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Teilsperrung des Walls wird aufgehoben - Suche nach Weltkriegsbomben benötigt weiter Zeit

Nachricht vom 21.11.2019

Derzeit untersuchen Stadt Dortmund und Bezirksregierung weitere Bombenverdachtspunkte am Hohen Wall und Hiltropwall - dabei wurden am Freitag, 29. November erste Ergebnisse bekannt gegeben.

Sondierungsarbeiten am Hoher Wall

Bei den Sonderierungsmaßnahmen wurden zahlreiche nicht verzeichnete Leitungen im Erdreich gefunden, die die Arbeiten verzögern.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Neuer Stand zu den Verdachtspunkten am Wall (Update 29. November)

In den vergangenen zwei Wochen haben Sondierungsarbeiten durch den Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg an drei Bombenverdachtspunkten am Wall in der Dortmunder Innenstadt stattgefunden. Diese drei Punkte wurden aufgrund von Luftbildaufnahmen ausgewertet.

Nun gibt es erste Ergebnisse zu den Sondierungen:

Der Bombenverdachtspunkt an der Hansastraße wurde durch die Sondierungen nicht bestätigt. Hier werden die für die Sondierung notwendigen Löcher im Laufe der nächsten Woche wieder verfüllt und danach wird die einspurige Sperrung im Bereich der Hansastraße/Südwall aufgehoben.

Der Bombenverdachtspunkt an der Ecke Rheinische Straße und Westentor hat sich erhärtet. Dennoch kann die Vollsperrung aufgehoben werden, so dass eine Spur in Fahrtrichtung Hiltropwall ab Sonntagmorgen wieder für den Verkehr zur Verfügung steht. Um Erschütterungen in diesem sensiblen Bereich zu verhindern, ist es leider nicht zu vermeiden, dass die zwei weiteren Spuren bis zum Zeitpunkt der geplanten Entschärfung am Sonntag, 12. Januar, gesperrt bleiben müssen.

Für den Bombenverdachtspunkt am Hiltropwall in Höhe vom Platz der Alten Synagoge werden weiterhin zur Sondierung notwendige vorbereitende Arbeiten getätigt. Verschiedene Leitungen, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlegt werden können, erschweren noch die geplante Sondierung. Über das Ergebnis zu diesem letzten Bombenverdachtspunkt wird zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

Urpsrüngliche Nachricht (Stand 21. November)

"Bei den zur Sondierung notwendigen Vorarbeiten hat sich herausgestellt, dass die Verdachtspunkte nicht so einfach zu ermitteln sind, wie im Vorfeld angenommen", erklärt Baudezernent Arnulf Rybicki. Grund dafür sind verschiedene Leitungen, die durch eine ungünstige Lage oder ihre Größe die Vorarbeiten erschweren. Ein Teil der Leitungen war in den Plänen nicht oder nicht an der vorgefundenen Stelle verzeichnet.

Auswirkungen auf den Verkehr

Durch die nun aufwendigeren Sondierungsarbeiten kann der angestrebte Zeitplan, mit Beginn des Weihnachtsmarkets mit den Sondierungen fertig zu sein, leider nicht eingehalten werden. Für die Autofahrer*innen bedeutet dies folgendes:

  • Die Vollsperrung am Hohen Wall / Rheinische Straße bleibt voraussichtlich bis zum Samstag, 30. November, bestehen.
  • Bei der Sperrung von zwei Fahrstreifen in Richtung Hauptbahnhof am Hiltropwall auf Höhe vom Platz der Alten Synagoge wird zeitnah eine zweite Spur wieder eröffnet.
  • Die Sperrung von einem Fahrstreifen an der Hansastraße wird voraussichtlich noch bis in die zweite Dezemberwoche andauern.

"Wir bedauern die verkehrlichen Einschränkungen und wissen, dass es gerade für den Handel eine extrem wichtige Zeit ist", so Rybicki. Immer wenn die Möglichkeit besteht, spontan Sperrungen aufzuheben, wird die Stadt Dortmund dies umgehend umsetzen, um so einen besseren Verkehrsfluss zu ermöglichen. Die Verkehrsteilnehmer*innen werden gebeten, die Umleitungshinweise zu befolgen

Warum wird gerade jetzt nach Blindgängern gesucht?

Die Entschärfung im Klinikvierteil Anfang Januar ist mit einem erheblichen finanziellen und personellen Aufwand verbunden und stellt eine Einschränkung im Alltag der Anwohner*innen dar. Im Rahmen der Planung und Vorbereitung wurden für bekannte und geplante Baumaßnahmen im Radius von 500 Metern um die betroffenen Kliniken weitere Verdachtspunkte untersucht. Im Zuge dieser Auswertungen wurden drei weitere Bombenverdachtspunkte festgestellt, wobei jeder dieser Bombenverdachtspunkte für sich wiederum eine gemeinschaftliche Evakuierung der drei Kliniken zur Folge hätte.

Daher hat sich die Stadt Dortmund dazu entschlossen, dass diese zusätzlichen Verdachtspunkte kurzfristig sondiert werden, auch wenn dies eine Ausnahme vom Baustellenverbot während des Weihnachtsmarktes darstellt. Im Bedarfsfall werden die Verdachtspunkte dann ebenfalls am 11. und 12. Januar 2020 freigelegt und erforderlichenfalls entschärft. So werden organisatorische Energien gebündelt und dadurch Kosten eingespart. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in den zukünftigen Jahren bei Bau- oder Reparaturarbeiten in diesem Bereich weitere – heute unbekannte – Kampfmittel gefunden werden.

Die Stadt Dortmund bittet um das Verständnis der Verkehrsteilnehmerinnen und Teilnehmer.