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Feuerwehr

Technik und Ausrüstung

Gerätewagen Höhenrettung (GW-H) - Florian Dortmund 04-39-01

Bei dem Gerätewagen Höhenrettung handelt es sich um einen Mercedes Sprinter 316 CDI Baujahr 2001. Die zulässige Gesamtmasse beträgt 4,6 Tonnen. Der Motor leistet 160 PS bei 2700ccm Hubraum. Auf dem Allradfahrgestell, mit zwillingsbereifter Hinterachse, steht ein mittellanger Aufbau mit Hochdach. Er ist nach den Vorgaben und Anforderungen der Spezialeinheit Höhenrettung ausgebaut.

An der rechten Fahrzeugseite ist eine Kassettenmarkise angebracht. Sie dient Mannschaft und Gerät als Schutz vor Niederschlägen oder starker Sonneneinstrahlung.

Das Fahrzeug bietet Platz für 5 Einsatzkräfte. Die zwei hinteren Sitzplätze befinden sich entgegengesetzt zur Fahrtrichtung, wo sich ein Trupp bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle mit der Grundausstattung ausrüsten kann. Der Geräteraum im Heck des Fahrzeugs ist zur Entnahme des Materials begehbar.

Da die Spezialeinheit Höhenrettung im Rahmen überörtlicher Hilfeleistung auch außerhalb des Dortmunder Stadtgebietes eingesetzt wird verfügt das Fahrzeug über ein eingebautes Navigationssystem und ein Mobiltelefon mit Freisprecheinrichtung.

Spezielle Ausrüstung und Geräte

Der Umfang und Inhalt des Ausrüstungspool der Spezialeinheit Höhenrettung (SE-H) orientiert sich zunächst an der Empfehlung der Brand- und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge. Darüber hinaus wird Material eingesetzt, welches die Arbeit nach eigenen Erkenntnissen und Erfahrungen, erleichtert und sicherer macht.

Unterschieden wird zwischen der Grundausstattung, die jeder Retter bei Einsatz und Übung am Auffanggurt mit sich führt, und der Zusatzausstattung, welche je nach Lage mitgeführt wird. All dies ist auf dem Gerätewagen Höhenrettung verlastet.

Einsatzkleidung

Ein Feuerwehrmann der Spezialeinheit Höhenrettung in der kompletten Einsatzkleidung

Die Einsatzkleidung der Spezialeinheit Höhenrettung
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Feuerwehr Dortmund

Die Ausstattung besteht aus einem 2-teilgen Einsatzanzug, Schutzhelm, Sicherheitsschuhen, Auffanggurt und Schutzhandschuhen. Der Anzug kann sowohl als Jacke-Hose kombiniert, oder durch einen Reisverschluss verbunden als Overall getragen werden. Verschiedene, einknöpfbare Innenfutter bieten die Möglichkeit, auf Jahreszeit und Wetterbedingungen zu reagieren.

Für sicheres Hängen und Arbeiten im Seil kommt ein Auffanggurt zum Einsatz, bei dem Brust- und Beckengurt verbunden sind. Zusätzlich ist ein Falldämpfer mit Y-Verbindungsmittel als Standplatzsicherung fest angebracht.

An dem Schutzhelm befinden sich Befestigungsmöglichkeiten für eine Helmlampe und eine Schutzbrille. Knöchelhohe Schnürstiefel mit Stahlkappe und durchtrittssicherer Sohle sorgen für sicheren Halt in Einsatz- und Übungsdienst.

Materialprüfung für 1700 prüfpflichtige Elemente

Die Seilwerkstatt

Der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) wird erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. In der Seilwerkstatt werden alle Materialien der Spezialeinheit Höhenrettung (SE-H), sowie die „Gerätesätze Absturzsicherung“ von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr gewartet, geprüft und verwaltet. Außerdem werden hier die Reserven gelagert.

Acht Höhenretter haben die Ausbildung „Sachkundiger für die Überprüfung von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz nach BGG 906“ erhalten, und übernehmen innerhalb des 24-Stunden-Einsatzdienstes die notwendigen Arbeiten.

Die Karabiner, Geräte, Seile, Schlingen und Gurte die bei der Höhenrettung und in der Absturzsicherung zum Einsatz kommen, müssen nach gesetzlichen Vorgaben mindestens alle 12 Monate einer Sachkundeprüfung unterzogen werden. Zusätzlich sind die Herstellerangaben zu beachten.

In den Absturzsicherungsgerätesätzen der Feuerwehr Dortmund sind dies rund 1300, und bei der Spezialeinheit Höhenrettung rund 400 prüfpflichtige Elemente.