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Feuerwehr

Projekt A-DRZ

Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums

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Partner

Laufzeit

10/2018 - 09/2022

Gesamtziel des Projektes

  • Aufbau eines Kompetenzzentrums: Oberstes Ziel ist der Aufbau und Betrieb eines Kompetenzzentrums für die Entwicklung von Robotern, die Rettungskräfte unterstützen. Dazu wurde ein Trägerverein (DRZ e.V.) mit Standort Phoenix West ins Leben gerufen. Dort wird im Rahmen des Projektes ein sog. „Living Lab“ entstehen, das neben Werkstätten auch aus innen und außen liegenden Testflächen besteht, auf denen Endanwender (= nichtpolizeiliche Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben), Forschung und Industrie gemeinsam die entwickelten Systeme erproben. Neben dem physischen Aufbau des Kompetenzzentrums ist die Vorbereitung dessen wirtschaftlicher Eigenständigkeit nach einer möglichen zweiten Förderphase ein zentrales Projektziel. Dazu sind unter anderem die Etablierung und Prüfung von Qualitätsstandards für Robotersysteme im Rettungseinsatz vorgesehen.
  • Netzwerk und Öffentlichkeitsarbeit: Um einen dauerhaft guten Informationsaustausch zu gewährleisten und ein starkes Netzwerk über die Forschungsverbund hinaus aufzubauen, wird das Deutsche Rettungsrobotik-Zentrum neben der eigenen Onlinepräsenz auf Messen und Kongresse vertreten sein und durch die Ausrichtung und Mitgestaltung von Robotik-Wettbewerben weitere Partner auf das Feld der Rettungsrobotik aufmerksam machen.
  • Ausbildung und Nachwuchsförderung: Für Beschaffung, Wartung und Betrieb von Rettungssystemen bei Endanwendern – wie der Feuerwehr – werden in Zukunft entsprechend qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt. Neben dem robotik-technischen Wissen müssen diese auch entsprechendes Know-How aus den Bereichen Einsatztaktik und –technik verfügen. Dazu werden entsprechende Konzepte zur Weiterbildung von Endanwendern sowie eine angewandte akademische Ausbildung mit taktisch-operativen Elementen entwickelt und in Teilen im Rahmen von A-DRZ durchgeführt.
  • Technische Entwicklungen: Um den sehr vielfältigen Anforderungen, die sich aus den Einsätzen der Endanwender ergeben, begegnen zu können, werden im Rahmen des Projektes vier verschiedene luft- und bodengebundene Roboter entwickelt. Diese orientieren sich an den vier im Projekt definierten Leitszenarien: Brandeinsätze, Rettung Verschütteter, Einsätze der ABC-Gefahrenabwehr und Hochwasserlagen. Um den Einsatzwert von Rettungsrobotern zu erhöhen, werden unabhängig von den Einsatzszenarien Modularisierungskonzepte für Roboterplattformen entwickelt, welche eine Basis für die Erforschung zuverlässiger drahtloser Kommunikation, autonomen Assistenzfunktionen und der Interaktion zwischen Robotern und Einsatzkräften darstellen. Ein weiteres technisches Ziel ist es, die Datenanalyse und Lageaufklärung bei Zusammenarbeit mit Robotersystemen zu verbessern.
  • Einsatzkonzepte: Um einen effektiven Einsatz von Rettungsrobotik zu ermöglichen, werden im Rahmen von A-DRZ vorhandene Einsatzkonzepte untersucht und überprüft wo und wie Robotersysteme sinnvoll eingebunden werden können. Außerdem wird eine Robotic Task Force (RTF) konzeptioniert, welche international in Katastrophen und Großschadenslagen die Einsatzkräfte vor Ort mit ihren technischen Möglichkeiten unterstützten soll.

Aufgaben der Feuerwehr Dortmund

  • Die Feuerwehr Dortmund koordiniert die Durchführung des Gesamtprojektes und zeichnet sich somit für die Erreichung der zahleichen Ziele aus insgesamt 62 Teilarbeitspaketen in denen die 13 Projektpartner zusammenarbeiten verantwortlich. Damit verbunden sind enger Austausch mit allen Beteiligten aber auch viele organisatorische und administrative Tätigkeiten. Hierbei kann auf die langjährigen Erfahrungen des Instituts für Feuerwehr- und Rettungstechnologie in (inter-)nationalen Projekten zurückgegriffen werden.
  • In fast allen Arbeitspaketen ist die Feuerwehr Dortmund eingebunden, um die Belange der Endanwender, also von Einsatzkräften, beim Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums und die dort entwickelten Konzepte und Systeme einzubringen. Dazu werden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr aktiv in das Projekt eingebunden.

Bisherige Ergebnisse für die Feuerwehr Dortmund

  • Auswahl von für die Feuerwehr relevanten Einsatzszenarien, anhand derer das Living-Lab und die Entwicklungen im weiteren Projektverlauf ausgerichtet werden.
  • Identifikation von Aufgaben, die in der Zukunft durch die Unterstützung von Robotern schneller oder sicherer erfüllt werden können.

Projektwebsite

https://www.rettungsrobotik.de

Förderung/Projektträger

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Forschung für die zivile Sicherheit, Bekanntmachung „Zivile Sicherheit – Innovationslabore/Kompetenz-zentren für Robotersysteme in menschenfeindlichen Umgebungen“ Förderkennzeichen 13N14852 bis 13N14863 sifo

Ansprechpartner

Peter Damm (Mail: pdamm@stadtdo.de, Tel.: 0231-50 29852)

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