spezialeinheit Dekontamination waren auch Kräfte der Spezialeinheit Verpflegung des Löschzuges 16 (Hombruch) in die Übung eingebunden.

MF/AP - Pressestelle Feuerwehr