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Gesellschaft

Masterplan Kommunale Sicherheit soll Gemeinschaftsprojekt sein - Auftakt mit Bürger*innen im Rathaus

Nachricht vom 30.09.2019

Der Masterplan Kommunale Sicherheit befindet sich aktuell in der Umsetzungsphase. Sicherheit soll dabei als Querschnittsaufgabe wahrgenommen werden, indem Akteure als Politik, Verwaltung, Polizei und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Bei einer ersten Info-Veranstaltung am 30. September im Rathaus hatten Bürger*innen die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand zu informieren.

Menschen in der Bürgerhalle

Die Auftakt-Veranstaltung zum Masterplan Kommunale Sicherheit lockte viele interessierte Bürger*innen ins Rathaus.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Sicherheit ist ein individuelles und kollektives Grundbedürfnis. Neben einer Vielzahl anderer Faktoren beeinflusst Sicherheit die Lebensqualität in den Quartieren wie im gesamten Stadtgebiet. Besonders das Gefühl und die Gewissheit, sich im unmittelbaren Wohnumfeld frei und sicher bewegen zu können, sind die Grundlage dafür, sich dort auch wohlzufühlen, nachbarschaftliche Kontakte zu entwickeln und Verantwortung füreinander und für das Wohnumfeld zu übernehmen. Eine solche Sicherheit ist ein bedeutender Standortfaktor in der Konkurrenz von Städten und Gemeinden und gilt zudem als Qualitätsfaktor der Lebensumwelt.

Sicherheit als Querschnittsaufgabe

Der Rat der Stadt Dortmund beauftragte im Dezember 2015 die Verwaltung, einen "Masterplan Kommunale Sicherheit" im Dialog mit den Bürger*innen sowie mit Polizei, Wissenschaft, städtischen Organisationen, Vereinen, Verbänden, Institutionen und interessierten Partnern aus der Wirtschaft zu erarbeiten. Die Verwaltung ist diesem Auftrag mit der Erarbeitung des "Masterplans Kommunale Sicherheit“ nachgekommen. Dieser bildet eine Grundlage zur Gewährleistung und Verbesserung der Sicherheit in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen und kommunalpolitischen Handlungsfeldern.

Gleichzeitig setzt die Stadt Dortmund damit einen wichtigen Meilenstein, um das Thema Sicherheit im öffentlichen Raum weiter zu systematisieren. Das Thema Sicherheit wird als Querschnittsaufgabe berücksichtigt. Dabei ist der Prozess nicht abgeschlossen. Der Beschluss durch den Rat der Stadt bildet den "Startschuss" für die eigentliche Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Thema soll gesamtgesellschaftlich verankert werden

Aktuell befindet sich der Masterplan in der Umsetzungsphase. Die im Prozess in den drei Arbeitsgruppen ("Sichere Nachbarschaft", "Sichere öffentliche Räume" und "Sichere Infrastruktur") erarbeiteten Maßnahmenvorschläge wurden teilweise durch die politischen Gremien aufgegriffen und in Anträge formuliert. Neben der Umsetzung der Maßnahmen sind in den kommenden Monaten weitere Beteiligungsveranstaltungen in den Quartieren geplant. Die angestrebte Kooperation mit dem Projekt "nordwärts" und der "Allianz Smart City Dortmund" sollen dazu führen, das Thema "Sicherheit als Querschnittsaufgabe" noch viel mehr als bisher in der Gesamtgesellschaft zu verankern.

Masterplan Kommunale Sicherheit ist "Gemeinschaftsprojekt"

Als symbolischer Startschuss für die Umsetzungsphase fand am 30. September eine Auftaktveranstaltung mit allen Mitwirkenden aus Politik, Polizei, Verwaltung und Zivilgesellschaft statt. In der Bürgerhalle des Rathauses hatten rund 120 interessierte Bürger*innen, die zu dem Informationsabend gekommen waren, die Gelegenheit, sich über die Umsetzung und Fortschreibung des Masterplans zu informieren.

Rechtsdezernent Norbert Dahmen betonte die Wichtigkeit der engen Verknüpfung der Maßnahmen aller beteiligten Akteure: "Wir haben schon viel erreicht und die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Staatanwaltschaft und Verwaltung ist gut." Aber auch die Einbeziehung der Bürger*innen sei von besonderer Bedeutung: "Der Masterplan Kommunale Sicherheit ist ein Gemeinschaftsprojekt – wir können es nur im Dialog." Und so wird der Masterplanprozess auch nach der Auftaktveranstaltung mit den Dortmunder*innen im Dialog weiterentwickelt. Denn die Beteiligung bildet die wesentliche Grundlage, die objektive Sicherheitslage weiter zu verbessern und das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen zu stärken.

Zahl der Wohnungseinbrüche in Nordstadt um 50 Prozent zurückgegangen

Polizeipräsident Gregor Lange verwies auf die bereits erzielten Erfolge der vergangenen Jahre und fragte: "Wer hätte von fünf Jahren geglaubt, dass wir heute nicht mehr unter den zehn gefährlichsten Städten Deutschlands gelistet werden?" So seien beispielsweise die Straftaten im öffentlichen Raum in den zurückliegenden vier Jahren um über 30 Prozent zurückgegangen. In der Nordstadt liegen die Rückgänge noch deutlich höher. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist um 50 Prozent zurückgegangen. Das sei einer harten und guten Zusammenarbeit der Akteure zu verdanken, so Lange, die auch jetzt dazu beitragen, Dortmund zu einer wesentlich sichereren Stadt zu machen.

"Wir haben vor, in gemeinsamer Zusammenarbeit das Sicherheitsgefühl der Menschen positiv zu beeinflussen. Der Masterplan Kommunale Sicherheit ist ein wesentlicher Baustein, um dieses Ziel zu erreichen", so der Polizeipräsident. Dortmund sei eine lebenswerte Stadt und "Sicherheit ist dafür ein wesentlicher Aspekt", unterstrich Lange.

Abgerundet wurde die Auftaktveranstaltung durch interessante Redebeiträge, Diskussionen und Interviews mit hochrangigen Akteuren der Dortmunder Sicherheitsarchitektur. Die Bürger*innen bekamen Einblicke in den intensiven Entstehungsprozess sowie die weitere Planung und die konkrete Umsetzung der vorliegenden Maßnahmen.

E-Voting zu sicherheitsrelevanten Fragen

Bei einem E-Voting zu sicherheitsrelevanten Fragen - gleich zu Beginn der Veranstaltung - und durch die aktive Mitarbeit an fünf Marktständen im Rahmen der dreistündigen Veranstaltung hatten alle Beteiligen die Gelegenheit, ihre Anregungen und Vorschläge für eine aktive Umsetzung des Masterplans beizutragen. Michael Vollmann, als Vertreter der Plattform "nebenan.de" skizzierte, wie positive Effekte der Quartiersentwicklung das Lebensgefühl in einer Großstadt beeinflussen. Die wissenschaftliche Expertise lieferte Ralf Zimmer-Hegmann, stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe "Sozialraum Stadt" beim Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung. Neben einer Druckversion des Masterplans Kommunale Sicherheit standen den Bürger*innen Informationsstände der Polizei, des Weissen Rings und der Entsorgungsbetriebe Dortmund GmbH zur Verfügung.

Der "Masterplan Kommunale Sicherheit" steht online unter masterplan-sicherheit.dortmund.de als Download bereit.