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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Coronavirus

Dortmund erreicht Meilenstein beim Impfen: Eine Million Dosen verabreicht

Nachricht vom 10.12.2021

Im Kampf gegen Corona kann Dortmund einen Erfolg verbuchen: Im gesamten Stadtgebiet sind eine Million Impfdosen verabreicht worden. Nicht nur Dortmunder*innen haben hier Impfungen erhalten, sondern auch Menschen von außerhalb.

Die niedergelassene Ärzteschaft, Betriebe, das Impfzentrum Phoenix-West, stationäre und mobile Angebote: In einer gemeinsamen Kraftanstrengung sind in Dortmund eine Million Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden.

Ein Rückblick: Das Verimpfen begann bundesweit Ende 2020 zunächst in Pflege- und Seniorenheimen. In Dortmund versorgten mobile Impfteams über die KVWL Bewohner*innen ebenso wie Mitarbeitende. Am 8. Februar 2021 öffnete das Impfzentrum Phoenix-West - trotz der teils extremen Wetterlage zu der Zeit.

"1.000.000 Impfdosen! Das ist ein sehr positives Signal für Dortmund. Wir sind unheimlich weit - beim Boostern und auch bei den Erstimpfungen. Wir haben einen guten Schutz erreicht und sind jetzt dabei, diesen auszubauen."

Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamts

Ab April 2021 wurden auch niedergelassene Ärzt*innen in die Impfkampagne einbezogen. Da noch zu wenig Impfstoff vorhanden war, wurden zunächst manche Alters- oder Personengruppen vorgezogen - also z.B. die Über-80-Jährigen oder etwa bettlägerige Patient*innen. Parallel dazu organisierte das Land NRW besondere Impfaktionen für Über-60-Jährige mit dem Impfstoff von AstraZeneca.

Im Juli verkündete der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass nun genug Impfstoff da sei, um alle Bürger*innen in Deutschland zu impfen. Zu der Zeit war die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus auf dem Vormarsch - auf diese sind mittlerweile (Stand Dezember 2021) praktisch alle Neuinfektionen zurückzuführen.

Bis zu seiner Schließung Ende September wurden im Impfzentrum Phoenix-West mehr als 370.000 Impfungen verabreicht, beim überwiegenden Teil handelte es sich um den Impfstoff von BioNTech.

Seit Herbst laufen Booster-Impfungen

Spätestens seit September ist auch das Wort Booster in aller Munde: Um den Impfschutz zu erhöhen, wurde ersten Personengruppen eine Auffrischungsimpfung angeboten. Seit Mitte November empfiehlt die Ständige Impfkommission STIKO allen Personen ab 18 Jahren eine sogenannte Booster-Impfung. Voraussetzung ist, dass die Grundimmunisierung mindestens fünf Monate zurückliegt.

Nach einer einmaligen Impfung mit dem Stoff von Johnson & Johnson wird ein Booster ab vier Wochen empfohlen. Allgemein gilt für die Auffrischung: Nur ein mRNA-Impfstoff soll dafür verwendet werden - also diejenigen von BioNTech und Moderna.

Debatte um Kinder-Impfungen schließt sich an

Bereits im August empfahl die STIKO, dass sich auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen sollten. Ende November folgte das Ja der STIKO zu Impfungen bei Fünf- bis Elfjährigen. Die EU-Kommission hatte zuvor einen Impfstoff von BioNTech für diese Altersgruppe zugelassen, der etwas anders dosiert, konzentriert und zusammengesetzt ist als jener für Personen ab 12.

Auch in Dortmund werden Impfungen für Kinder bald von städtischer Seite aus möglich sein: In der ThierGalerie wird eine extra Impfstraße für sie eingerichtet. Die Stadtverwaltung erwartet allerdings, dass die meisten dieser Impfungen bei Kinder- oder Hausärzt*innen erfolgen werden.

Text: Larissa Hinz

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.