Dortmund überrascht. Dich.
Friedensplatz, Berswordthalle und altes Stadthaus

Ordnungsamt

Bild: Jesús González Rebordinos

Taubenproblematik

Wer Tauben füttert, bringt sie in Gefahr!

Wussten Sie schon, dass...

  • Stadttauben ein hohes Lebensalter erreichen und durchschnittlich fünf Junge pro Weibchen und Jahr großziehen?
  • die Vermehrungsrate der Stadttauben wegen des übermäßig hohen Nahrungsangebotes wesentlich größer ist, als sie es unter normalen Lebensbedingungen wäre?
  • also das Futterangebot ein wesentlicher Faktor für die Populationsstärke der Stadttauben darstellt?
  • der für jedermann erkennbare, schlechte Gesundheitszustand der Stadttauben auch auf die Fütterung zurückzuführen ist?
  • eine falsche bzw., einseitige Fütterung mit Abfällen (Brot, Pommes frites, Würstchenresten etc,) oder mit Reis, Mais und anderen Lebensmitteln die Tauben anfällig für Krankheiten und Parasiten (z, B, Milben, Flöhe, Wanzen) macht?
  • Taubenfütterung das natürliche Gleichgewicht stört und deshalb Ursache des Taubenelends ist?
  • Stadttauben aufgrund des hohen Futterangebotes einen geringen Aktionsradius haben und die durch die "Unbeweglichkeit" eingesparte Energie in die Fortpflanzung investiert wird?
  • in der Schweiz mit ihrem hochentwickelten Tierschutzrecht Taubenfütterung als Tierquälerei gilt und auch entsprechend geahndet wird?
  • es in Dortmund seit 1983 ein Taubenfütterungsverbot gibt?
  • eine Stadttaube ihren gesamten Tagesbedarf an Nahrung innerhalb von fünf Minuten aufnehmen kann?
  • sich über die Futterreste auch die Ratten freuen?

Taube

Taubenfütterung stört das natürlich Gleichgewicht
Bild: Andreas Trepte

Taube - Mensch - Gesundheit

Stadttauben können die verschiedensten Krankheiten auf den Menschen übertragen. Diese Gefahr wird gelegentlich überbewertet, häufig aber auch unterschätzt. Die dichtgedrängten Nistplätze der Stadttauben werden von Vogelmilben, Taubenzecken, Flöhen und Bettwanzen heimgesucht. Diese Parasiten können aus Brutplätzen in benachbarte Wohnungen auswandern und dort Mensch und Haustier befallen. Feder- und Kotstaub, aber auch die Zerfallprodukte der Parasiten können Allergien auslösen oder verstärken. Hinzu kommt, dass Tauben als Überträger meldepflichtiger Erkrankungen im Sinne des Bundesseuchengesetzes in Frage kommen können. Jede Taube produziert jährlich bis zu 12 kg Nasskot. Dies führt zu massiven Verschmutzungen und Beschädigungen an Kirchen, Denkmälern, Wohn- und Geschäftshäusern. Eine Beseitigung bzw. Vermeidung dieser Verschmutzungen verursacht enorm hohe Kosten. Praktische Lösungsansätze, die zu nachhaltigen Verbesserungen des Stadttaubenbestandes beitragen, sind aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes, des Gebäudeschutzes und nicht zuletzt zum Schutz der Tauben selbst unumgänglich.

Fütterungsverzicht

Fütterungsverzicht ist nach Ansicht der Fachleute die weitaus beste Methode, das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen und den Tauben zu einem artgerechten Leben zu verhelfen. Die Befürchtung, ein Fütterungsstop könne zum Verhungern der Tauben führen, ist biologisch nicht haltbar.

Gelegeaustausch, technische Vorkehrungen

Soweit möglich, hilft der Austausch der Gelege gegen Gipseier, den Taubenbestand mittelfristig zu regulieren. Durch technische Vorkehrungen Spanndrähte, Kunststoffnetze, Drahtgeflechte oder andere mechanische Abweiser können Nistmöglichkeiten für Tauben unzugänglich gemacht werden. Dabei ist selbstverständlich der Tierschutz und der Schutz erwünschter Gebäudebrüter (z.B. Turmfalke und Hausrotschwanz) zu beachten.

Taubenfütterungsverbot

Von Rechts wegen nimmt jede/r, die/der Stadttauben füttert, diese Tiere quasi in Besitz und kann somit für eventuelle Schäden haftbar gemacht werden. Außerdem kann bei Verstößen gegen das vom Rat der Stadt Dortmund beschlossene Taubenfütterungsverbot (Ortsgesetz) ein Verwarnungsgeld erhoben oder sogar ein Bußgeldverfahren (Geldbuße bis zu 1000 Euro) eingeleitet werden. Bisher ist es nur in ganz wenigen Fällen zur Festsetzung von Geldbußen gekommen. In der Dortmunder Innenstadt und in den Vorortzentren ist jedoch durch das ständige und massive Füttern die Belästigung durch Tauben fast unerträglich geworden. So wird künftig häufiger von dem Mittel der Geldbuße Gebrauch gemacht werden müssen, wenn nicht die Einsicht siegt, dass Taubenfütterung mehr schadet als nützt.

Ansprechpartner Ordnungsamt

Ordnungsamt - Allg. Sicherheits- und OrdnungsangelegenheitenBrigitte Wöstefeld

44122 Dortmund
Maßnahmen gegen Ratten und Tauben

Kontakt Tierschutzverein

Tierschutzverein Groß-Dortmund e.V.

Geschäftsstelle Berswordt-Halle
44135 Dortmund