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Feuermelder

Feuerwehr

Bild: Alle Rechte vorbehalten pixelio / Rainer Sturm

Historie

Stetiger Fortschritt

Am 27.11.1972 beginnt in der Haberlandstraße (Ortsteil Nette) der Bau einer neuen Feuer- und Rettungswache in Verbindung mit einem Betriebshof für den städtischen Fuhrpark und das Tiefbauamt der Stadt Dortmund.

Für 2,4 Millionen DM entsteht nach über zweieinhalbjähriger Bauzeit die erste von vier neuen Gruppenwachen der Feuerwehr Dortmund. Neben den notwendigen Räumen für die Berufsfeuerwehr (Fahrzeughalle, Werkstätten und Sozialräume) werden Räumlichkeiten für die örtliche Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr (DO-Mengede) geschaffen.

Bis zu der Fertigstellung des neuen Wachgebäudes im Jahr 1975 sind die Löschzüge Bodelschwingh, Groppenbruch, Mengede und Nette als "Erstausrücker" für den Brandschutz im Mengeder Stadtbezirk zuständig.

Die Anfänge gehen bis ins 19. Jh zurück

In Bodelschwingh wird 1820 das erste Mal eine Pflichtfeuerwehr erwähnt, deren erstes Gerätehaus 1827 fertiggestellt wird. Die Ortschaft gehört damals (wie auch Mengede) noch zur Bürgermeisterei Castrop. Ab 1913 übernimmt die im Jahr 1900 gegründete Feuerwehr der Zeche Westhusen den Brandschutz in der Gemeinde. Ab 1933 wird die neugegründete Löschgruppe Bodelschwingh der Zechenwehr zur Seite gestellt. 1986 wird von der Freiwilligen Feuerwehr das heutige Gerätehaus „Im Odemsloh“ übernommen.

Die "Freiwillige Feuerwehr Mengede" wird im Jahre 1898 gegründet und besteht zum damaligen Zeitpunkt aus 21 freiwilligen Bürgern. Das erste Spritzenhaus mit Steigerturm wird wenige Jahre nach der Gründung an der Ecke Dönn- und Mengeder Straße errichtet. Hier werden die Gerätschaften und Fahrzeuge bis zum Jahr 1921 untergebracht. Am 12. Februar 1921 wird ein neues Feuerwehrdepot im Städtischen Saalbau am Mengeder Marktplatz bezogen.

Am 24.08.1924 gründen 32 Bürger aus der Gemeinde Nette die „Freiwillige Bürger Feuerwehr Nette“. Mit der Auflösung im Jahre 1933 (Preußisches Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 15.12.1933) und der Neugründung im Jahr 1934 bekommt die Freiwillige Feuerwehr Nette den Namen „Freiwillige Feuerwehr Dortmund - Halbzug 23“. 1964 mietet die Feuerwehr Dortmund in der Elsenbeck eine Scheune an, die bis 1981 als Gerätehaus dient. Am 04.12.1982 bezieht die Freiwillige Feuerwehr ihr neues Gerätehaus an der Mengeder Straße.

Die Feuerwehr in Groppenbruch

In Groppenbruch gibt es bis zum Jahr 1922 eine Zwangsfeuerwehr. Am 31. August 1922 wird dann die Freiwillige Bürgerfeuerwehr Mengede - Abteilung 2 - Ortsteil Groppenbruch gegründet. Sie hat zum damaligen Zeitpunkt 42 Mitglieder und ihr erstes Gerätehaus auf dem Bauernhof eines Landwirtes. Seit 1936 steht das Feuerwehrhaus der Feuerwehr Groppenbruch in der Königsheide. Nach dem Reichsfeuerlöschgesetz vom 23.11.1938 wird die Wehr von der Stadt Dortmund übernommen. Das Gerätehaus wird 1972 um einen Anbau erweitert und der Schlauchturm im Jahre 2004 abgerissen.

In den siebziger Jahren wird in einem entsprechenden Konzept die Notwendigkeit von neuen Feuer- und Rettungswachen zur Sicherstellung des Brandschutzes und der Hilfeleistungen für die Stadt Dortmund beschlossen und danach auch die Feuerwache 9 in der Haberlandstraße erbaut.

Das Einsatzpersonal der Berufsfeuerwehr übernimmt am 18. Juli 1975 das bezugsfertige Gebäude. Eineinhalb Monate später folgen die Kameraden/-innen der Freiwilligen Feuerwehr. Der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Günter Samtlebe, überreicht am 6. September 1975 symbolisch jeweils einen Schlüssel an Oberbrandmeister Willi Geilenbrügge (FF) und Oberbranddirektor Erich Hoja (BF). Damit ist die Feuerwache 9 die erste Wache in Nordrhein-Westfalen, in der die Berufs- und Freiwillige Feuerwehr gemeinsam unter einem Dach untergebracht sind.

Die gekreuzten Schlüssel der Freiwilligen Feuerwehr (FF) und der Berufsfeuerwehr (BF) befinden sich noch heute im Eingangsbereich der Feuerwache.

Der Fuhrpak damals und heute

Zum damaligen Zeitpunkt in den siebziger Jahren ist die Wache mit vier Fahrzeugen und 14 Beamten besetzt:

  • 1 Tanklöschfahrzeug (TLF mit 6 Mann)
  • 1 Drehleiter (DL mit 2 Mann)
  • 1 Löschfahrzeug (LF mit 4 Mann)
  • 1 Anhänger für Straßenbahnunfälle
  • 1 Rettungswagen (RTW mit 2 Mann)

Im Laufe der Zeit werden die Einsatzfahrzeuge immer wieder verändert und den aktuellen Anforderungen angepasst. So wird der Rettungswagen durch einen Krankentransportwagen ausgewechselt und zeitweise ganz verlegt. Das LF und der Straßenbahnanhänger werden später durch ein größeres Löschfahrzeug (LF 24) ersetzt. Zeitweise ist ein Trockentanklöschfahrzeug (TroTLF) an der Wache stationiert.

Heute besteht der Fuhrpark des Löschzugs 9 aus:

  • 1 Einsatzleitwagen (ELW mit 2 Personen)
  • 1 Löschgruppenfahrzeug (LF mit 6 Personen)
  • 1 Drehleiter (DL mit 2 Personen)
  • 1 Rettungstransportwagen (RTW mit 2 Personen)

Mit der Fertigstellung der neuen Feuerwache 4 in Hörde und der neuen Hauptwache in Dortmund-Mitte ist die Feuerwache 9 das älteste Wachgebäude der Berufsfeuerwehr Dortmund.