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Mehr Geld in Straßenbau investieren - Tiefbauamt stellt Jahresbericht vor

Nachricht vom 12.04.2018

Im Jahr 2017 hat das Tiefbauamt über 32 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert und mehr als 20 große Projekte abgeschlossen. Auch in Zukunft plant das Tiefbauamt, die Straßeninfrastrukturinvestitionen zu steigern. In 2018 sollen über 40 größere Infrastrukturprojekte starten.

Tiefbauamt zieht Bilanz

Baudezernent Martin Lürwer und Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl haben einen Überblick über die Infrastrukturprojekte des Tiefbauamtes gegeben
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Sören Spoo

Rückblick

2017 konnten unter anderem mehrere Großprojekte abgeschlossen werden:

  • niveaufreie Ausfädelung der Stadtbahn in die Marsbruchstraße,
  • neue Anbindung der Marsbruchstraße an den Knoten Gottesacker ("verlegte Marsbruchstraße"),
  • Um- und Ausbau der Nortkirchenstraße,
  • Barrierefreie Nachrüstung der Stadtbahnhaltestelle Rombergpark.

Neben diesen großen Projekten wurden 2017 aber auch viele "kleinere" Maßnahmen ausgeführt. Exemplarisch genannt werden können hier die Grundsanierungen der Straße "Im Defdahl" im Stadtbezirk Innenstadt-Ost, der Limbecker Straße in Lütgendortmund oder der Kanalstraße im Stadtbezirk Innenstadt-Nord.

Auswahl Maßnahmen 2018

2018 startete das Tiefbauamt bereits im Februar mit der Aus- und Umbaumaßnahme der Harkortstraße. Hier ist eine Neuaufteilung des Straßenquerschnitts im Bereich zwischen Löttringhauser Straße und Karlsbader Straße vorgesehen.

Mitte Juni 2018 bis Anfang Juni 2019 wird das Tiefbauamt die Fahrbahn des Ostwalls (Innenring), zwischen Brüderweg und Kaiserstraße, mit einem "lärmoptimierten Asphalt" erneuern. Gleichlaufend mit dem Straßenbau, wird stellenweise ein neuer Mischwasserkanal verlegt sowie zum Schutz des vorhandenen Baumbestandes der Mittelstreifen mit einer erhöhten Bordsteinanlage ausgestattet.

Ebenfalls 2018 steht die gemeinsame Maßnahme der DSW21, Stadtentwässerung und Donetz im Bereich des Asselner / Brackeler Hellwegs an. Hier erfolgt der zweigleisige Ausbau der Stadtbahnstrecke von "In den Börten" bis "Asselner Straße". Der Ausbau macht die Neuordnung des Straßenraums in dem Bereich möglich und dient dadurch auch der Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Neben vielen anderen Maßnahmen werden 2018 auch weiterhin Grundsanierungen im Rahmen der Förderung durch das "Kommunales Investitionsförderungsgesetz" umgesetzt.

Straßenbau in Zahlen

Im vergangenen Jahr hat das Tiefbauamt investive Mittel in Höhe von insgesamt 22,1 Millionen Euro umgesetzt – davon fast 60 % für Straßenprojekte (13,3 Millionen Euro). Weitere rund 8,4 Millionen Euro wurden im konsumtiven Bereich für die Straßenunterhaltung eingesetzt. Die Investitionen in die Infrastruktur sollen in den kommenden Jahren weiter gesteigert werden.

Personalsituation

Das Augenmerk gilt der Infrastrukturoffensive. Der Rat hatte die Einrichtung von 17,5 Projektstellen für die Infrastrukturoffensive beschlossen. Der – nicht nur bei den Verwaltungen - bekannte Fachkräftemangel besonders im Bauingenieurwesen und der relativ starre Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst erschweren allerdings die Besetzung der neuen Stellen. Da es sich bei den eingestellten neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überwiegend um sehr junge Studienabgänger mit Bachelorabschluss und keiner oder nur sehr geringer Berufserfahrung handelt, ist weiterhin mit einer längeren Einarbeitungszeit bis zur vollständigen Übernahme eigener Projekte zu rechnen.

Inzwischen konnten zwölf Projektstellen besetzt werden, weitere 3 Besetzungen stehen kurz bevor, 3 Stellen müssen erneut ausgeschrieben werden, da es keine geeigneten Bewerber oder Bewerberinnen gab.

Lage Bauwirtschaft

Auch bei den Bauausschreibungen der Maßnahmen und der Kostenentwicklung zeigen sich der Fachkräftemangel und die gute Auslastung der Bauwirtschaft. Die Baupreisentwicklung bei Tief- und Straßenbaumaßnahmen der Stadt war in 2017 augenfällig und gegenüber den Vorjahren besonders hoch. Insbesondere bei Kleinstaufträgen wie z.B. Querungsstellen o.ä. sind die angebotenen Preise überproportional gestiegen.

Gleichzeitig konnte anhand stattgefundener Submissionen festgestellt werden, das immer weniger Firmen ein Angebot einreichten bis hin zu Ausschreibungen, in denen kein Angebot eingeht, so das gemutmaßt werden kann, dass bei derzeitiger voller Kapazitätenauslastung der potentiellen Auftragnehmer das Interesse an öffentlichen Aufträgen geringer geworden ist. Auch der bei den Bauunternehmungen vorherrschende Fachkräftemangel könnte ein Grund sein, dass die Firmen sich nicht bei allen Ausschreibungen beteiligen.

Zum Thema

Aber trotz der leider noch immer schwierigen Personalsituation und der momentanen Auslastung der Bauwirtschaft hat sich das Tiefbauamt auch für das Jahr 2018 wichtige und engagierte Ziele gesteckt. Der Fokus liegt dabei auf der nachhaltigen Schaffung und Erhaltung sicherer Verkehrsinfrastruktur, um damit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt gute Rahmenbedingungen für ein attraktives Lebens- und Arbeitsumfeld zu bieten.

Mit dem umfangreichen Jahresrückblick auf 2017 und dem Ausblick auf 2018 gibt das Tiefbauamt einen ausführlichen Einblick in die abgeschlossenen Infrastrukturprojekte, informiert über die die Projekte, die sich derzeit in der Planung befinden und benennt konkret, welche Infrastrukturprojekte 2018 starten sollen.