Feuerwehr Dortmund

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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Helmut Kaczmarek

Kooperation

Neues System soll ärztliche Begleitung von Notfällen aus der Ferne ermöglichen

Nachricht vom 15.11.2022

Die Stadt Dortmund plant die Errichtung eines "Telenotarztsystems" in Zusammenarbeit mit der Stadt Hagen und dem Kreis Unna. Das System soll ermöglichen, Daten aus dem Rettungswagen an Ärzt*innen zu übermitteln und diese im Notfall direkt zuzuschalten.

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund hat sich in seiner Sitzung am Dienstag, 15. November, mit der Einrichtung eines interkommunalen Telenotarztsystems bei der Feuerwehr Dortmund beschäftigt und die Weiterleitung an die politischen Gremien beschlossen. Die Etablierung des Telenotarztsystems erfolgt interkommunal im Rahmen einer Trägergemeinschaft, bei der die Stadt Dortmund die Kernträgerschaft übernimmt.

Begleitung des Notfalls mittel Sprach- und Videoverbindung

Die Ziele eines "Telenotarztsystems" sind die Verkürzung des arztfreien Intervalls, die Verbesserung der Behandlungsqualität sowie die Steigerung der Patientensicherheit. Von einem leitstellenähnlichen Arbeitsplatz aus, kann ein*e Telenotärzt*in mittels Sprach- und Videoverbindung die Notfallsituation begleiten, beurteilen und Therapieanweisungen an die vor Ort befindliche Rettungswagenbesatzung geben.

Übertragung medizinischer Daten

Dazu ist es möglich, innerhalb des "Telenotarztsystems" die medizinischen Daten der Medizingeräte zu empfangen und die erfassten Daten der mobilen Datenerfassung einzusehen. Hierzu werden zusätzliche EKG-Geräte mit Bluetooth- und WLAN-Schnittstelle in Verbindung mit einem LTE-Modul angeschafft. Mit dieser Beschaffung ist dann eine Konnektivität der Geräte, welche in der Notfallrettung auf den Rettungswagen eingesetzt werden, vollständig gesichert.

Zeitplan steht noch nicht fest

Die Kosten für die Einrichtung des Telenotarztsystems sowie der erforderlichen Gerätschaften sind über die Gebührenkalkulation im Rettungsdienst refinanziert. Zu welchem genauen Zeitpunkt die Telenotärzt*innen den Notfallsituationen zugeschaltet werden können, kann aktuell noch nicht festgelegt werden, denn zunächst geht es – im Fall eines positiven Ratsbeschlusses – mit den erforderlichen Vertragsabschlüssen und Detailplanungen zur Installation und Vernetzung mit den interkommunalen Partnern weiter. Die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes an der Einsatzleitstelle und der technische Einbau der Gerätschaften in die Rettungswagen würden im laufenden Betrieb erfolgen, so dass eine Aufschaltung des Systems dann so schnell wie möglich erfolgen kann.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.