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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Weitere Informationen zur aktuellen Lage finden Sie unter:
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Coronavirus

Stadt arbeitet an Verfügung zu kleineren Veranstaltungen

Nachricht vom 13.03.2020

Die Stadt arbeitet zurzeit an einer Allgemeinverfügung zur Absage von Veranstaltungen mit unter 1.000 Teilnehmenden. Wie die Deutsche Fußball Liga am 13. März bekannt gab, wird das BVB-Heimspiel, das am 14. März ohne Publikum stattfinden sollte, vollständig abgesagt.

Update (13. März, 16:30 Uhr): Deutsche Fußball Liga verlegt Spieltage der 1. und 2. Bundesliga

Angesichts der Dynamik der Lage am Freitag, 13. März 2020, mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga hat das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga kurzfristig beschlossen, den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen. Darüber hinaus empfiehlt das Gremium, wie geplant, der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung der Proficlubs, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April - also inklusive der Länderspiel-Pause - fortzusetzen.

Ursprüngliche Nachricht (Stand 13. März, 14:00 Uhr):

Am Samstag, 14. März, findet das Bundesliga-Derby BVB gegen Schalke vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer*nnen statt. Aus diesem aktuellen Anlass informierten in einer Pressekonferenz Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Birgit Zoerner, Dezernentin für Gesundheit/Sport/Freizeit und Leiterin des Krisenstabes, Polizeipräsident Gregor Lange sowie Dr. Christian Hockenjos, Direktor Organisation, Borussia Dortmund, sowie zum allgemeinen Sachstand Gesundheitsamtleiter Dr. Frank Renken und Dirk Aschenbrenner, Leiter der Feuerwehr Dortmund.

Revierderby findet ohne Besucher*innen statt

Hockenjos erläuterte die Details zum Bundesliga-Derby: "Ich beschränke mich auf das Derby morgen, das recht speziell in der Vorbereitung war. Fakt ist, wir werden morgen keine Besucher*innen im Stadion haben, wir werden die Fußballer im Stadion haben und die Trainerstäbe. Außerdem natürlich jene Personen, die mit der Durchführung des Spiels befasst sind." Dazu zählen u.a. die Balljungen, die Greenkeeper, die den Rasen in der Halbzeitpause pflegen, technische Dienstleister*innen – wie Elektriker*innen und Installateur*innen – administrative Funktionsträger*innen.

Für Medienvertreter*innen, die ebenso anwesend sein werden, wird es Einschränkungen geben. So wird es keine Mixed Zone geben, in der üblicherweise im Anschluss an ein Spiel Interviews mit den Spielern geführt werden. Aber, so Hockenjos weiter, wird es eine normale TV-Übertragung des Spiels geben.

Dank an Bündnis Südtribüne

Außerhalb des Stadions werden es Ordnungsdienstkräfte präsent sein, die, so Hockenjos, "die Außenhaut des Stadions" schützen sollen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich doch Fangruppen auf den Weg zum Stadion machen. Dafür gäbe es überhaupt keine Gründe, denn sowohl die FanWelt, das Strobels und die Gastronomie im Stadion Rote Erde werden am morgigen Spieltag geschlossen bleiben, machte Hockenjos deutlich.

"Ich möchte meinen Dank an das Bündnis Südtribüne aussprechen, dass dazu aufgerufen hat, nicht zum Signal-Iduna-Park zu kommen. Das ist ein gewichtiges Wort, das sie ausgesprochen haben. Wir werden niemandem etwas vorschreiben, aber raten dringend davon ab, sich auf den Weg zu machen", so Hockenjos.

Polizeipräsident appelliert an Fans: Bitte zu Hause bleiben!

Polizeipräsident Lange unterstrich, dass die Polizei Dortmund, dieses Spiel genauso ernst nimmt wie jedes andere und die Aufgabe sei, die Sicherheit im öffentlichen Raum gewährleisten. Er verband seine Aussage mit einem Appell: "Wir haben zurzeit alle gemeinsam ein Projekt. Dieses Projekt hat nicht die Polizei oder die Stadt oder der BVB alleine, sondern wir alle gemeinsam: nämlich wie können wir alle gemeinsam dazu beitragen, dass die Verbreitung des Virus verlangsamt werden kann und die Gefahren für Schwächeren hinausgezögert werden können. Dazu kann jeder einen Beitrag leisten, somit auch die Fußballfans, die bitte zuhause bleiben sollen." Auch er bedankte sich bei dem Bündnis Südtribüne für das "ausgesprochen positive Signal an die Fangruppen". Auf gegebenenfalls gewaltbereite Fans wird die Polizei angemessener Stärke – immer in Orientierung an die Erkenntnisse, die die Polizei gewinnt - reagieren. "Dazu haben wir uns innen abgestimmt mit der Bundespolizei und der Polizei Gelsenkirchen, als auch mit den Vereinen BVB und Schalke. Der Informationsfluss in alle Richtungen ist ausgesprochen engmaschig und gut", so der Polizeipräsident.

Ökonomische Folgen

Oberbürgermeister Ullrich Sierau bilanzierte den aktuellen Stand zum Thema Corona in Dortmund und lenkte dabei den Fokus auf die ökonomischen Folgen und die Besorgnisse, die die Situation in der Wirtschaft, besonders dem Mittelstand und der Kulturwirtschaft auslöst. Er erklärte, dass die Stadt zurzeit an einem Verfahren arbeite, dass im Falle von Veranstaltungsabsagen Hilfestellung gibt, um - bei bestehenden Ausfallversicherungen - plausibel die Notwendigkeit der Absage zu erläutern. Aber auch wer keine Ausfallversicherung abgeschlossen hat und ein Event absagen muss, soll nicht alleine gelassen werden. "Ich möchte ein Signal geben, dass wir daran arbeiten, eine Lösung zu entwickeln." Diese Lösung soll in der kommenden Woche vorgestellt werden.

Allgemeinverfügungen für Events unter 1.000 in Arbeit

Gesundheitsdezernentin Zoerner teilte mit, dass es bisher 14 positiv getestete Personen in Dortmund gibt. "Wir sind froh, dass bei den bestätigten Infektionsfällen bei jedem einzelnen nachvollziehen können, woher die jeweilige Infektion kommt." Zoerner appellierte an jeden Einzelnen: "Je mehr jeder Einzelne Verantwortung übernimmt, desto mehr sind Gruppen geschützt, die unter dem Infektionsgeschehen in ganz besonderem Maße leiden, wie chronisch Kranke oder alte Menschen."

Zoerner teilte mit, dass die Stadt zurzeit an den Allgemeinverfügungen zur Absage von Veranstaltung mit unter 1.000 Teilnehmenden arbeite. Sie geht davon aus, dass diese Verfügungen am Dienstag, 17. März, erlassen werden können.

Darüber hinaus kündigte Zoerner an, dass die Aufgaben innerhalb des Gesundheitsamtes künftig derart umorganisiert werden, dass der Fokus auf der Bewältigung der Herausforderungen rund um das Thema Corona liegt.

Dr. Frank Renken erläuterte: Ärzte und weiteres Personal, das im Bereich etwa der Begutachtung von Dienstfähigkeit oder den Schuleingangsuntersuchungen eingesetzt ist, wird nun im Bereich der Coronadiagnostik tätig werden. Das Gesundheitsamt hat die Öffnungszeiten der Coronavirus-Diagnosestelle auf das Wochenende erweitert. Die Diagnostik-Stelle hat auch samstags und sonntags für jeweils drei Stunden geöffnet, die Entnahme von Abstrichen ist jedoch ausschließlich nach telefonischer Absprache unter Tel. 11611 116117 möglich.

Die Schuleingangsuntersuchungen werden zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt, die Eltern werden darüber unterrichtet.

Ein Abstrich im Gesundheitsamt kann nur unter vorheriger telefonischer Terminabsprache unter 0231 50-13150 (zentrale Hotline der Stadt Dortmund) oder 0211 9119 1001 (Hotline des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW) oder 116 117 (bundesweiter ärztlicher Bereitschaftsdienst) erfolgen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.