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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Freizeit

Stadt will Keuningpark aufwerten - mehr Sport, Spiel, Spaß und Sicherheit rund ums Keuninghaus

Nachricht vom 18.05.2021

Der Dortmunder Keuningpark soll für Kinder und Jugendliche attraktiver und sicherer werden. Die Stadt möchte eine neue Outdoor-Skate- und Parkour-Anlage errichten und den Bolz- und Basketballplatz im Keuningpark erneuern. Die Kosten betragen insgesamt 1,05 Million Euro.

Der Keuningpark wird stark von Kindern und Jugendlichen frequentiert: Rundum liegen das Dietrich-Keuning-Haus und das Nordbad, drei große Fabido-Kitas, der Indoor-Skatepark, die Musikschule Dortmund sowie ein Spielplatz für Kleinkinder. Mehrere hundert Kinder und Jugendliche halten sich täglich im Keuningpark auf.

Das Keuninghaus bemüht sich seit vielen Jahren mit pädagogischen, kulturellen oder sportpädagogischen Angeboten, den Park als Naherholungs- und Freizeitraum zu erhalten, etwa durch das mehrwöchige Kulturfestival "NordstadtSommer" oder ein Zirkusprojekt für Kinder- und Jugendliche. Vor zwei Jahren wurde der Außenbereich südlich des Keuninghaus als Sportpark komplett neu gestaltet und wird seitdem sehr gut angenommen. Zudem wird der Park auf Initiative des Keuninghaus seit gut vier Jahren zusätzlich gereinigt.

Mehr Sicherheit im Keuningpark

Dennoch gibt es im Keuningpark wegen seiner zentralen Lage und guten ÖPNV-Anbindung seit vielen Jahren Drogenhandel. Kinder, Jugendliche und Familien, aber auch Senior*innen, die das Keuninghaus besuchen, fühlen sich dort nicht sicher. Ein zuletzt vom Keuninghaus beauftragter privater Sicherheitsdienst hat inzwischen erste Erfolge dabei, die Szene zu verdrängen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass es sehr wichtig ist, den Park weiter um dauerhaft attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche zu bereichern. Wichtige Bausteine dafür sind die zeitgemäße Neugestaltung des Bolz- und Basketballplatzes sowie die neu geplanten Sportanlagen.

Skate- und Parkour-Anlage

Seit mehr als zehn Jahren betreibt die Skateboardinitiative Dortmund e.V. in Kooperation mit dem Keuninghaus die Indoorskatehalle. Sie gilt in der Skaterszene als einer der beliebtesten Orte in NRW. Dort werden nicht nur das Skaten u.a. für Schulklassen angeboten, sondern auch Parkour-Kurse für unterschiedliche Altersgruppen. Seit einigen Jahren gibt es zudem spezielle Trainings und Workshops für Rollstuhlfahrer*innen und genderspezifische Angebote. Gemeinsam mit der Skateboardinitiative und der Parkourgemeinschaft "Symphony of Movements" möchte das Keuninghaus nun eine Außenskateboard- sowie Parkour-Anlage im Keuningpark bauen. Der ungebrochen große Zuspruch und das überregionale Interesse zeigen deutlich, dass die Außenanlage mindestens ebenso gut genutzt werden wird. Eine von der Initiative selbst konzipierte Außenanlage am Dortmunder U, das "Utopia", musste kürzlich geräumt werden, weil das Grundstück nun bebaut wird.

Bolz- und Basketballplatz

In unmittelbarer Nähe liegt ein abgenutzter Asche-, Bolz- und Basketballplatz, der für die weitere Nutzung saniert sowie zeitgemäß aufgearbeitet werden müsste. Das dann bebaute Grundstück soll dem Keuninghaus aus Verkehrssicherungsgründen übertragen werden, wobei der offene Parkcharakter beibehalten wird.

Ziel ist es, das gesamte Park-Areal künftig noch stärker zu bespielen, in bewährter Kooperation zwischen der Skateboardinitiative und dem Keuninghaus. Die stadtinternen und extern gewachsenen Netzwerke der Kooperationspartner*innen sollen dabei eingebunden werden, etwa mit dem Jugendamt und der "Nordstadtliga". Auch Open-Air-Konzertformate, Festivals sowie Sommer- und Familienfeste sind geplant.

Zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Umfelds gehört auch die bevorstehende Übernahme des alten Kiosk von DSW21 an der U-Bahnhaltestelle Leopoldstraße: Hier wird das Keuninghaus eine Fahrrad- und Gerätereparaturwerkstatt für Jugendliche und Kinder errichten.

Mit diesem Paket an Maßnahmen wird die Stadt Dortmund ein deutliches Signal in die Bewohnerschaft senden und zu einer nachhaltigen Beruhigung der Lage beitragen. Die Neuerungen wirken auch präventiv: Sie zeigen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Handlungsalternativen, Kompensationsmöglichkeiten und positive Zukunftsperspektiven auf und docken wirksam im sozial integrativen Gefüge an. Die Zugangsvoraussetzungen sind niederschwellig und für alle frei zugänglich.

Die Kulturbetriebe sollen für die Investitionen von 1,05 Millionen Euro einen städtischen Zuschuss von 750.000 Euro erhalten, außerdem sollen Fördermittel beantragt werden. Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund hat sich am Dienstag, 18. Mai, mit dem Projekt beschäftigt und es den politischen Gremien zum Beschluss empfohlen. Der Rat wird in seiner Juni-Sitzung darüber entscheiden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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